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ZDF-Doku ermittelt  

ZDF-Doku ermittelt: Was kostet ein Kind?

12.03.2013, 17:36 Uhr | rev, t-online.de

ZDF-Doku ermittelt: "Was kostet ein Kind?". ZDF-Doku "Was kostet ein Kind?" Trotz aller Ausgaben weiß Papa Hullmann: Die Zeit mit den eigenen Kindern ist "unbezahlbar". (Quelle: ZDF)

Trotz aller Ausgaben weiß Papa Hullmann: Die Zeit mit den eigenen Kindern ist "unbezahlbar". (Quelle: ZDF)

Sie sind uns lieb - und ganz schön teuer: Die Summen, die Eltern in ihre Kinder investieren, sind enorm. Laut Statistischem Bundesamt kosten Kinder durchschnittlich knapp 550 Euro im Monat. Nach 18 Jahren kommt somit über 100.000 Euro zusammen.

Für die "ZDFzeit"-Dokumentation "Was kostet ein Kind?" besuchte Matthias Fornoff, Sprecher der "heute"-Nachrichten, drei Familien und zeigt, wie die Eltern mit der finanziellen Belastung umgehen.

So viel Geld geben Eltern für ihre Kinder aus

Grundlage für den ZDF-Familiencheck von 2013 sind die Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die zeigen, welche Summen Kinder bis zum 18. Lebensjahr kosten. Unsere Tabelle zeigt die Ausgaben für die unterschiedlichen Posten:

Posten

Durchschnittliche Ausgaben pro Kind
bis zum 18. Lebensjahr

Kleidung (auch Windeln)

9101, 80 Euro

Kinderbetreuung

3368,59 Euro

Bildung

3525,00 Euro

Fahrzeuge

3415,38 Euro

Spielzeug (auch Geschenke)

8156,34 Euro

Ernährung

25.605,36 Euro

Wohnen (Wasser, Energie, Miete)

32.654,88 Euro

Möbel

6489,96 Euro

Elektronik

6473,04 Euro

Taschengeld

2496,00 Euro

Freizeit/Sport

15.627,42 Euro

Endsumme

116.913,77 Euro

Der Startschuss für den Ausgabemarathon fällt schon vor der Geburt mit der Babyausstattung, die angeschafft werden muss: Kinderwagen, Wickelkommode, Babybettchen. Dann kommen Windeln und Fläschchen, später Gläschen hinzu. In der Grundschulzeit spielen Ausgaben für Schule und zunehmend Kleidung eine große Rolle, im Teenie-Alter treibt die Freizeitgestaltung die Kosten in die Höhe.

"Was sich in 18 Jahren jeden Tag entwickelt, ist unbezahlbar!"

Wie unterschiedlich die finanziellen Mittel je nach Alter der Kinder eingesetzt werden und welch unterschiedlichen Schwerpunkte auch durch die Eltern bewusst gesetzt werden, zeigt sich deutlich an den drei Familien, die von Fornoff für die Sendung "Was kostet ein Kind?" besucht wurden.

Familie Hullmann lebt mit einem Kleinkind und einem Baby. Neben den Ausgaben für die Ernährung der Kleinen belastet in dieser Altersgruppe auch noch der Windelkonsum entscheidend die Geldbörse. Durchschnittlich geben Eltern, bis das Kind trocken ist, 1000 Euro für Windeln aus. In der Phase, in der sich Familie Hullmann gerade befindet, nehmen jedoch die Aufwendungen für Kinderbetreuung den wohl größten Teil ein. 100 Euro im Monat zahlt die Familie für die Kindertagesstätte, die Tochter Tita täglich für nur drei Stunden besucht. Zudem hat sich der Vater für die Betreuung von Baby Julia ein halbes Jahr Elternzeit genommen. Damit verzichtet er monatlich auf etwa 900 Euro Gehalt.

Dass der Nachwuchs das aber wert ist, steht für die Hullmanns außer Frage. Als Papa Hullmann mit den knapp 117.000 Euro konfrontiert wird, die Eltern durchschnittlich für ein Kind bis zum 18. Lebensjahr ausgeben, reagiert er unbeeindruckt: "Dafür könnten wir uns vielleicht das halbe Haus leisten - für jetzt. Aber was sich in 18 Jahren jeden Tag entwickelt, ist unbezahlbar!"

700 Meter Wäscheleine - wie viel Kleidung braucht ein Kind?

Babybrei, Windeln, Kita: Diese Zeit hat Familie Flaß längst hinter sich gelassen. Im Hause Flaß sind hingegen Kleidung und Schule beherrschende Themen - natürlich auch finanziell. Die zehnjährige Jasmin Flaß macht sich die Mühe und zählt für die Dokumentation alle ihrer Kleidungsstücke, von denen sie natürlich auf keines verzichten könnte. Noch ohne ihre dicken Jacken und die Winterkleidung kommt das Mädchen auf insgesamt 185 Teile. Damit ist Jasmin kein Einzelfall: In einem Versuch wurden sämtliche Klamotten, die ein Kind von der ersten Windel bis zum 18. Lebensjahr benötigt, an einer Wäscheleine aufgehängt - die Leine maß schließlich 700 Meter. Dass das mit hohen Kosten verbunden ist, lässt sich leicht erahnen.

Gleichzeitig steckt Familie Flaß mit ihrer zehnjährigen Tochter und dem ein Jahr älteren Sohn Joshi zurzeit mitten in der "ganz normalen Schulmaterialschlacht". Insgesamt gibt unser Staat pro Kind durchschnittlich 5500 Euro für Bildung und Schule aus. Doch das reicht nicht. Davon zeugen schon jene 1,4 Milliarden Euro, die Eltern in Deutschland jährlich in Nachhilfestunden investieren. Dazu kommen unzählige Materialanschaffungen und zusätzliche Ausgaben, zum Beispiel für Kopien und Klassenausflüge.

Als nächstes finanzielles Großprojekt steht bei Familie Flaß die Neugestaltung der Kinder- beziehungsweise Jugendzimmer an. Sowohl Jasmin als auch Joshi erhalten ein Budget von 1500 Euro. Damit dürfen sie gemeinsam mit ihren Eltern in den Sommerferien ihre Räume nach eigenen Vorstellungen einrichten. Konsequenz: Der jährliche Sommerurlaub fällt in diesem Jahr flach.

Große Kinder, große Wünsche

Kai (13) und Kilian (17), die Kinder von Familie Schäfer, sind noch ein Stück älter als der Nachwuchs von Familie Flaß und haben getreu der Formel "kleine Kinder, kleine Wünsche - große Kinder, große Wünsche" auch entsprechend kostspielige Ansprüche. Obwohl Mutter Schäfer oft genug noch als "Chauffeur" einspringen muss, legen die Eltern großen Wert darauf, dass ihre Kinder auch eigenständig mobil sind. Fahrrad, Roller, Führerschein, gebrauchtes Auto gehören deshalb zur Grundausstattung für die Familie - ermöglicht durch die großzügige Unterstützung von Oma und Opa. Auch was die Freizeitaktivitäten und Spiele der Jungs betrifft, scheuen ihre Eltern kaum Kosten.

Dafür werden deutliche Abstriche beim Taschengeld gemacht. Nur 40 Euro bekommt der 17-jährige Kilian. Dieser Betrag entspricht zwar den Empfehlungen der Jugendämter, viele Teenager in seinem Alter bekommen allerdings mehr. Da Kai und Kilian für ihre Anschaffungen und ihre Freizeitaktivitäten nur wenig selbst bezahlen müssen, kommt es bei den Schäfers kaum zu größeren Taschengelddiskussionen.

Kindererziehung ist teuer und wird immer teurer

Insgesamt zeigt sich: Scheinbar alle wollen nur das Beste für ihre Sprösslinge. Es sollen nicht nur materielle Kinderträume erfüllt, sondern auch pädagogisch wertvolle Fördermaßnahmen umgesetzt werden, die für eine optimale Entwicklung des Kindes sorgen sollen. Das geht vom Musikunterricht über Trainerstunden bis zur schulischen Nachhilfe. Ohne Zweifel ist Kindererziehung eine teure Angelegenheit. Statistiken zeigen, dass es nicht billiger wird: 1998 waren die Ausgaben noch um rund zehn Prozent geringer. Gleichzeitig werden Familien in Deutschland natürlich aber auch vom Staat unterstützt - mit Kindergeld, Elterngeld, Kinderfreibetrag und Betreuungsgeld.



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