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Quiz: Was Schüler in Grammatik und Rechtschreibung wissen sollten

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Deutsche Sprache, schwere Sprache? Was Schüler wissen sollten - mit Test

07.09.2015, 15:15 Uhr | Nicola Wilbrand-Donzelli, t-online.de

Quiz: Was Schüler in Grammatik und Rechtschreibung wissen sollten. Rechtschreibung: Die durchschnittliche Fehlerquote bei Schülern stieg in den letzten Jahrzehnten deutlich an. (Quelle: imago/Arco Images)

Rechtschreibung: Die durchschnittliche Fehlerquote bei Schülern stieg in den letzten Jahrzehnten deutlich an. (Quelle: Arco Images/imago)

Die Grammatik- und Rechtschreibregeln der deutschen Sprache enthalten viele Fallstricke – auch für Muttersprachler. In unserem Quiz, das etwa dem Niveau der sechsten oder siebten Klasse entspricht, können Sie ihr Basiswissen in deutscher Grammatik und Rechtschreibung testen.

Seit Jahren beschäftigt sich der "Spiegel"-Kolumnist Bastian Sick humorvoll, aber kritisch mit den Tücken unserer Muttersprache. "Die deutsche Sprache kennt zwar nur vier Fälle, aber über tausend Zweifelsfälle", merkt er in seinem Bestseller "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" an. Er beklagt: "Leichter und verständlicher oder zumindest nachvollziehbarer ist es nach der Rechtschreibreform auch nicht geworden."

Konrad Duden vereinheitlichte die Regeln

Verewigt sind alle diese Regeln in der Sprachbibel der Deutschen, dem Duden. Konrad Duden, der von Haus aus Lehrer war, hatte das Ziel, die Sprache mit seinem Werk übersichtlicher und einfacher zu machen. Das Büchlein, das 1880 unter dem Titel "Vollständiges orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache" veröffentlicht wurde, umfasste damals 187 Seiten 27.000 Stichwörter. Seit seinem Erscheinen gibt es im gesamten deutschsprachigen Raum einheitliche Regeln für die Rechtschreibung. Heute liegt der Rechtschreibduden in der 26. Auflage vor, hat rund 140.000 Stichworte und über 1216 Seiten.

Fehlerquote bei Grundschülern in 40 Jahren verdoppelt

Schülern scheint die komplexe Struktur der deutschen Sprache - ob mit oder ohne Zuhilfenahme von Nachschlagewerken - allzu oft zu verwirren. Das jedenfalls legt eine Studie nahe, in der der Siegener Germanistikprofessor Wolfgang Steinig und sein Team Schulaufsätze von Viertklässlern aus drei Jahrzehnten verglichen. Neben der Rechtschreibung haben die Bildungsforscher dabei auch Textgestaltung, Grammatik und Wortschatz analysiert. Ihr Ergebnis: Die Fähigkeit der Schüler, Texte orthographisch korrekt und grammatikalisch normgerecht zu schreiben, hat im Durchschnitt stark abgenommen.

Besonders negativ fielen die Befunde bei der Rechtschreibung aus: Die Zahl der Fehler pro 100 Wörter stieg von durchschnittlich sieben im Jahr 1972, auf zwölf im Jahr 2002 und dann noch einmal auf 17 Fehler im Jahr 2012. Das ist innerhalb von vierzig Jahren mehr als eine Verdoppelung der Fehlerquote. Vor allem mit der Kennzeichnung von langen und kurzen Vokalen und mit den Regeln für die Groß- und Klein- sowie die Getrennt- und Zusammenschreibung hätten viele Kinder heute mehr Probleme als früher, so der Studienleiter. Dessen Fazit gegenüber dem "Spiegel": "Die Ergebnisse sind dramatisch." Der Philologen-Verband fordert, das freie Schreiben an Schulen wieder verstärkt mit stringentem Rechtschreibunterricht und Einüben sprachlicher Normen zu begleiten.

Germanistik-Studenten haben ebenfalls große Wissenslücken

Doch Defizite gibt es nicht nur in den unteren Klassen. Auch in höheren Jahrgängen einschließlich der gymnasialen Oberstufe stehen Schüler häufig auf Kriegsfuß mit den Regeln der deutschen Sprache. Das offenbarte vor fünf Jahren ein Grammatiktest an bayerischen Universitäten, den Erstsemester des Fachs Germanistik ablegen mussten. Das ernüchternde Resultat: Auch bei den jungen Studenten klafften große Wissenslücken. Jeder Dritte kassierte nämlich eine Fünf oder eine Sechs. Die Professoren waren erschüttert und bescheinigten den angehenden Germanisten das fachliche Niveau von Sechstklässlern. So erkannten über 70 Prozent der Studenten "käme" nicht als Form des Konjunktivs Präteritum, fast 90 Prozent bestimmten "manche" nicht als Pronomen und "dort" nicht als Adverb.

Wie steht es um Ihre Grammatik- und Rechtschreibkenntnissen? Testen Sie Ihr Wissen im Quiz.

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