Startseite
Sie sind hier: Home > Eltern > Schwangerschaft >

Beschäftigungsverbot durch das Mutterschutzgesetz - das gilt

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Mutterschutzgesetz  

Beschäftigungsverbot im Mutterschutz: Diese Regeln gelten

23.10.2014, 13:35 Uhr | rev, t-online.de

Beschäftigungsverbot durch das Mutterschutzgesetz - das gilt. Im Mutterschutz dürfen nicht alle Beschäftigungen von Arbeitnehmerinnen durchgeführt werden. In diesen Fällen gilt Beschäftigungsverbot. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Im Mutterschutz dürfen nicht alle Beschäftigungen von Arbeitnehmerinnen durchgeführt werden. In diesen Fällen gilt Beschäftigungsverbot. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ist es für einen Arbeitgeber nicht möglich, den Mutterschutz durch Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz oder Arbeitsplatzwechsel zu garantieren, bleibt ihm als letzte Maßnahme Beschäftigungsverbot für die schwangere oder stillende Arbeitnehmerin. Hier können Sie nachlesen, in welchen Fällen ein generelles oder ein individuelles Beschäftigungsverbot aufgrund des Mutterschutzgesetzes unumgänglich ist.

Mutterschutzgesetz verlangt Beschäftigungsverbot bei Risiken am Arbeitsplatz

Dem Mutterschutzgesetz zufolge dürfen schwangere Frauen keine Arbeiten durchführen, die laut ärztlichem Attest "Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind" gefährden. Lassen sich diese Arbeiten durch den Arbeitgeber nicht so absichern, dass kein Gesundheitsrisiko mehr besteht, greift demnach das Beschäftigungsverbot.

Gründe für ein generelles Beschäftigungsverbot im Mutterschutzgesetz

Das Mutterschutzgesetz sieht diese Gründe für ein generelles Beschäftigungsverbot für werdende Mütter vor. Es bezieht sich auf die Tätigkeit und ihre Auswirkungen auf die Schwangerschaft.

  • Die schwangeren Frauen dürfen nicht mit Arbeiten beschäftigt werden, bei denen sie schädlichen Stoffen, Strahlen oder Bedingungen (Staub, Gasen, Dämpfen, Hitze, Kälte, Nässe, Erschütterungen, Lärm) ausgesetzt sind. Explizit fällt auch das Schälen von Holz zu diesen für Schwangere untersagten Tätigkeiten.
  • Die Arbeitnehmerinnen dürfen keine schweren körperlichen Arbeiten durchführen - das sind Arbeiten, bei denen häufig Lasten von mehr als fünf Kilogramm oder gelegentlich solche von mehr als zehn Kilogramm gehoben oder bewegt werden.
  • Nach dem fünften Schwangerschaftsmonat dürfen Schwangere keine Arbeiten ausüben, bei denen sie ständig stehen müssen. Das gilt dann, wenn diese Beschäftigung täglich mehr als vier Stunden umfasst.
  • Arbeiten, bei denen sich die schwangere Angestellte oft erheblich strecken oder beugen, beziehungsweise bei denen sie ständig hocken oder bücken muss, sind ebenfalls verboten.
  • Werdende Mütter dürfen nicht mit der Bedienung von Geräten und Maschinen mit hoher Fußbeanspruchung beschäftigt werden.
  • Ebenfalls sind Arbeiten betroffen, bei denen die Frauen durch ihre Schwangerschaft in besonders hohem Maße der Gefahr ausgesetzt sind, an einer Berufserkrankung zu erkranken.
  • Die schwangeren Arbeitnehmerinnen dürfen nach dem dritten Schwangerschaftsmonat nicht mehr auf Beförderungsmitteln arbeiten. Auch sonst sind die Frauen bereits vorher nicht mehr mit Arbeiten zu beschäftigen, bei denen erhöhte Unfallgefahr (vor allem durch Stürze) herrscht.
  • Akkordarbeit und andere Arbeiten, bei denen durch ein höheres Arbeitstempo höhere Auszahlungen erzielt werden können, sind für Schwangere verboten. Das gleiche gilt für Fließbandarbeit mit vorgeschriebener Arbeitsgeschwindigkeit.

Im Zweifelsfall kann die jeweilige Aufsichtsbehörde bestimmen, ob eine Arbeit unter die gesetzlich geregelten Beschäftigungsverbote fällt.

Individuelles Beschäftigungsverbot

Das individuelle Beschäftigungsverbot richtet sich nach dem individuellen Gesundheitszustand der werdenden Mutter und muss vom Arzt ausgesprochen werden. Werdende Mütter dürfen demnach nicht beschäftigt werden, wenn Mutter oder Kind bei Fortdauer der bisherigen Tätigkeit gesundheitlich gefährdet sind. Mögliche Gründe sind zum Beispiel Risikoschwangerschaft, Mehrlingsschwangerschaft, Gefahr einer Frühgeburt und Neigung zu Fehlgeburten.

Das Attest des Arztes sollte das Beschäftigungsverbot sowie dessen Umfang und Gründe genau beschreiben. Hieraus muss auch hervorgehen, welche Arbeiten die schwangere Arbeitnehmerin nicht leisten darf.

Mutterschutzgesetz: Diese Frist gilt unabhängig von der Beschäftigung

Ganz unabhängig von der Art der Beschäftigung dürfen werdende Mütter in den letzten sechs Wochen vor dem mutmaßlichen Entbindungstermin nicht beschäftigt werden. Eine Ausnahme besteht dann, wenn die Frauen sich ausdrücklich zur Arbeitsleistung in dieser Zeit bereit erklärt haben - was jederzeit widerrufen werden kann. Mehr zu diesen Fristen - die oft mit dem Mutterschutz insgesamt gleichgesetzt werden - finden Sie hier.

Sie finden uns auch auf Facebook - jetzt Fan unserer "Eltern-Welt" werden und mitdiskutieren!

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Dumme Idee 
Sprung auf Hai zeugt nicht gerade von Intelligenz

Diese Aktion hätte auch gerne in die Hose gehen können. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Auf flachen Sohlen - Schuhe für die kühle Jahreszeit

Angesagte Stiefel, trendige Schnürer, klassische Stiefeletten u.v.m. jetzt entdecken bei BAUR.

Shopping
Mit dem Multitalent wird jedes Kochen zum Erlebnis

Krups Multifunktions-Küchenmaschine HP5031: Ihr Partner für kreative Kochideen! bei OTTO.de

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal