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Reis nur in Maßen essen: BfR warnt vor erhöhtem Arsen-Gehalt

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Erhöhter Arsen-Gehalt  

Reis besser nur in Maßen essen

11.06.2015, 18:09 Uhr | JL

Reis nur in Maßen essen: BfR warnt vor erhöhtem Arsen-Gehalt. Reisprodukte sind derzeit auf dem Vormarsch. Neue Untersuchungen legen allerdings den gelegentlichen Verzicht nahe. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Reisprodukte sind derzeit auf dem Vormarsch. Neue Untersuchungen legen allerdings den gelegentlichen Verzicht nahe. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Reis gehört neben Nudeln zu den wohl beliebtesten Beilagen. Für die einen ist er wegen seines Geschmacks unverzichtbar, andere haben in ihm eine wertvolle Alternative zum glutenhaltigen Getreide gefunden. Jetzt warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) jedoch davor, Reis in großen Mengen zu verzehren. Der Grund: Neue Messungen von Überwachungsbehörden der Bundesländer zeigen, dass viele Reisprodukte erhöhte Arsen-Werte aufweisen.

Es handelt sich dabei um anorganische Arsenverbindungen. Diese gelten als höchst gesundheitsgefährdend. Untersucht wurden sowohl Reiskörner als auch Reisprodukte.

Anorganisches Arsen fördert Krebs

Arsen kommt natürlicherweise im Erdboden vor, wird aber auch durch menschliches Einwirken freigesetzt, wie etwa bei der Nutzung fossiler Brennstoffe durch beispielsweise Kohlekraftwerke. Die chemische Substanz gelangt so auch in das Grund- und Oberflächenwasser der Landwirtschaft.

Anorganische Arsenverbindungen gelten für den Menschen als krebsauslösend, wie der BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel in einer Pressemitteilung erklärt. Schon vergleichsweise kleine Menge führten zudem zu Hautveränderungen, Gefäß- und Nervenschädigungen. Außerdem fördere anorganisches Arsen Herzkreislauferkrankungen. "Lebensmittel sollten davon nur so wenig wie vernünftigerweise erreichbar enthalten," so Hensel.

Reis besonders anfällig für Arsen

Auch anderes Getreide kommt über Boden und Grundwasser mit anorganischem Arsen in Kontakt. Reispflanzen sind wegen ihrer speziellen Anbaumethode und ihrer Beschaffenheit jedoch empfänglicher, Arsen aufzunehmen. Verglichen mit Reiskörnen, liegt der Arsen-Gehalt in Reisprodukten nach Angaben des BfR sogar noch höher. Warum aber Waffeln, Milch oder Brei stärker belastet sind, konnte noch nicht abschließend geklärt werden.

Vorsicht vor allem bei Säuglingen und Kindern

Angesichts der Reismenge, die die Deutsche Bevölkerung durchschnittlich am Tag verzehrt, hält das BfR die gemessenen Arsen-Werte für bedenklich. Das Institut empfiehlt daher, Reis und Reisprodukte nur in Maßen zu konsumieren und oft mit Produkten abzuwechseln, die auf anderen Getreide-Arten basieren.

Vor allem Eltern wird geraten, ihre Säuglinge und Kinder nicht allzu häufig mit Reisbrei und Reismilch zu ernähren. Menschen mit der Glutenunverträglichkeit Zöliakie finden auch in Mais, Hirse, Buchweizen, Amaranth und Quinoa wertvolle Alternativen zu Getreide.

Reis in Maßen - aber nicht völlig meiden

Dennoch betont das BfR, dass Reis nach wie vor zu einer ausgewogenen Ernährung dazu gehört und deshalb nicht kategorisch vom Speiseplan verbannt werden sollte. Grundsätzlich appelliert das Institut auch an die Lebensmittelunternehmen: Diese sollten den Gehalt an anorganischen Arsenverbindungen in ihren Produkten auf ein "unvermeidbares Minimum" reduzieren.

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