Sie sind hier: Home > Gesundheit > Gesund leben >

Bauchmassagen entkrampfen schmerzhaften Blähbauch

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Von Ingwertee bis Workout  

Sieben Tipps gegen den Blähbauch

12.04.2016, 10:22 Uhr | JL

Bauchmassagen entkrampfen schmerzhaften Blähbauch. Scharfer Ingwertee entkrampft einen schmerzenden Blähbauch. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Scharfer Ingwertee entkrampft einen schmerzenden Blähbauch. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein schmerzhafter, aufgeblähter Bauch plagt viele nach dem Essen. Doch nicht immer sind blähende Speisen die Ursache, wie Ernährungsberaterin Astrid Schobert in ihrem Ratgeber-Buch "Die 50 besten Blähbauch-Killer" erklärt. Wir haben Ihnen sieben Tipps zusammengetragen.

Rund acht- bis zehnmal entledigt sich der Darm pro Tag überschüssiger Luft. Das ist normal und gehört zur Verdauung dazu. Schmerzhaft wird es, wenn sich zu viele Gase ansammeln.

Ingwertee gegen Blähungen

Spannt und zwickt der Bauch bereits, sind Tees die erste Wahl. Ingwertee - am besten frisch aufgebrüht - kurbelt die Verdauung an und entkrampft schmerzhafte Blähungen. Auch Kümmel, Anis und Fenchel sind bewährte Klassiker. Wer einen Garten hat, brüht einen Tee aus frisch gepflückten Löwenzahnblättern.

Damit es gar nicht erst zum Blähbauch kommt, sollten einige Lebensmittel besser nicht zu oft auf dem Teller landen. Zucker und Weißmehlprodukte etwa begünstigen, dass Darmpilze entstehen. Besser ist eine vollwertige, ballaststoffreiche Ernährung mit Vollkornprodukten, Gemüse und Obst. Ballaststoffe stärken nicht nur das Immunsystem, sondern sorgen auch für einen Putzeffekt: "Durch ihre grobe Struktur fegen die Nahrungsfasern die Pilznester aus den Darmzotten und regen die natürliche Darmbewegung an", erklärt Schobert. Doch Vorsicht: Kohlsorten und Hülsenfrüchte etwa sind zwar reich an Ballaststoffen, blähen jedoch.

Mal mit der anderen Hand das Besteck halten

Neben bestimmten Lebensmitteln ist auch unser Essverhalten schuld, wenn sich der Bauch unangenehm aufbläht: Die meiste Luft, rund 2-3 Milliliter, gelangt bei jedem Schluckvorgang in den Magen. Sind wir gestresst und essen hastig, sogar weitaus mehr. Widmen Sie sich deshalb mit Zeit ganz Ihrer Mahlzeit und legen Sie Ablenkungen wie Ihr Handy beiseite. Wer sich nur schwer konzentrieren kann, probiert Schoberts außergewöhnlichen Trick: "Ändern Sie Ihre Gewohnheiten und essen Sie als Rechtshänder mal mit der linken Hand. So essen Sie automatisch viel bewusster".

Gezielte Bauchatmung fördert die Darmaktivität

Unter Stress schlucken wir nicht nur zu viel Luft, wir atmen auch flacher. Dadurch mangelt es dem Magen-Darm-Trakt an Sauerstoff und die Verdauung erlahmt. Eine gekrümmte Körperhaltung, wie etwa im Büro oder beim Autofahren, verstärkt den Effekt zusätzlich. Einen Sauerstoff-Kick gibt es mit gezielter Bauchatmung: Legen Sie sich dazu auf den Rücken und winkeln die Beine an, bis Ihre Füße aufliegen. Führen Sie Ihre Hände über dem Bauch bis zu den Fingerspitzen zusammen. Wenn sich Ihre Finger beim Einatmen von einander wegbewegen, atmen Sie richtig in den Bauch.

Vorsicht bei Kaugummi und Co

Kaugummi sorgt nach dem Essen für ein frisches Mundgefühl und scheint in der zuckerfreien Variante unbedenklich. Doch auch diese Streifen und Drops enthalten Süßungsmittel, wie Mannit, Xylit und Sorbit, die die Verdauung beeinflussen. Findet sich auf dem Kaugummi die Angabe "Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken" bedeutet das, dass mehr als 10 Prozent der künstlichen Zuckeraustauschstoffe enthalten sind. Menschen, die zum Blähbauch neigen, sollten daher vorsichtig sein: "Schon ab einer Aufnahme von 5 Gramm kann Sorbit zu Blähungen führen, ab 20 Gramm zu wässrigem Durchfall", warnt Schobert. Auch Süßigkeiten, Getränke und Light-Produkten enthalten Sorbit und Co.

Wenn Sie eine Empfindlichkeit beobachten, meiden Sie Produkte mit den E-Kennzeichnungen 420, 421, 967, 953, 966, 965 und 968. Ebenfalls besser verzichten sollten Sie auf Birnen, Pflaumen und Kirschen. Dieses Obst enthält natürliches Sorbit besonders hoch konzentriert.

Sanftes Workout wirkt wie eine Massage

Bauchmassagen entkrampfen einen schmerzhaften Blähbauch. Doch nicht nur das: Wer regelmäßig massiert, beugt dem luftgefüllten Bauch sogar vor. Legen Sie sich bequem hin und massieren Sie den Bauch mit sanften Kreisbewegungen im Uhrzeigersinn. Das entspricht den Windungen des Darms.

Viel Bewegung und ein sanftes Workout der Bauchmuskeln erzielen denselben Effekt, denn "der Wechsel zwischen Muskelanspannung und -entspannung aktiviert Ihre Bauchmuskeln und entkrampft den Darm", erklärt Schobert. Auch einfache Übungen wie das "Luft-Radfahren" im Liegen drücken störende Luft aus dem Dickdarm.

Abführmittel nur im Notfall nehmen

Stockt die Verdauung, schlucken viele Abführmittel, um sich schnell wieder unbeschwert zu fühlen. Doch wenn die Schmerzen nicht besonders stark sind, rät Schobert von diesen Produkten ab. Alle Abführmittel haben gemeinsam, dass sie den Darm radikal entleeren. Anschließend dauert es, bis sich der Dam wieder gefüllt und von der letzten Abführung erholt hat. Nicht selten glauben Betroffene dann, dass sie wieder Verstopfungen haben und greifen abermals zu Abführmitteln. Was folgt, ist ein Teufelskreis, der dem Darm mehr schlecht als recht tut: Mit dem plötzlichen Stuhlabgang entweichen auch große Mengen Flüssigkeit und wichtige Mineralstoffe.

Ernährungs-Tagebuch kann Unverträglichkeit offenbaren

Werden bestimmte Lebensmittel nicht vertragen, kann sich das an verschiedenen Symptomen zeigen. Hautirritationen, Atemwegbeschwerden und andauernde Magen-Darm-Probleme sind häufige Anzeichen. Bevor Sie jedoch zum Arzt gehen, schlägt Schobert vor, über einige Wochen ein "Ernährungs-Symptom-Tagebuch" zu führen. Darin halten Sie Tag für Tag fest, was Sie zu sich nehmen und wie Sie sich danach fühlen - sowohl körperlich als auch seelisch. Das erleichtert es dem Arzt, festzustellen, ob Sie auf ein bestimmtes Lebensmittel allergisch reagieren oder gar eine Unverträglichkeit haben. Im schlimmsten Fall können auch das Reizdarmsyndrom oder chronische Darmentzündungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa hinter den Beschwerden stecken.

"Die 50 besten Blähbauch-Killer" von Astrid Schobert erschien 2015 im TRIAS-Verlag, 80 Seiten, 9,99 Euro.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Shopping
Shopping
Jetzt Glücks-Los kaufen, gutes tun und gewinnen!
Sonderverlosung am 7.11.17 - 20 Mio. € extra
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Meistgesuchte Themen A bis Z
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Gesundheit > Gesund leben

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017