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Prostatabeschwerden: Wie hilfreich sind pflanzliche Mittel?

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Prostata  

Helfen pflanzliche Mittel bei Prostatabeschwerden?

10.11.2010, 11:10 Uhr | Nina Bürger

Prostatabeschwerden: Wie hilfreich sind pflanzliche Mittel? .  (Quelle: imago)

Bei einer Reizblase kann Kürbissamenextrakt helfen. (Quelle: imago)

"Prostagutt", "Granufink" und Cranberryextrakt - der Markt für Medikamente gegen eine Reizblase bei Männern und Frauen ist riesig. Bei Männern kann eine vergrößerte Prostata Ursache für die Beschwerden sein, deshalb werden die pflanzlichen Tabletten häufig als Mittel gegen Prostatabeschwerden beworben. Was aber taugen die natürlichen Präparate? Wir haben mit einem Urologen gesprochen.

Vor dem Kauf unbedingt den Arzt aufsuchen

Auch wenn die Verpackungen eine Linderung von Prostatabeschwerden versprechen, helfen sie vor allem gegen die Symptome einer Reizblase. Die Medikamente enthalten zum Beispiel Sägepalm-, Cranberry-, oder Kürbiskernextrakt. Auch Präparate mit Salbei-Dickextrakt, Brennnesselwurzelextrakten oder Bärentraubenblättern werden in der Apotheke häufig empfohlen. Doch bevor man zu ihnen greift, sollte man einen Arzt aufsuchen, rät Urologe Dr. Axel Schroeder.

Hinter Beschwerden können auch Tumore oder Blasensteine stecken

"'Was reizt die Blase' , diese Frage muss abgeklärt werden", sagt Schroeder. Denn Ursache für Probleme beim Wasserlassen und häufigen Harndrang können auch bakterielle Infektionen, ein Tumor oder Blasensteine sein. "Dann helfen pflanzliche Medikamente nicht", so Schroeder. Wer nicht zum Arzt geht, riskiert, dass schwere Erkrankungen verschleppt werden. Früher waren pflanzliche Mittel gegen Blasen- und Prostatabeschwerden verschreibungspflichtig. Heute betreiben die Pharmahersteller ein riesiges Marketing, weil viele Menschen betroffen sind, einen größeren Leidensdruck verspüren, sich aber schämen, einen Urologen zu konsultieren. Dabei wird eine regelmäßige Krebsvorsorge beim Urologen Männern ab 35 Jahren empfohlen.

Häufiger Harndrang kann erstes Anzeichen für vergrößerte Prostata sein

Die gereizte Blase äußert sich bei Männern in der Regel durch vermehrten Harndrang und häufiges Wasserlassen. Besonders nachts müssen die Betroffenen häufig auf Toilette. Trotz des starken Dranges ist der Urinstrahl schwach oder es dauert einige Zeit, bis er überhaupt zu laufen beginnt. All das können erste Anzeichen für eine gutartige Vergrößerung der Prostata sein. Die Beschwerden entstehen durch folgendes Problem: Die Prostata umschließt die Harnröhre. Vergrößert sie sich, nimmt der Druck auf die Harnröhre oder Blase zu.

Pflanzliche Mittel nur bei erstem Reizstadium

Wird eine solche Entwicklung vom Arzt bestätigt, macht die Behandlung mit pflanzlichen Mitteln nur im Anfangsstadium der gutartigen Prostatavergrößerung Sinn, so Schroeder. "Dabei handelt es sich um ein erstes Reizstadium, bei dem noch nicht viel Resturin in der Blase zurückbleibt." Das sei die erste Therapiestufe, in der seiner Einschätzung nach pflanzliche Mittel unter ärztlicher Kontrolle ihre Berechtigung haben und Beschwerden lindern können. Ist die Erkrankung bereits fortgeschritten, kann sich der Urin auch im Harnleiter oder im Nierenbecken stauen. Dann drohen lebensgefährliche Nierenschäden. Bei einer fortgeschrittenen Vergrößerung der Prostata werden zum Beispiel Medikamente verschrieben, die Spannungen des Muskelgewebes lockern oder in die hormonelle Steuerung der Gewebevermehrung eingreifen.

Auch gegen Reizblase bei Frauen geeignet

Pflanzliche Mittel aus der Apotheke eignen sich unter ärztlicher Betreuung zur Behandlung einer Reizblase. Unter einer chronischen Reizblase leiden auch viele Frauen. Ursache ist bei ihnen meistens die geschwächte Muskulatur des Beckenbodens. Die pflanzlichen Wirkstoffe zur Behandlung der Reizblase sind die gleichen, die auch Männern helfen können. Allerdings sollten auch Frauen die Ursache ihrer Beschwerden von einem Arzt abklären lassen. Auch bei ihnen können ein Tumor, eine Blasenentzündung oder Harnsteine hinter den Beschwerden stecken.

Pflanzliche Mittel mit unterschiedlicher Wirkung

Die gängigen pflanzlichen Präparate haben unterschiedliche Wirkungen: Brennnesselwurzel und Kürbissamen wirken entzündungshemmend und harntreibend. Das wird auch dem Extrakt der Sägepalme nachgesagt. Zudem soll sie das Gewebewachstum der Prostata hemmen. Preiselbeerdrageés werden besonders bei Harnwegsinfekten empfohlen, ebenso der Extrakt von Bärentraubenblättern. Er soll antibakteriell wirken. Ob eine Einnahme sinnvoll ist, und welche Pflanzenkraft dann am besten wirkt, sollten Sie mit ihrem Arzt absprechen.

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