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Raynaud-Syndrom: Kalte Hände sind nicht immer harmlos

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Tücken des Winters  

Kalte Hände sind nicht immer harmlos

15.12.2014, 11:46 Uhr | vdb/lac

Raynaud-Syndrom: Kalte Hände sind nicht immer harmlos. Beim Raynaud-Syndrom werden die Finger plötzlich weiß, kalt und taub.  (Quelle: dpa)

Beim Raynaud-Syndrom werden die Finger plötzlich weiß, kalt und taub. (Quelle: dpa)

Eiskalte Hände, darunter leiden in der Winterzeit viele Menschen. Doch nicht immer ist die Erscheinung harmlos. Diese Krankheiten können dahinter stecken.

Hinter dem ständigen Frieren kann ein Mangel an Eisen stecken. Ist das körpereigene Eisendepot leer, beginnt der Organismus den Mangel über das Blut auszugleichen. Tritt diese Unterversorgung dauerhaft auf, kann sie das Kälte-Wärme-Empfinden beeinflussen. Ob der Patient unter Eisenmangel leidet, kann der Arzt anhand einer Blutuntersuchung feststellen.

Kälte kann hormonelle Ursachen haben

Doch die kühlen Finger können auch hormonell bedingt sein. Nämlich dann, wenn eine Schilddrüsenunterfunktion vorliegt. Produziert das Organ zu wenig Hormone, führt dies dazu, dass der Stoffwechsel auf Sparflamme läuft. Auch hier kann eine Blutuntersuchung Hinweise liefern, ob die Hormonproduktion Probleme bereitet. Wenn dem so ist, können Medikamente Abhilfe schaffen.

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Leiden Sie im Winter unter kalten Fingern?

Jeder fünfte hat das Raynaud-Syndrom

Werden die Finger nicht nur kalt, sondern auch taub und blutleer, können dies Symptome des Raynaud-Syndroms sein. Laut der Deutschen Gesellschaft für Gefäßmedizin sind in Europa bis zu 20 Prozent der Bevölkerung davon betroffen - Frauen viermal so häufig wie Männer.

Bei den Betroffenen reagieren die Blutgefäße in den Händen empfindlich auf Kälte und Stress. Sie ziehen sich plötzlich zusammen, dadurch kann weniger Blut in die Finger fließen. Die Ursache ist oft unklar. Doch in manchen Fällen löst eine Arthritis das Raynaud-Syndrom aus. Auch Medikamente wie Blutdruckmittel und Antidepressiva können zu kälteempfindlichen Hände führen.

Finger werden weiß oder bläulich

Das Raynaud-Phänomen, auch Leichenfinger genannt, tritt anfallartig auf. Plötzlich verfärben sich die Finger, mitunter auch Zehen und Füße weiß, manchmal auch bläulich. Kehrt das Blut wieder in die Finger zurück, werden sie rot. Es können Taubheitsgefühle und Schmerzen auftreten. Daumen und Handflächen sind meist nicht betroffen. Oft verfärben sich nicht die ganzen Finger, sondern nur die Fingerkuppen. Ein Anfall kann wenige Minuten, in seltenen Fällen aber auch mehrere Stunden dauern.

Fäustlinge wärmen besonders gut

Heilen kann man das Raynaud-Syndrom nicht - aber die Beschwerden lindern. Patienten sollten Kälte und Feuchtigkeit meiden. Schon bei relativ hohen Temperaturen um die zehn Grad Celsius brauchen sie Handschuhe. Am besten eignen sich Fäustlinge, damit sich die Finger gegenseitig wärmen können. Auch der Rest des Körpers muss warm gehalten werden. Bei der Hausarbeit schützen Gummihandschuhe die Hände vor Nässe. Denn das Verdunsten des Wassers auf der Haut entzieht dem Körper Wärme - das kann einen Raynaud-Anfall auslösen. Zigaretten sind für Raynaud-Patienten tabu, denn Rauchen beeinträchtigt die Durchblutung und führt deshalb zu häufigeren und schwereren Anfällen.

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