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Kleinkinder: Kinderärzte warnen vor "Engelchen flieg"

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Gelenk kann sich lockern  

Kinderärzte warnen vor "Engelchen flieg"

30.05.2015, 12:44 Uhr | tze

Kleinkinder: Kinderärzte warnen vor "Engelchen flieg". Kleinkinder: Bei "Engelchen flieg" kann das Engelchen am Ellenbogen verletzt werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bei "Engelchen flieg" kann das Engelchen am Ellenbogen verletzt werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kleinkinder lieben dieses Spiel und quietschen vor Vergnügen, wenn Mama und Papa sie links und rechts an den Händen packen und durch die Luft schwingen. Aber Kinderärzte warnen vor "Engelchen flieg", denn dabei können die Ellenbogengelenke geschädigt werden.

Die sogenannte Radiusköpfchen-Subluxation ist eine der häufigsten Verletzungen bei Kleinkindern und macht sich durch Lähmungserscheinungen bemerkbar.

Bei kleinen Kinder sind die Ellenbogengelenke noch nicht voll ausgebildet und die Bänder sind noch locker. Deshalb können die Gelenke durch Zugbelastung gelockert und teilweise ausgerenkt werden. Wenn das Gelenk stark auseinandergezogen wird - zum Beispiel bei "Engelchen flieg" oder Hängen an einem Reck - rutscht umliegendes Gewebe in den Gelenkspalt und wird vom zurückschnellenden Gelenk eingeklemmt.

Dieser Moment ist sehr schmerzhaft. Danach kann das Kind den betroffenen Arm kaum noch bewegen oder hochheben. Deshalb wird die Verletzung auch als Chassaignac-Lähmung bezeichnet. Eltern können sie daran erkennen, dass das Kind den Arm angewinkelt in Schonhaltung vor dem Bauch trägt.

Ohne schnelle Behandlung drohen bleibende Schäden

Wichtig ist, das Kind dann direkt zum Kinderarzt zu bringen, der das Gelenk mit einem speziellen Handgriff schnell wieder in die richtige Position bringen kann. "Das ist zwar kurzzeitig für das Kind unangenehm, aber nach etwa fünf bis zehn Minuten können die meisten Kinder ihren Arm wieder ohne Probleme nutzen", erklärt Hans-Jürgen Nentwich, ehemaliges Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Der Kinderarzt warnt: "Ohne Behandlung kann die Beweglichkeit des Arms aber auf Dauer eingeschränkt bleiben."

Kleinkinder nicht am Arm vom Boden hochziehen

Die Ellenbogenverletzung droht ebenfalls, wenn Eltern ein sich sträubendes Kind am Arm vom Boden hochreißen oder es mit schnellem Zupacken vor einem Sturz bewahren wollen. Nach Beobachtung von Kinderärzten ist am häufigsten der linke Arm betroffen, denn rechtshändige Eltern neigen dazu, ihr Kind an dessen linkem Arm hochzuziehen.

"Wenn Eltern ein kleines Kind hochheben, sollten sie mit den Händen um seine Brust, beziehungsweise unter die Achselhöhlen greifen und es nicht an den Armen hochziehen", rät Nentwich. Bei "Engelchen flieg" sinkt das Verletzungsrisiko, wenn Kinder dabei ihre Muskeln anspannen.

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