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Prostatakrebs: Das müssen Sie über den PSA-Test wissen

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Prostatakrebs  

Der PSA-Test kann Ihr Leben retten

12.08.2011, 14:54 Uhr | lvb

Prostatakrebs: Das müssen Sie über den PSA-Test wissen. Ein erhöhter PSA-Wert im Blut kann auf Prostatakrebs hindeuten. (Foto: imago)

Ein erhöhter PSA-Wert im Blut kann auf Prostatakrebs hindeuten. (Foto: imago)

Prostatakrebs ist das häufigste Krebsleiden beim Mann: Jedes Jahr erkranken daran mehr als 60.000 Deutsche. Früherkennung ist bei dieser Krebsart besonders wichtig, da Prostatakrebs oft lange unentdeckt bleibt, im Frühstadium aber gut heilbar ist. Viele Männer erhoffen sich von einem PSA-Test Gewissheit, ob sie an Prostatakrebs leiden. Doch wie zuverlässig ist der PSA-Test? Wir zeigen, was jeder Mann über den PSA-Test wissen sollte.

Was ist der PSA-Test?

Der PSA-Test ist eine Blutuntersuchung, bei der die Konzentration des prostataspezifischen Antigens (PSA) gemessen wird. Dieses in der Prostata produzierte Eiweiß wird in die Samenflüssigkeit abgegeben. PSA kommt auch im Blut gesunder Männer vor, allerdings meist in geringer Menge. Bei einer Prostatakrebs-Erkrankung ist der PSA-Wert stark erhöht.

Der PSA-Wert unterliegt natürlichen Schwankungen

Allerdings ist ein erhöhter PSA-Wert kein eindeutiges Zeichen für Prostatakrebs, erklärt Dr. med. Wolfgang Bühmann, Pressesprecher des Berufsverbandes der deutschen Urologen. Denn auch eine Infektion oder eine gutartige Vergrößerung der Prostata können den PSA-Wert steigen lassen. Hinzu kommt, dass mechanische Reize wie Fahrrad fahren oder das Abtasten der Prostata bei der Vorsorgeuntersuchung den PSA-Wert kurzfristig in die Höhe treiben können.

Wann ist es Krebs?

Es gibt daher keinen PSA-Wert, ab dem man zwingend von Prostatakrebs ausgehen muss. Lange galt unter Urologen eine PSA-Konzentration ab 4,0 Nanogramm pro Milliliter Blut als verdächtig, sagt Dr. Bühmann. Doch mittlerweile wird nicht mehr allein auf die Höhe des PSA-Wertes geschaut. Vielmehr muss beobachtet werden, ob sich der PSA-Wert erhöht. Als Faustregel gilt: Steigt der Wert jährlich um mehr als 0,75 ng/ml, wird der Urologe mit dem Mann über eine Gewebeprobe sprechen. Denn allein damit kann geklärt werden, ob es sich um Prostatakrebs handelt.

Keine Entwarnung bei niedrigen Werten

Das heißt: Selbst wenn der PSA-Wert beim ersten Test niedrig ausfällt, sollte man sich nicht in Sicherheit wiegen, sondern den Test nach einer bestimmten Zeit wiederholen. Urologen empfehlen, im Alter von 40 Jahren zum ersten Mal einen PSA-Test machen zu lassen. Erscheint dem Arzt der Wert unnatürlich hoch, wird er den Test nach ungefähr vier Wochen wiederholen. Ist der Wert mit unter 2 ng/ml eher niedrig, sollte nach zwei Jahren erneut gemessen werden, bei einem Wert über 2 ng/ml bereits nach einem Jahr.

Vorsicht bei Schnelltests aus der Apotheke

Bei Männern ab 45 Jahren übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen einmal jährlich eine Tastuntersuchung zur Früherkennung von Prostatakrebs. Der PSA-Test zur Vorsorge muss allerdings aus eigener Tasche bezahlt werden. Die Kosten liegen derzeit bei 20 Euro. Nur wenn der Arzt einen konkreten Verdacht auf Prostatakrebs ausspricht, zahlen die gesetzlichen Krankenkassen den PSA-Test.

In Apotheken gibt es mittlerweile auch Prostata-Schnelltests, die den PSA-Wert messen. Dr. Bühmann warnt jedoch davor, diese Tests als Ersatz für eine ärztliche Untersuchung zu sehen. Denn zum einen messen diese Geräte den PSA-Wert nicht so genau wie ein geprüftes Labor, erklärt der Urologe. Zum anderen besteht die Gefahr, dass niedrige Testergebnisse den Patienten in einer falschen Sicherheit wiegen oder ihn bei einem hohen Testergebnis grundlos beunruhigen.

PSA-Test kann Leben retten

Dr. Bühmann legt daher allen Männern ab 40 Jahren nahe, beim Urologen einen PSA-Test machen zu lassen. "Seit der Einführung des Tests vor 20 Jahren ist die Todesrate bei Prostatakrebs zurückgegangen", sagt der Arzt, "das ist doch die beste Motivation für einen PSA-Test".

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