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Metabolisches Syndrom: Das steckt hinter dem tödlichen Quartett

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Tödliches Quartett  

So gefährlich ist das Metabolische Syndrom

17.12.2016, 16:24 Uhr | jlu/t-online

Metabolisches Syndrom: Das steckt hinter dem tödlichen Quartett. Beim metabolischen Syndrom verkalken mit der Zeit die Blutgefäße.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Beim metabolischen Syndrom verkalken mit der Zeit die Blutgefäße. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Oft beginnt es mit Übergewicht. Später kommen Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte und Diabetes dazu. Die Rede ist vom Metabolischen Syndrom. Da es sich schleichend entwickelt und oft erst spät erkannt wird, nennt man das Syndrom auch "tödliches Quartett".

Tückisch ist auch, dass sich die einzelnen Erkrankungen gegenseitig verstärken. Damit ist das Metabolische Syndrom eines der größten Risiken für schwere Gefäßerkrankungen oder einen Herzinfarkt.

Metabolisches Syndrom: Jeder Vierte ist gefährdet

Jeder vierte Deutsche wird im Laufe seines Lebens am Metabolischen Syndrom erkranken, schätzen Experten. Obwohl es als Wohlstandskrankheit schlechthin gilt, ist es nur den Wenigsten ein Begriff. Generell ist ein Syndrom das Zusammentreffen mehrerer Symptome, die zusammen eine Erkrankungsform bilden. Beim Metabolischen Syndrom spielen gleich vier Risikofaktoren eine Rolle. Auch wenn erst drei von vier Erkrankungen vorliegen, sprechen Mediziner vom "tödlichen Quartett". Das Problem: Oft wird nur eine Krankheit diagnostiziert. Dass sie noch weitere Störungen haben, wissen viele Patienten nicht, denn oft machen sich weder Schmerzen noch andere Symptome bemerkbar.

Bauchspeck produziert gefährliche Hormone

Bei den meisten Betroffenen entwickelt sich das metabolische Syndrom aus Übergewicht. Gefährlich ist vor allem zu viel Bauchspeck, denn der "Rettungsring" ist ein Indiz dafür, dass innere Organe wie die Bauchspeicheldrüse oder die Leber von einer dicken Fettschicht umhüllt sind. Die Folge: Das Fettgewebe produziert schädliche Hormone, die über das Blut im Körper verteilt werden. Dadurch gerät der Stoffwechsel (Metabolismus) aus dem Gleichgewicht und die Blutgefäße verstopfen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist bei Männern ein Bauchumfang von mehr als 102 Zentimetern riskant, bei Frauen sollte dieser nicht mehr als 88 Zentimeter betragen.

Bluthochdruck verengt die Gefäße

Bluthochdruck ist ebenfalls ein Risikofaktor. Das Gefährliche: Die hohen Werte bleiben oft jahrelang unerkannt, weil sie kaum Beschwerden auslösen. Unbehandelt kann hoher Blutdruck aber die Gefäße schädigen. Wer Werte von über 130/85 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) hat oder bereits in Behandlung ist, hat ein höheres Risiko, am Metabolischen Syndrom zu erkranken. Dies gilt auch für Menschen mit hohen Blutfettwerten: Bei Männern gelten HDL-Cholesterin-Werte von unter 40mg/dl als bedenklich, bei Frauen sollte dieser Wert 50 mg/dl nicht unterschreiten. Zum "tödlichen Quartett" gehört auch Diabetes Typ 2. Diese Art der Zuckerkrankheit ist nicht angeboren, sondern entsteht durch kalorien- und fettreiche Ernährung sowie Bewegungsmangel.

Abnehmen kann Metabolischem Syndrom vorbeugen

Die gute Nachricht: Dem Metabolischen Syndrom kann man vorbeugen. Da Übergewicht in vielen Fällen am Anfang des "tödlichen Quartetts" steht, sind eine Diät und Ernährungsumstellung ratsam. Wichtig ist zudem viel Bewegung. Wer abnimmt, kann auch die anderen Risikofaktoren minimieren: So senken schon fünf bis sieben Prozent weniger Körpergewicht das Diabetes-Risiko um 60 Prozent. Außerdem sollte man regelmäßig seine Blutdruck- und Blutzuckerwerte kontrollieren. Fallen diese ungünstig aus, sollten Betroffene zum Arzt gehen und den vierten Risikofaktor, die Blutfette, untersuchen lassen, rät die Stiftung Rufzeichen Gesundheit.

Betroffene müsse Lebensgewohnheiten ändern

Wer bereits erkrankt ist, kommt nicht umhin, alle Teilerkrankungen unabhängig voneinander behandeln zu lassen. Für einen Therapieerfolg ist eine Änderung der Lebensgewohnheiten zentral: Eine Gewichtsabnahme, mehr Bewegung und gesunde Ernährung sind entscheidend, um die vier Risikofaktoren erfolgreich zu behandeln.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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