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Cholesterin senken durch Medikamente - ab wann sinnvoll?

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Ab wann sinnvoll?  

Cholesterin senken durch Medikamente

05.09.2017, 12:16 Uhr | ob (CF)

Cholesterin senken durch Medikamente - ab wann sinnvoll?. Eine gesunde Ernährung kann die Einnahme der Medikamente vorbeugen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine gesunde Ernährung kann die Einnahme der Medikamente vorbeugen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer einen zu hohen Cholesterinspiegel hat, dem können cholesterinsenkende Medikamente helfen, um Herz-Kreislauf-Krankheiten vorzubeugen. Die Medikamente dürfen jedoch nur nach ärztlicher Untersuchung und Beratung eingenommen werden. Von welchen Tabletten die Rede ist und was mögliche Nebenwirkungen sind, erfahren Sie hier.

Wann sind cholesterinsenkenden Tabletten sinnvoll?

Ab wann man zu cholesterinsenkenden Medikamenten greifen sollte, ist ziemlich umstritten: Wissenschaftler warnen vor der voreiligen Einnahme der Tabletten, denn häufig werden diese verschrieben, ohne dass sie für den Patienten nötig wären.

Allgemein gilt: Wird der Grenzwert von 200 Milligramm Gesamtcholesterin pro Deziliter im Blut überschritten, ist der Cholesterinwert zu hoch.

Für Patienten, die zur Risikogruppe für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören, zum Beispiel Raucher, Diabetiker, Übergewichtige oder mit familiärer und erblicher Vorbelastung, kann ein erhöhter Cholesterinspiegel gefährlich werden. Bei Patienten mit mehreren Risikofaktoren könnte der zu hohe Cholesterinwert in schlimmen Fällen zu Schlaganfall oder Herzinfarkt führen, weshalb eine Einnahme der Cholesterinsenker sinnvoll sein kann.

Auch wenn man bereits eine Herzkranzgefäßerkrankung oder einen Schlaganfall erlitten hat oder Durchblutungsstörungen im Bereich des Gehirns oder im Bein sowie einen Verschluss im Bein hat, ist die Einnahme von cholesterinsenkenden Tabletten in Absprache mit dem Hausarzt ratsam, damit sich der Cholesterinspiegel wieder normalisiert.

Liegt keine Vorerkrankung vor und treffen keine der Risikofaktoren zu, sollte jedoch eine Lebensstiländerung vorgezogen werden, bevor man cholesterinsenkende Tabletten einnimmt. 

Ausführlich: Was Sie über Ihre Cholesterinwerte wissen sollten 

Cholesterin-Tabletten: Welche gibt es?

In den gängigsten Tabletten, die gegen zu hohe Cholesterinwerte verschrieben werden, ist der Arzneistoff “Statin” enthalten. Statine sind sogenannte Cholesterin-Synthese-Enzym-Hemmer (CSE-Hemmer) und haben die Aufgabe, das körpereigene Cholesterin, das in der Leber produziert wird, zu hemmen.

In Deutschland zugelassene Medikamente, die Statin enthalten, sind:

  • Simvastatin

  • Lovastatin

  • Atorvastatin

  • Pravastatin

  • Fluvastatin

  • Pitavastin

  • Rosuvastatin

Empfohlen wird, die Tabletten Abends einzunehmen um einen größeren Effekt zu erzielen. Die Therapie mit Statinen kann dabei helfen, das Risiko für lebensgefährliche Durchblutungsstörungen in Herz und Hirn zu reduzieren. Statine minimieren auch die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls, falls man bereits an Herz-Kreislauf-Krankheiten wie einem Herzinfarkt erkrankt war.

Allerdings könne das Medikament den Cholesterinspiegel gesunder Menschen nicht oder nur minimal senken. Auch Nebenwirkungen, die nicht unterschätzt werden sollten, könnten auftreten.

Welche Nebenwirkungen hat der Stoff?

Als Nebenwirkungen der Medikamente, die Statin enthalten, werden häufig Muskelschmerzen, Leberprobleme, Nierenversagen genannt. Aktuelle Studien besagen außerdem, dass das Risiko für Speiseröhrenkrebs erhöht wird. Auch als weitere, mögliche Nebenwirkung wird Grauer Star erwähnt.

Welche Alternativen gibt es?

Der Arzneistoff Ezetimib soll das schlechte Cholesterin LDL um ca 20 % senken und wird laut mehrerer Studien häufig gut vertragen. Häufig verschreibt der Arzt Ezetimib-Medikamente in Kombination mit Statin enthaltenen Tabletten und einer Diät, um die Cholesterinwerte zu senken und Risikopatienten vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu schützen.

Cholesterinsenkende Medikamente immer nur in Absprache mit dem Arzt

Bevor Sie cholesterinsenkende Medikamente einnehmen, sollten Sie deshalb auf jeden Fall einen Arzt konsultieren. Nach einer sorgfältigen Untersuchung kann dieser Sie individuell beraten, ob sie eine Therapie mit cholesterinsenkenden Tabletten in Erwägung ziehen und zu welchen Sie greifen sollten. Auch über mögliche Nebenwirkungen der Tabletten kann er informieren.

Tipp: Wer cholesterinsenkende Medikamente einnimmt, sollte auf jeden Fall regelmäßig zum Gesundheitscheck gehen. Leberschäden merke der Patient selbst erst dann, wenn es bereits zu spät sei. Im schlimmsten Fall könnten sogar Hirnblutungen auftreten.

Cholesterin ohne Medikamente senken: Abnehmen und fettarme Ernährung können Wunder wirken

Viele der Menschen, bei denen das Cholesterin erhöht ist, bemühen sich verzweifelt, durch den Verzicht auf Lebensmittel wie Eier und Butter ihren Cholesterinspiegel zu senken. Eine ausgewogene Ernährung ist – genau wie Normalgewicht und genügend Bewegung – tatsächlich eine gute Basis für ein gesundes Leben.

Anstatt cholesterinsenkende Medikamente über einen langen Zeitraum einzunehmen, sollten übergewichtige Menschen deshalb eher abnehmen und ihren Lebensstil ändern. Wenn man durch Sport oder mehr Bewegung ein paar Kilogramm verlieren, kann man den Cholesterinspiegel auch ohne Medikamente senken. Dabei sollte auch auf eine fettarme Ernährung geachtet werden: Fett- und kalorienreiche Lebensmittel sollten bestmöglich gemieden und durch frisches Obst, Gemüse, Salat und Vollkornprodukte ersetzt werden.

Ein weiterer Tipp für die Ernährung: Einige pflanzliche Produkte, zum Beispiel Knoblauch-Extrakte und Artischocken, enthalten natürliche Stoffe, welche die Bildung von Cholesterin in der Leber hemmen und die Fettverbrennung anregen können. Ein Arzt oder Ernährungsberater kann Ihnen weitere Tipps geben.

Ausführlich: Cholesterin ohne Medikamente senken


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