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Hinterkopfschmerzen: Ursachen und Behandlung

24.05.2013, 14:18 Uhr | fh (CF)

Hinterkopfschmerzen sind ein Volksleiden. In vielen Fällen stecken harmlose Ursachen dahinter. Bei andauernden Beschwerden, stärker werdender Schmerzintensität und besonders heftigen Attacken sollten Sie jedoch einen Arzt aufsuchen, um ernsthafte Gründe für die Hinterkopfschmerzen ausschließen und Behandlungsmethoden zu entwickeln.

Häufige Ursache von Hinterkopfschmerzen: Verspannungen

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten körperlichen Leiden in Deutschland. Rund zehn Millionen Deutsche leiden regelmäßig darunter, wobei Frauen häufiger als Männer betroffen sind. Wie Professor Markus Naumann, Chefarzt der Neurologischen Klinik auf dem Portal des Klinikums Augsburg betont, sollten Betroffene möglichst frühzeitig auf den Schmerz reagieren: "Es ist wichtig zu wissen, dass Kopfschmerzen Warnsignale des Körpers sind, die nicht ignoriert werden dürfen."

Bevor eine geeignete Behandlungsmöglichkeit entwickelt werden kann, müssen die Ursachen für Hinterkopfschmerzen eingegrenzt werden. Diese sind – im Gegensatz zur neurologischen Störung Migräne – häufig verhaltensbedingt. Sie können zum Beispiel durch Stress, verspannte Halsmuskeln, unbewusstes Zähneknirschen oder Haltungsfehler ausgelöst werden. Der Schmerz strahlt bei vielen Patienten vom Rücken in den Hinterkopf, die Stirn, Augen, Schläfen und sogar den Kiefer aus.

Wenn der Kopfschmerz immer wiederkehrt

Es gibt aber auch sehr gefährliche und lebensbedrohliche Erkrankungen, die mit Hinterkopfschmerzen einhergehen, weshalb Sie immer einen Arzt aufsuchen sollten, um die Ursache genau abzuklären. Eine Röntgenuntersuchung liefert Hinweise auf einen Bandscheibenvorfall oder Verletzungen an der Halswirbelsäule. Im besten Fall lassen sich diese mit Krankengymnastik oder Massagen beheben, im schlimmsten nur durch eine Operation. Mit einer Computertomografie kann relativ schnell ausgeschlossen werden, dass eine Tumorerkrankung Ursache für die Kopfschmerzen ist.

Treten starke Schmerzen im Hinterkopf ganz plötzlich auf, könnte eine Hirnblutung vorliegen. Ein Alarmsignal sind zusätzliche Symptome wie Schwindel, Sehstörungen, Nackensteifheit oder Bewusstseinsveränderungen. Hier zählt jede Sekunde. Handelt es sich um eine Hirnhautentzündung, eine sogenannte Meningitis, ist die Behandlung im Krankenhaus zwingend erforderlich.

Behandlung von Hinterkopfschmerzen

Hat der Arzt lediglich Verspannungen als Ursache diagnostiziert, ist eine medikamentöse Behandlung von Hinterkopfschmerzen nicht nötig. Schon eine viertelstündige Massage mit zehnprozentigem Pfefferminzöl an Schläfen, Scheitel und Nacken ähnlich lindernd wie eine Paracetamoltablette wirken, so die Kopfschmerz-Experten um Prof. Hartmut Göbel laut dem "Stern". Vor allem Wärme hilft, angespannte und verkrampfte Muskeln zu lösen. Tipp: Gönnen Sie sich ein Bad, eine Wärmflasche, einen Saunabesuch oder feucht-heiße Kompressen für die Nacken- und Stirnpartie.

Manchen Patienten hilft jedoch genau das Gegenteil: Kälte. Bei leichten, gelegentlichen Schmerzen können kalte Fußbäder und Kompressen Wunder bewirken. Um Verspannungen vorzubeugen, sollten Übungen zur Kräftigung der Muskulatur durchgeführt werden. Auch verschiedene Entspannungstechniken wie autogenes Training sind zu empfehlen. 

Manchmal helfen nur noch Schmerzmittel

Migräne-Geplagten helfen solche Hausmittel selten. Anstatt sich mit den Hinterkopfschmerzen lange zu quälen, können Sie nach vorheriger Rücksprache mit Ihrem Arzt testen, welches Schmerzmittel bei Ihnen die beste Wirkung erzielt. Viele schwören auf den bekannten Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS). Da dieser häufig nur schlecht vertragen wird, kann alternativ auch Paracetamol oder 400 bis 600 Milligramm Ibuprofen eingenommen werden.

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