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Schlaganfall: So schlimm sind die Folgen

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Schlaganfall  

So schlimm sind die Folgen eines Schlaganfalls

09.05.2012, 15:01 Uhr | akl/ dpa

Schlaganfall: So schlimm sind die Folgen . Wird bei einem Schlaganfall nicht schnell gehandelt, kann das schlimme Folgen haben.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wird bei einem Schlaganfall nicht schnell gehandelt, kann das schlimme Folgen haben. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Schlaganfall kann tödlich enden. Doch selbst wer überlebt, muss mit schweren Schäden rechnen. So kann es neben Sprachstörungen und dem Verlust der Fremdsprache auch zu Lähmungserscheinungen und Sehstörungen kommen. So schlimm sind die Folgen des Hirninfarkts.

Sterberisiko nach dem Schlaganfall erhöht

Rund 270.000 Schlaganfälle ereignen sich jedes Jahr in Deutschland. So gilt er neben Krebs- und Herzerkrankungen als dritthäufigste Todesursache. Nach einem Schlaganfall ist das Risiko zu sterben sehr hoch. Rund 20 Prozent der Betroffenen sterben innerhalb der ersten vier Wochen und über 37 Prozent innerhalb eines Jahres, so die Deutsche Schlaganfall Hilfe. Da das Gehirn dabei stark geschädigt werde, sei rund die Hälfte der überlebenden Patienten dauerhaft behindert und auf fremde Hilfe angewiesen. Fast eine Million Deutsche hätten mit den Folgen zu kämpfen.

Gesichtsmuskulatur ist häufig gelähmt

Zu den möglichen Folgen eines Schlaganfalls zählen neben Lähmungen auch Gefühlsstörungen in den Armen und Beinen. Berührungen, Schmerzen, aber auch Temperaturen werden dann nur teilweise oder gar nicht wahrgenommen. Ist die Gesichtsmuskulatur gelähmt, hängt der Mundwinkel herab. Zudem fällt es den Betroffenen schwer, zu sprechen und zu schlucken. Oft kann man nicht verstehen, was die Betroffenen sagen möchte, da diese undeutlich, abgehackt, monoton oder nur sehr langsam sprechen. Oft ergibt das Gesagte keinen Sinn.

Die Fremdsprache kann verloren gehen

Der Verlust der Sprache ist eine der häufigsten Schlaganfallfolgen. Rund ein Drittel der 270.000 Schlaganfallpatienten pro Jahr ist davon betroffen. Darauf weist die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe hin. Oft verschwinde die Sprachlosigkeit in der Muttersprache zwar wieder, eine Fremdsprache bleibe aber häufig außen vor - egal wie gut der Patient sie vor dem Schlaganfall beherrscht hat. Das Gehirn speichere Sprachen offenbar nicht automatisch in denselben Arealen, erläutert die Stiftung.

Fremdsprachen sind anfällig für Störungen

In der Regel seien die Synapsen dort stärker ausgeprägt, wo die Muttersprache im Hirn angesiedelt ist, sagt Holger Grötzbach, Leiter der Sprachtherapie in der Asklepios-Klinik Schaufling. Das hänge mit der stärkeren emotionalen Bindung zur Muttersprache zusammen, die sich aus der Biografie und den Erinnerungen des Patienten ergeben. Eine Fremdsprache sei dagegen viel anfälliger für Störungen. Es sei daher sehr unwahrscheinlich, dass zum Beispiel ein Migrant mit Sprachverlust nach einem Schlaganfall neben seiner Muttersprache auch noch die Sprache seiner neuen Heimat wieder vollständig erlernt.

Tunnelblick durch Sehstörungen

Kommt es zu Sehstörungen, haben die Patienten häufig den so genannten Tunnelblick oder sehen Dinge doppelt. Viele können auch nur noch auf einem Auge sehen. Neben Gleichgewichtsstörungen kann es auch zu Bewusstseins- und Wahrnehmungsstörungen kommen. Dann werden Gegenstände zwar erkannt, aber nicht richtig verwendet.

Der Schlaganfall verändert die Persönlichkeit

Da das Gehirn bei einem Schlaganfall stark geschädigt wird, leiden viele Patienten unter Stimmungstiefs. Sie sind depressiv und antriebslos. Betroffene leiden unter plötzlichen Wutausbrüchen oder fangen ohne Grund an zu Weinen. Oft wirken sie teilnahmslos und uninteressiert.

Bei Verdacht den FAST-Test durchführen

Bei Verdacht auf einen Schlaganfall muss schnell gehandelt werden, damit Gehirnzellen vor dem Absterben bewahrt werden können. Mit Hilfe des FAST-Tests können die Schlaganfall-Symptome überprüft werden. Die Buchstaben FAST stehen für "Face - Arms - Speech - Time" (Gesicht - Arme - Sprache - Zeit). Wenn Verdacht besteht, dass eine Person einen Schlaganfall erlitten hat, lässt sich anhand von drei einfachen Übungen eine schnelle und sichere Schlaganfall-Diagnose erstellen.

Bitten Sie die betroffene Person zu lächeln, beide Arme gleichzeitig zu heben und einen einfachen Satz nachzusprechen. Wenn der Betroffene mit einer dieser Aufgaben Probleme hat, zählt jede Minute. Der Notruf muss sofort gewählt werden, denn je schneller die richtige Behandlung eingeleitet wird, desto besser sind die Heilungschancen. Schlaganfall-Patienten werden am besten in spezialisierten Schlaganfall-Stationen, so genannten Stroke Units, versorgt.

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