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Vergesslichkeit: ab wann ist es Demenz?

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Vergesslichkeit  

Wie viel Vergesslichkeit ist normal?

27.06.2012, 13:08 Uhr | ag

Vergesslichkeit: ab wann ist es Demenz?. Vergesslichkeit kann das Leben ganz schön beeinträchtigen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vergesslichkeit kann das Leben ganz schön beeinträchtigen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schusseligkeit kann ganz schön nerven: Man verlegt den Schlüssel, lässt die Haustür offen und sucht das Auto in der Tiefgarage. Solange die Aussetzer nur gelegentlich vorkommen, ist alles im grünen Bereich. Anders sieht es aus, wenn die Zerstreutheit das tägliche Leben beeinträchtigt. Doch wann muss man sich Sorgen machen? Und wie kommt es, dass bei vielen Menschen die Merkfähigkeit schon in jungen Jahren nachlässt? Zwölf Ursachen für Vergesslichkeit

Schon ab Mitte Zwanzig baut das Gehirn ab

Bereits ab Mitte bis Ende Zwanzig lassen die Gehirnfunktionen nach. Der Hippocampus, der fürs Erinnerung und die räumliche Orientierung wichtig ist, schrumpft. Ebenso die Gehirnregion, die für das Kurzzeitgedächntis zuständig ist. Ab den Vierzigern machen sich diese Veränderungen deutlich bemerkbar: Reaktionsvermögen, Kurzzeitgedächtnis und Arbeitstempo verschlechtern sich. Kleine Aussetzer wie beispielsweise die Brille öfter mal zu verlegen oder Namen zu vergessen sind völlig normal. Wer jedoch wichtige Ereignisse wie den Geburtstag des Partners vergisst oder Dinge an ungewöhnliche Orte legt, sollte einen Arzt aufsuchen. Die Klärung der jeweiligen Ursache im Einzelfall ist eine anspruchsvolle Aufgabe für den Arzt und oft nur mit Hilfe spezieller Untersuchungen möglich. Viele Kliniken bieten hierzu "Gedächtnissprechstunden" an.

Ernährung und Gewicht beeinflussen das Gedächtnis

Insgesamt wirkt sich eine ungesunde Lebensweise mit wenig Bewegung und falscher Ernährung negativ auf das Gedächtnis aus. Amerikanische Forscher an der Northwestern University haben getestet, welchen Einfluss das Körpergewicht auf die Gedächtnisleistung hat. Sie befragten 8.745 Frauen im Alter von 65 bis 79 Jahren nach ihrem Body-Mass-Index (BMI) sowie ihrem Taillen- und Hüftumfang. Zusätzlich mussten die Probandinnen einen Gedächtnis-Test machen. Dabei zeigte sich, dass die Frauen umso weniger Punkte beim Gedächtnistest erzielten, je höher ihr BMI war. Dicke Menschen sind offenbar vergesslicher als Schlanke. Aber Vorsicht: Der Umkehrschluss "Je dünner, desto besser das Gedächtnis" ist falsch. Denn bei Magersucht nimmt nicht nur das Gewicht, sondern auch die Gehirnmasse ab - und damit wird auch das Gedächtnis geschädigt.

Kranke Schilddrüse kann vergesslich machen

Gedächtnisstörungen, Orientierungsprobleme oder starke Müdigkeit haben oft eine Unterfunktion der Schilddrüse als Ursache, sagt der Berufsverband Deutscher Internisten. Betroffene sollten in diesem Fall einen Internisten oder Endokrinologen aufsuchen. Eine Unterfunktion der Schilddrüse tritt den Angaben zufolge meist zwischen dem 40. und dem 70. Lebensjahr auf. Frauen sind dabei deutlich häufiger betroffen als Männer. Mit einem Schilddrüsenhormonpräparat lässt sich die Unterfunktion wieder ausgleichen. Damit verschwinden dann meist rasch die geistigen Aussetzer.

Stress und Müdigkeit als Erinnerungs-Killer

Bei Stress und Übermüdung speichern wir Informationen anders ab, als wenn wir entspannt sind. Ein Experiment amerikanischer Forscher an der State University of New York in Buffalo hat ergeben, dass in hektischen Situationen das so genannte prozedurale Gedächtnis aktiviert wird. Darin werden normalerweise Informationen abgelegt, die wir unbewusst abrufen - zum Beispiel, wie man Fahrrad fährt. Diese Informationen sind aber schwer auffindbar, wenn wir bewusst danach suchen. Wer in einer stressigen Situation seinen Schlüssel irgendwo ablegt, hat deshalb später größere Schwierigkeiten, ihn wiederzufinden. Multi-Tasking, zum Beispiel gleichzeitig telefonieren, E-Mails lesen und Schreibtisch aufräumen, wirkt sich ebenfalls negativ auf die Gedächtnisleistung aus. Das gleiche gilt für depressive Störungen und Schlafmangel.

Nur vergesslich oder schon dement?

Dass sich leichte Gedächtnisstörungen mit zunehmendem Alter häufen, ist völlig normal. Nur bei einer Minderheit der Betroffenen jedoch handelt es sich hierbei um eine Vorstufe von Alzheimer. Zwei Drittel bleiben stabil, können den Alltag weiterhin gut meistern und erholen sich durch spezielle Trainingsmethoden wie beispielsweise Gehirnjogging sogar wieder von der geistigen Beeinträchtigung. Um eine beginnende Demenz zu entlarven, gibt es psychologische Testverfahren. Dabei müssen die Patienten sich zum Beispiel Wörter merken oder innerhalb einer Minute so viele Tiere aufzählen wie möglich. Darüber hinaus gibt es Bluttests, um andere Krankheiten auszuschließen. So können rechtzeitig mögliche behandelbare Ursachen von Gedächtnisstörungen gefunden werden. Eine Demenz ist zwar noch immer nicht heilbar, mit dem richtigen Therapiemix kann ihr Fortschreiten jedoch gebremst werden.



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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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