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Depressionen ernst nehmen: Ursachen und Therapien

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Stimmungstief  

Depressionen: Das sind die Ursachen und so können sie behandelt werden

07.04.2017, 07:27 Uhr | ek (CF), AFP

Depressionen ernst nehmen: Ursachen und Therapien. Ein Patient sitzt beim Arzt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Symbolbild/ monkeybusinessimages)

Wer unter einer Deprresion leidet, kannn sich Hilfe beim Arzt holen (Quelle: Symbolbild/ monkeybusinessimages/Thinkstock by Getty-Images)

Die Ursache für eine Depression herauszufinden, kann sehr hilfreich bei der Auswahl einer Therapie sein. Der Auslöser bestimmt häufig auch die Schwere der Depression. Was Sie über die Krankheit wissen sollten.

Jeder fünfte Bundesbürger erkrankt einmal im Leben an einer Depression. Depressionen sind auch die häufigste Ursache der jährlich rund 10.000 Suizide. Ulrich Hegerl, Chef der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, spricht von einer "leisen Krankheit". Viele Betroffene haben oft weder Hoffnung noch Kraft, sich professionelle Hilfe zu holen.

Körperliche Ursachen für Depressionen

Wenn Fachärzte von Auslösern oder Ursachen für Depressionen sprechen, geht es meist um zwei Faktoren: biologische und psychologische. In vielen Fällen ist die genaue Ursache allerdings nicht oder nur teilweise bekannt.

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Nach Angaben des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) wird davon ausgegangen, dass biologische Vorgänge, psychische Faktoren, die persönliche Situation und besondere Ereignisse im Leben bei der Entstehung einer Depression zusammenwirken.

Die biologischen Faktoren betreffen vor allem den Aufbau und die Aktivität des menschlichen Gehirns. Bei depressiven Patienten sind gewisse Regionen im Gehirn weniger ausgeprägt als bei gesunden Menschen. Dazu gehören zum Beispiel die Areale, die für die Entwicklung von Zielen und das Entstehen positiver Gefühle verantwortlich sind. Andere Regionen, die die Produktion von Stresshormonen und negativen Gefühlen steuern, sind häufig überaktiv. (Unipolare Depression: Sturz in ein schwarzes Loch)

Hinzu kommt, dass der Stoffwechsel im Gehirn einiger Menschen gestört ist. Serotonin und Noradrenalin werden dann nicht in ausreichender Menge produziert, berichtet das Gesundheitsportal "Onmeda". Diese Neurotransmitter können folglich ihre Aufgabe bei der Regulation von Gefühlen nicht richtig ausführen. Auch hormonelle Veränderungen können eine Ursache von Depressionen sein.

Die Anfälligkeit für Depressionen kann außerdem vererbt werden. Ein Hinweise darauf kann sein, dass die Erkrankung auch schon bei anderen Familienmitgliedern häufiger auftrat.

Psychologische Auslöser von Depressionen

Die Ursachen für eine Depression können auch seelischer Natur sein. Belastende Lebenssituationen lösen häufig eine sogenannte reaktive Depression aus. Der Tod eines Angehörigen oder der eigene Jobverlust zählen zu den häufigsten Ursachen. Eine Trennung kann ebenfalls eine Depression zur Folge haben.

Auch negative Erfahrungen in der Kindheit oder mit bestimmten Bezugspersonen können im späteren Leben Depressionen auslösen. Missachtung und Gewalt führen bei einigen Menschen später zu Gefühlen der Selbstablehnung und zur Ausbildung eines negativen Selbstbilds. Positive Ereignisse werden kaum wahrgenommen, negative und sogar neutrale Erlebnisse hingegen oft überbewertet.

Auch eine scheinbare Hilfslosigkeit gehört zu den Ursachen für Depression. Betroffene haben den Eindruck, nichts in ihrem Leben positiv beeinflussen zu können. In der Folge suchen sie im Fall eines Misserfolgs die Ursachen ausschließlich bei sich selbst. Da sie nichts tun können, um ihr Leben zu verbessern, muss der Grund für ihr Scheitern ihrer Ansicht nach bei ihnen selbst liegen. Andere Erklärungen werden gar nicht erst in Betracht gezogen.

Weitere Risikofaktoren für eine Depression sind Angststörungen, eine Alkohol-, Tabletten- oder Drogenabhängigkeit, Erkrankungen wie ein Schlaganfall, Krebs oder eine Schilddrüsenunterfunktion und anhaltender Stress.

Wie sich eine Depression äußert

Eine Depression lässt sich klar von normalen Stimmungsschwankungen abgrenzen. Als Kernsymptome gelten gedrückte Stimmung, Interessen- und Freudlosigkeit und Antriebsmangel, die über mindestens zwei Wochen anhalten. Hinzu kommen weitere Symptome wie Schlafstörungen, Appetitlosigkeit mit Gewichtsverlust, Konzentrationsschwäche, Gefühle von Schuld und Wertlosigkeit, Energielosigkeit, vermindertes sexuelles Interesse oder auch Gedanken an den Tod.

Auch körperliche Beschwerden wie Magen-Darm-Probleme, Schmerzen oder Schwindel können vorliegen. Bei jedem kann dies anders ausgeprägt sein. Unterschieden wird in leichte, mittelschwere und schwere Depressionen.

Eine Frau steht verloren am Strand. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/lolostock)Wer unter einer Depression leidet, fühlt sich oft einsam (Quelle: lolostock/Thinkstock by Getty-Images)

Mögliche Behandlungsmethoden bei einer Depression

Wie ein psychisches Tief bewältigt werden kann, hängt von der Schwere und den Ursachen für die Depression ab. Bei leichten Fällen hilft als Behandlung eine Gesprächstherapie bei einem Psychologen. Schwere Depressionen erfordern häufig zusätzlich die Verschreibung von Antidepressiva. Dabei müssen die Wirkstoffe sorgfältig ausgewählt und kombiniert werden.

Auch die Aufklärung des Patienten über seine Krankheit – die sogenannte Psychoedukation – spielt eine wichtige Rolle. Sie hilft Betroffenen beim Umgang mit der Depression.

Weitere Optionen zur Behandlung von Depressionen sind unter anderem Sport, Schlafentzug als therapeutische Behandlung sowie die Licht- und die Elektrokrampftherapie. Letztere wird nur noch sehr selten angewandt und in Zukunft möglicherweise gänzlich von der Magnetstimulationstherapie, die ähnlich wirkt aber Patienten weniger belastet, abgelöst, berichtet das Portal "gesundheit.de".

Neben dem Hausarzt als erste Anlaufstelle gibt es entsprechende Fachärzte und den sozialpsychiatrischen Dienst vor Ort. Hinweise dazu stehen auf der Webseite www.deutsche-depressionshilfe.de/stiftung/hilfe-fuer-betroffene.php.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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