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Rheuma: Weniger Medikamente durch richtige Ernährung

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Essgewohnheiten beeinflussen  

Rheumabeschwerden mit richtiger Ernährung entgegenwirken

11.09.2017, 10:56 Uhr | t-online.de

Rheuma: Weniger Medikamente durch richtige Ernährung. So können Sie Rheuma vorbeugen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Tharakorn)

So können Sie Rheuma vorbeugen. (Quelle: Tharakorn/Thinkstock by Getty-Images)

Die Essgewohnheiten der Rheumatiker sind in der Regel mitverantwortlich für ihre Beschwerden. Experten warnen etwa vor gesättigten Fettsäuren. So kann zum Beispiel die Arachidonsäure aus Fleisch, Leber, Eigelb, fettiger Wurst, Milch und fettigem Käse entzündliche Prozesse im Körper fördern.

Im Schnitt nehmen wir von diesen tierischen Fettsäuren siebenmal mehr auf als wir sollten. Eine bewusste Ernährung ist deshalb wichtig für das Wohlbefinden von Rheumapatienten. Im besten Fall kann der Arzt dann sogar die Verschreibung von Schmerzmitteln und Cortison reduzieren.

Weniger Medikamente bei richtiger Ernährung

Menschen mit entzündlichem Rheuma, die zweimal pro Woche Seefisch essen, nur fettreduzierte Milchprodukte kaufen und fette Fleisch- und Wurstsorten meiden, können ihre Beschwerden lindern und Medikamente einsparen, berichtet das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber". "Der Effekt setzt nach drei Monaten ein", sagt Professor Olaf Adam, Ernährungsmediziner und Internist an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Das gehört auf den Speiseplan

Die Deutsche Rheuma-Liga weist darauf hin, dass die richtige Ernährung bei Rheumapatienten enorm wichtig ist. Empfehlenswert sind Hering, Makrele, Lachs, Sardine oder Karpfen, da sie Omega-3-Fettsäuren enthalten. Außerdem sollten Pflanzenöle, wie Rapsöl oder Leinöl bevorzugt verwendet werden. Spinat, Fenchel, Weizenkleie, Rote Beete, Kohlrabi, Mangold, Feldsalat, Kohl und Kartoffeln sind reich an Kalium und gehören ebenfalls auf den Speiseplan. Gute Vitamin-Lieferanten sind Frucht- und Gemüsesäfte aus Orangen, Möhren, Roter Bete und Tomaten. Obst und Gemüse sollte generell möglichst unbehandelt verzehrt werden.

Übergewicht wirkt sich negativ aus

Außerdem sollten übergewichtige Rheumapatienten in erster Linie ihr Gewicht reduzieren, damit die Gelenke nicht zusätzlich belastet werden. Auch regelmäßige Fastenkuren unter ärztlicher Aufsicht können bei akuten Schmerzen für Linderung sorgen.

Erkrankung des Bewegungsapparates

Nach Schätzungen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie leiden rund zehn Millionen Deutsche an dieser Krankheit. Die Symptome sind vielfältig, da Rheuma keine einheitliche Erkrankung ist. Vielmehr handelt es sich bei Rheuma um einen Oberbegriff für verschiedene Erkrankungen des Bewegungsapparates, deren Ursache weder eine Verletzung noch ein Tumor ist. Am häufigsten sind Arthrose und entzündliche Gelenkerkrankungen wie Arthritis. Doch auch Erkrankungen der Weichteile, zum Beispiel die Fibromyalgie, oder Stoffwechselkrankheiten wie Gicht und Osteoporose sind weit verbreitete Rheumaformen. Fast immer gehen damit Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit einher.

Symptome oft falsch gedeutet

In vielen Fällen treten Gelenkschmerzen auf, die besonders nach Ruhezeiten stärker sind oder in den Morgenstunden beim Schlafen stören. Erst wenn sich die Betroffenen bewegen, lassen die Beschwerden nach. Diese so genannte Morgensteifheit ist ein typisches Zeichen für eine rheumatische Entzündung. Sie äußert sich auch durch Schwellungen und Druckempfindlichkeit.

Zu Beginn werden die Symptome von den Betroffenen oft fehlgedeutet: So vermuten viele hinter den Beschwerden ein Meniskusproblem oder nur eine Überbelastung. Und auch die Rückenschmerzen nach dem Aufwachen werden oft auf falsches Liegen oder eine schlechte Matratze geschoben. Je nach Rheumaart kann sich die Krankheit auch ganz anders bemerkbar machen: durch Fieber, Gewichtsverlust oder allgemeines Unwohlsein. In seltenen Fällen treten Beschwerden an Herz, Lunge, Magen oder Augen auf. Eine eindeutige Diagnose kann aber nur ein Arzt stellen.

Jeder Patient benötigt eine eigene Therapie

Bis heute ist Rheuma nicht heilbar. Um Folgeschäden zu vermeiden, ist es aber wichtig, dass die Krankheit so früh wie möglich erkannt wird. Die Behandlung zielt darauf ab, die Beschwerden zu lindern und die Zerstörung der Gelenke zu verhindern. Entscheidend dabei: Jeder Patient braucht seine eigene Therapie, denn nicht alle Therapiemethoden eigenen sich für die verschiedenen Rheumaarten. So dürfen Entzündungen nur mit Kälte behandelt werden, bei Muskelproblemen ist hingegen Wärme besser.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.


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