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Uveitis: Augenentzündung als Folge von Rheuma

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Rote Augen  

Uveitis: Augenentzündung als Folge von Rheuma

25.02.2013, 11:40 Uhr | tm (CF)

Uveitis: Augenentzündung als Folge von Rheuma. Uveitis ist eine Augenentzündung und kann als Folge von Rheuma auftreten (Quelle: imago/Peter Widmann)

Uveitis ist eine Augenentzündung und kann als Folge von Rheuma auftreten (Quelle: Peter Widmann/imago)

Rheuma kann nicht nur die Gelenke betreffen, sondern in der Folge auch Augenentzündungen wie Uveitis hervorrufen. Ursache hierfür ist ebenfalls eine Überreaktion des Immunsystems, die in Extremfällen bis zur Erblindung führen kann. Zu den Betroffenen können Patienten aller Altersstufen gehören. Eine rechtzeitige Erkennung ist für die Behandlung besonders wichtig.

Rotes Auge als Anzeichen für rheumatische Augenentzündung

Auch wenn gerötete Augen meist harmlose Ursachen haben, sollten Rheumapatienten hier besonders achtsam sein. Hinter diesem Symptom kann sich neben einer Bindehautentzündung auch eine schwerwiegende Augenkrankheit wie Uveitis verbergen. Dauert die Rötung länger als 48 Stunden an, sollten Sie auf jeden Fall einen Augenarzt aufsuchen, rät Professor Uwe Pleyer von der Universitäts-Augenklinik der Charité in Berlin in seinem Manuskript zur Pressekonferenz 2012 der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD).

Ist tatsächlich Rheuma für die geröteten Augen verantwortlich, kann theoretisch die gesamte Struktur des Auges Schaden nehmen. Vor allem aber die mittlere Augenhaut – die sogenannte Uvea mit Iris, Strahlenkörper und Aderhaut – ist hierbei betroffen. Eine Entzündung der Uvea – eine Uveitis – löst bei Patienten mit rheumatischer Arthritis häufig starke Schmerzen aus. Diese tritt in der Regel aber erst ab dem 40. Lebensjahr auf. Bei Kindern setzen hingegen häufig überhaupt keine Symptome ein. Es muss noch nicht einmal zu einer Rötung der Augen kommen, so der Jugendrheumatologe Dr. Ivan Foeldvari in einem Interview mit dem "Hamburger Abendblatt". (Besser sehen: Durch Augentraining Sehkraft verbessern)

Uveitis bei Kindern: Häufig zu spät erkannt

Dies sei auch der Grund, warum die Augenentzündung bei Kindern oft zu lange unerkannt bliebe. Entsprechend sollten Kinder, bei denen eine rheumatische Erkrankung bekannt ist, regelmäßig beim Augenarzt vorstellig werden. Dieser kann anhand eines Screenings eine sogenannte "weiße" Uveitis sicher diagnostizieren. Laut Foeldvari erkranken hieran etwa zehn Prozent der jungen Patienten, die unter Kinderrheuma leiden. Eltern sollten hier besonders auf eine erhöhte Lichtempfindlichkeit ihrer Kinder achten. Auch wenn Kinder von schwarzen Schleiern oder Punkten im Sichtfeld erzählen, sollte sobald wie möglich der Gang zum Augenarzt erfolgen.

Rheumatische Augenentzündungen können bei Kindern allerdings ganz verschiedene Formen annehmen – abhängig davon, an welcher Art der Autoimmunerkrankung sie leiden. Löst sie beispielsweise Sehnenschmerzen aus, treten meist auch Rötungen sowie Schmerzen des Auges auf. Eine Entzündung der Achillessehne zieht hingegen häufiger eine Skleritis nach sich. Diese Augenentzündung betrifft die Lederhaut, die den Augapfel umgibt. (Erklärung - Was ist die Augenmigräne?)

Folgen und Therapie bei Uveitis durch Rheuma

Zu den Folgen der Uveitis kann eine sogenannte Entrundung der Pupillenöffnung auftreten, die Linse kann sich trüben oder der Augeninnendruck schwanken. Bleibt die Krankheit lange Zeit unerkannt und wird entsprechend nicht behandelt, kann sich Kalzium in der Hornhaut einlagern oder sich ein Makulaödem bilden, das die Sehschärfe stark verschlechtert.

Bei der Therapie solcher Augenentzündungen durch Rheuma kommen in akuten Fällen meist Augentropfen auf Kortisonbasis zum Einsatz. Bei schwereren Fällen muss laut Uwe Pleyer sogar Kortison hinter das Auge gespritzt werden, wobei diverse Nebenwirkungen auftreten können – beispielsweise ein Anstieg des Augeninnendrucks. Wie bei Rheuma können auch Biologika zur Anwendung kommen.

Je nach Art der rheumatischen Erkrankungen müssen Betroffene damit rechnen, dass die Uveitis in Schüben immer wieder auftreten kann. Bei Kindern, bei denen weniger als fünf Gelenke durch Rheuma betroffen sind, besteht sogar eine Chance von 50 Prozent, dass die Erkrankung mit Ende der Pubertät vollkommen abklingt. (Rheuma-Anzeichen frühzeitig erkennen)

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