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Gefühle außer Kontrolle  

Borderline: Symptome der psychischen Störung

08.02.2016, 10:06 Uhr | nz (CF)

Borderline-Symptome als Liste. Starke Gefühlsschwankungen sind ein typisches Symptom der Borderline-Störung. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Starke Gefühlsschwankungen sind ein typisches Symptom der Borderline-Störung. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nicht immer sind die Symptome einer Borderline-Störung sofort zu erkennen – das gilt sowohl für Betroffene als auch für nahestehende Personen. Viele Symptome treten auch bei Depressionen oder anderen Persönlichkeitsstörungen auf. Dennoch hat das Borderline-Syndrom ein typisches Krankheitsbild.

Borderline-Symptome: So leiden Betroffene

Die American Psychiatric Association (APA), eine US-amerikanische Vereinigung von Psychiatern, unterscheidet in ihrem internationalen Klassifikationssystem für psychische Erkrankungen verschiedene Borderline-Symptome. Dazu gehören: 

  • Starke Impulsivität in mindestens zwei potentiell selbstschädigenden Bereichen, wie Geldausgeben, Sex, Drogenmissbrauch, Fressanfälle
  • extreme Stimmungs- und Gefühlsschwankungen: Betroffenen fällt es schwer, ihre Emotionen zu kontrollieren und angemessen auf Situationen zu reagieren
  • Angst vor dem Alleinsein mit verzweifeltem Bemühen dieses zu verhindern
  • Niedrige Reizschwelle bei Wut
  • Chronisches Gefühl von Leere
  • Gestörte Identitätswahrnehmung
  • Intensive aber instabile Beziehungen
  • Realitätsverlust, der dazu führt, dass das gesamte Umfeld als feindlich eingestuft wird
  • Selbstmorddrohungen, -versuche oder selbstschädigendes Verhalten
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Wie unter anderem das Klinikum Bremen-Mitte auf seiner Internetseite informiert, ist von einer Borderline-Persönlichkeitsstörung auszugehen, wenn mindestens fünf dieser Symptome auftreten.

Sichtbare Borderline-Symptome

Nicht immer merken Freunde, Angehörige und Kollegen sofort, was mit Betroffenen los ist. Sie erleben die sichtbaren Borderline-Symptome oftmals überraschend. Die Borderline-Patienten können dann auf den kleinsten Anlass plötzlich heftig reagieren, werden übermäßig wütend oder brechen in Tränen aus.

Viele Betroffene versuchen ihre inneren Spannungen und Gefühlsschwankungen außerdem dadurch abzubauen, dass sie sich selbst verletzen. Oft geschieht dies durch das sogenannte Ritzen der Unterarme oder das Ausdrücken von Zigaretten auf der Haut, wobei sichtbare Narben zurückbleiben. Manche Betroffene neigen zu irrationalem und unvernünftigem Verhalten und bringen dabei sich und andere in Gefahr, zum Beispiel durch rücksichtsloses Fahren. 

Borderline erkennen: Abgrenzung zu anderen Störungen

Borderline gehört zu den sogenannten emotional instabilen Persönlichkeitsstörungen. Eine Borderline-Persönlichkeitsstörung sicher zu erkennen, ist für Laien extrem schwierig. Das Krankheitsbild ist mit vielen anderen psychischen Störungen eng verwandt und kann in seiner Ausprägung stark variieren.

Bei einer fachärztlichen Diagnose muss daher zunächst ausgeschlossen werden, dass es sich um eine Depression, eine Schizophrenie, eine bipolare Störung oder eine andere Art der Persönlichkeitsstörung handelt. Sie alle können verschiedene Symptome mit der Borderline-Störung gemeinsam haben.

Dass es sich bei einem Borderline-Patienten nicht einfach um eine aufbrausende Persönlichkeit handelt, ist laut der "Apotheken Umschau" daran zu erkennen, dass Betroffene extrem unter ihrer schwierigen Gefühlslage und auch unter ihren impulsiven Handlungen leiden.

Borderline-Störung bei Männern und Frauen

Etwa drei Prozent der Bevölkerung leidern an der Borderline-Störung wie das Portal "neurologen-und-psychiater-im-netz.org" berichtet. Dabei scheinen Männer und Frauen gleichermaßen betroffen zu sein, jedoch begeben sich deutlich mehr Frauen in Therapie.

Unterschiede in der Symptomatik zwischen Männern und Frauen lassen sich generell nur schwer feststellen, da die Borderline-Störung meist nicht als alleinige psychische Störung auftritt. Dennoch lassen sich Tendenzen ableiten, wonach Männer eher zu aggressivem Verhalten mit Wutausbrüchen und risikoreichen Aktivitäten neigen. Frauen leiden eher unter Gefühlen der Trauer, Depressionen und neigen vermehrt zu Essstörungen. 

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