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Vaskuläre Demenz: Symptome, Risikofaktoren und Auslöser

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Demenz-Krankheit  

Vaskuläre Demenz: Das sind Symptome, Risikofaktoren und Auslöser

06.06.2017, 17:44 Uhr | cme, cch

Vaskuläre Demenz: Symptome, Risikofaktoren und Auslöser. Vaskuläre Demenz hat andere Ursachen als Alzheimer. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/AlexRaths)

Vaskuläre Demenz hat andere Ursachen als Alzheimer (Quelle: AlexRaths/Thinkstock by Getty-Images)

Vergesslichkeit, Orientierungsprobleme und Sprachstörungen: Rund 1,6 Millionen Menschen in Deutschland leiden laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft an Demenz. Nicht immer handelt es sich dabei um Alzheimer. Die zweithäufigste Form des Hirnabbaus ist die vaskuläre Demenz.

Eine vaskuläre Demenz entsteht, wenn kleine Blutgefäße im Gehirn verstopfen. Verantwortlich sind meistens kleine Schlaganfälle, durch die Gewebe im Hirn abstirbt. Zwar ähneln die Symptome der vaskulären Demenz denen der Alzheimer-Krankheit, doch die Demenz verläuft anders und wird auch anders therapiert. Typisch für diese Demenzform ist der stufenartige Verlauf.

Auslöser der vaskulären Demenz: Kleine Blutgefäße verstopfen

Das Gehirn wird über kleine und große Blutgefäße mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Wird der Blutfluss unterbrochen, kommt es schnell zu massiven Störungen im Gehirn. Bei einem Schlaganfall verstopft oder reißt ein großes Blutgefäß. Eine große Zahl von Hirnzellen stirbt ab, es kommt plötzlich zu Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen.

Verstopfen nur kleine Blutgefäße, sind die Auswirkungen zunächst gering. Eine Vaskuläre Demenz wird daher nicht sofort bemerkt, es handelt sich um einen schleichenden Prozess. Eine frühe Diagnose ist jedoch wichtig, um die Krankheit frühzeitig zu behandeln. Eine Wandverdickung in kleinen Blutgefäßen, die die tiefen Strukturen des Gehirns mit Blut versorgen, ruft die häufigste Variante der vaskulären Demenz hervor.

Vaskuläre Demenz: Symptome können plötzlich auftreten

Einige Symptome ähneln denen der Alzheimer Krankheit: So kommt es bei Vaskulärer Demenz zu Orientierungslosigkeit, Gedächtnisstörungen, Sprachstörungen sowie zu Problemen bei Alltagstätigkeiten. Zusätzlich sind häufig Bewegung und Koordination beeinträchtigt, so stürzen Betroffene zum Beispiel leichter. Zudem können Lähmungen und Sehstörungen auftreten, was bei Alzheimer anfangs eher untypisch ist. Gelegentlich treten die Symptome sehr plötzlich auf – zum Beispiel im Zusammenhang mit einem Schlaganfall.

Die Hauptsymptome bei einer vaskulären Demenz sind – im Gegensatz zu der Gedächtnisstörung bei einer Alzheimer-Krankheit – Verlangsamung, Denkschwierigkeiten oder Stimmungslabilität.

Verlauf: Vaskuläre Demenz verläuft stufenartig

Während Alzheimer in der Regel schleichend beginnt und sich kontinuierlich verschlechtert, verläuft die vaskuläre Demenz häufig stufenweise. Das heißt, der Zustand bleibt oft lange stabil und verschlechtert sich dann plötzlich. Manchmal stoppt die Erkrankung sogar ganz.

Die Diagnose kann nur durch mehrere Tests beim Arzt erfolgen. Dabei muss der Betroffene Fragen beantworten und einige Aufgaben auf dem Papier lösen – zum Beispiel geometrische Figuren zeichnen. Auch der Uhrentest kommt zum Einsatz. Häufig werden außerdem eine Computertomografie oder eine Kernspintomografie durchgeführt, um die Durchblutungsstörung im Gehirn zu erkennen.

Therapie: Medikamente verbessern Durchblutung im Gehirn

Schäden im Gehirn lassen sich in der Regel nicht mehr rückgängig machen. Allerdings gibt es Medikamente, die den Blutfluss im Gehirn verbessern und so das Fortschreiten der Demenz bremsen können. Unter anderem verordnen Ärzte Acetylsalicylsäure, auch bekannt als Aspirin, oder Clopidogrel, um die Durchblutung zu verbessern.

Zudem werden auch die Ursachen der vaskulären Demenz in der Therapie bekämpft. Die häufigsten Risikofaktoren sind Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Herzerkrankungen, erhöhte Blutfettwerte, ein hoher Cholesterinspiegel, Übergewicht, Bewegungsmangel und Tabakkonsum.

Lebenserwartung mit einer vaskulären Demenz

Demenzen dauern bis zum Tode an. Die Krankheitsdauer lässt sich im Einzelfall nicht mit hoher Zuverlässigkeit vorhersagen. Laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft gilt allgemein, dass die Überlebenszeit umso geringer ist, je später im Leben die Erkrankung auftritt, je schwerer die Symptome sind und je mehr körperliche Begleiterkrankungen bestehen.

Demnach beläuft sich bei einem Krankheitsbeginn im Alter von weniger als 65 Jahren die Krankheitsdauer im Durchschnitt auf acht bis zehn Jahre. Bei einem Beginn zwischen 65 und 75 Jahre beträgt sie sieben Jahre; bei einem Beginn zwischen 75 und 85 Jahre weniger als fünf Jahre. Menschen, die mit über 85 Jahren an Demenz erkranken, haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von drei Jahren.

Die Krankheitsdauer schwankt allerdings sehr stark zwischen den Erkrankten. Europäische Studien zeigen eine mittlere Krankheitsdauer von drei bis sechs Jahren auf.

Bewegung und gesunde Ernährung beugen vor

Mit einer gesunden Lebensweise lässt sich das Risiko für vaskuläre Demenz beeinflussen. Regelmäßige Bewegung ist dabei ebenso wichtig wie das Halten des Normalgewichts. Zudem sollte man Blutdruck sowie Blutfett- und Blutzuckerwerte regelmäßig kontrollieren lassen. Bluthochdruck ist laut Deutscher Alzheimer Gesellschaft der wichtigste Risikofaktor. Auch wer geistig aktiv bleibt und offen für Neues ist, hält sein Gehirn fit. Eine vaskuläre Demenz lässt sich zwar nicht in jedem Fall verhindern. Aber jeder kann sein persönliches Risiko deutlich senken.

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