Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome > Herz-Kreislauf >

Schlaganfall: Auf Vorhofflimmern folgt häufig der Schlaganfall

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Herz-Kreislauf-Erkrankungen  

Herzrasen nicht auf die leichte Schulter nehmen

20.09.2013, 14:44 Uhr | t-online, stw

Schlaganfall: Auf Vorhofflimmern folgt häufig der Schlaganfall . Schlaganfall: Vorhofflimmern wird häufig unterschätzt.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vorhofflimmern kann zum Schlaganfall führen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Atemnot, eine plötzlich aufsteigende Wärme im Kopf, ein beklemmendes Gefühl in der Brust und ein Herz, das sprichwörtlich bis zum Halse schlägt: So beschreiben Patienten ihren ersten Anfall von Vorhofflimmern. Viele Betroffene bemerken ihre Erkrankung allerdings erst spät und das Leiden kann weitere schlimme Folgen haben. Denn Vorhofflimmern kann einen Schlaganfall auslösen und das laut einer aktuellen Studie sogar schneller als bislang angenommen wurde.

Vorhofflimmern nicht auf die leichte Schulter nehmen

"In Deutschland gibt es jedes Jahr 200.000 Schlaganfälle. Bis zu 50.000 werden durch Vorhofflimmern ausgelöst. Während man bislang davon ausging, dass nur länger anhaltendes Vorhofflimmern das Schlaganfallrisiko erhöht, zeigt eine neue Studie aus Amsterdam mit 10.000 Patienten, dass bereits nach einer Stunde das Schlaganfallrisiko signifikant ansteigt", erklärte Professor. Dr. Thorsten Lewalter auf dem 7. Internationalen Symposium für interventionelle Elektrophysiologie.

"Für die Betroffenen kann dies nur bedeuten: Nehmen Sie Vorhofflimmern nicht auf die leichte Schulter, sondern konsultieren Sie einen Arzt", warnt der Kardiologe.

Herzrasen und Angstgefühl als Warnsignale

Das Problem: Nicht alle Betroffenen spüren die Herzrhythmusstörung, sodass das Flimmern nicht diagnostiziert wird. Typische Anzeichen eines Vorhofflimmerns sind ein unregelmäßiger Puls, Herzrasen, Atemnot und Angstgefühl. Auch Herzstolpern, Schwindel sowie körperliche Schwäche sind Warnzeichen, die man ernst nehmen sollte. Wird die Krankheit früh erkannt, lässt sich nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen verbessern, auch das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, sinkt

Ärzte raten daher dazu regelmäßig den Puls zu kontrollieren. "Messen Sie regelmäßig im Monat Ihren Puls. Wenn Ihr Herz nicht im Takt schlägt, sollten Sie sich sicherheitshalber untersuchen lassen", betont der Experte.

So entsteht Vorhofflimmern

Das Vorhofflimmern entsteht, wenn sich die Herzvorhöfe aufgrund der fehlerhaften Ausbreitung der Herzströme nicht mehr richtig zusammenziehen, sondern nur noch unkoordiniert zucken. Im Normalzustand schlägt das Herz rund 70 Mal in der Minute, beim Flimmern der Vorhöfe kann die Herzschlagfolge auf bis zu 150 Schläge pro Minute steigen. Das belastet nicht nur den Herzmuskel, sondern schränkt wegen der reduzierten Pumpleistung auch die Leistungsfähigkeit des Betroffenen ein.

Vorübergehendes Vorhofflimmern kann auch dauerhaften werden. Wenn das Blut im Vorhof nicht zirkuliert, gerinnt es. Und die Gerinnsel können sich lösen und zum Gehirn aufsteigen. Dann ist die Gefahr eines Schlaganfalles groß.

Herzkrankheit, Bluthochdruck und Übergewicht als Ursache

Mediziner halten die unterschiedlichsten Krankheitsursachen für möglich. Die überwiegende Zahl der Betroffenen leidet bereits an einer Herzkrankheit. Dazu gehören vor allem kranke Herzkranzgefäße, Herzklappenfehler und Herzmuskelerkrankungen. Etwa ein Drittel der Patienten hat zu hohen Blutdruck. Auslöser kann auch die Überfunktion der Schilddrüse sein. Risikofaktoren sind zudem Diabetes und Übergewicht. Die Therapie kann deshalb nur gelingen, wenn die Grunderkrankungen mitbehandelt werden.

Patientenzahlen steigen drastisch

An Vorhofflimmern leiden rund eine Million Menschen in Deutschland. Ärzte erwarten, dass sich die Zahl der Patienten in den nächsten 20 Jahren verdreifacht. "Neue Hochrechnungen zeigen, dass bereits 1,8 bis 2,2 Millionen Bundesbürger unter dieser Herzrhythmusstörung leiden. Bislang war man in Deutschland von 800.000 bis 1,2 Millionen Betroffenen ausgegangen. In den nächsten 50 Jahren wird sich diese Zahl sogar noch verdoppeln", sagt Lewalter.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Shopping
Shopping
50,- € "Wohnachtsgeld"* oder Gratisversand* für Sie
exklusiv im Onlineshop auf Höffner.de
Shopping
Das ideale Geschenk – NIVEA Eau de Toilette
bis 18.12.versandkostenfrei bestellen auf NIVEA.de
Shopping
Die neuen Teufel Sound-Superhelden zu Top-Preisen
Heimkino, Portable, Kopfhörer und mehr
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Meistgesuchte Themen A bis Z

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017