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Demenz: Alkoholmissbrauch ist das größte Risiko

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Studie untersucht frühe Form der Demenz  

Alkoholmissbrauch ist das größte Demenzrisiko

29.11.2013, 12:07 Uhr | cme

Demenz: Alkoholmissbrauch ist das größte Risiko. Demenz: Der geistige Verfall beginnt oft schon vor dem 65. Lebensjahr.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Demenz kann schon vor dem 65. Lebensjahr beginnen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn Demenz vor dem 65. Lebensjahr beginnt, reißt sie die Betroffenen mitten aus dem Leben. Mediziner sprechen dann von der "Young-onset dementia (YOD). Bislang glaubte man, dass vor allem genetische Faktoren an der frühen Form von Hirnverfall beteiligt sind. Doch eine schwedische Studie zeigt: Die größten Risiken für frühe Demenz entstehen an anderer Stelle.

480.000 Wehrpflichtige untersucht

Das Forscherteam der Umea University und des Karolinska Institute nutzten Daten einer Untersuchung von Wehrpflichtigen, die zwischen 1969 und 1979 zur Musterung kamen. Die 480.000 Studienteilnehmer wurden körperlich und psychologisch untersucht. Daneben wurden Alkohol- und Medikamentenkonsum sowie die Krankheitsgeschichte der Familie erfasst. Die Gesundheit der Probanden wurde rund 37 Jahre später erneut untersucht.

Alkoholmissbrauch verfünffacht das Demenzrisiko

Das Ergebnis: 487 Studienteilnehmer waren in der Zwischenzeit an Demenz erkrankt - im Schnitt mit 54 Jahren. Die Forscher konnten anhand der Daten neun Faktoren identifizieren, die das Erkrankungsrisiko erhöhten. Der mit Abstand größte Risikofaktor war der übermäßige Alkoholkonsum. Er erhöhte das YOD-Risiko fast um das Fünffache.

Laut WHO sollten Frauen täglich nicht mehr als ein bis zwei kleine Gläser (0,2 Liter) Bier oder ein kleines Glas Wein (0,125 Liter) trinken. Bei Männern liegt das Maximum bei drei kleinen Gläsern Bier oder 0,25 Liter Wein.

Schlaganfall, Depressionen und Medikamente als Risiken

Auf Platz zwei und drei der größten Risikofaktoren folgten Schlaganfall (Risiko 2,96-fach erhöht) und die Einnahme von Antipsychotika (Risiko 2,75-fach erhöht). Auch Depressionen sowie Demenz beim Vater steigerten die Gefahr, selbst zu erkranken, deutlich. Dagegen spielte eine Demenz bei der Mutter bezüglich des eigenen Risikos keine Rolle.

Forscher: Demenzentwicklung lässt sich bremsen

Weiterhin hatten Drogenmissbrauch, geringe kognitive Fähigkeiten, Bluthochdruck sowie eine Körpergröße von unter 1,80 Meter einen - wenn auch geringen - Einfluss auf den geistigen Verfall. Die Wissenschaftler erklärten, dass man auch der frühen Form der Demenz in jungen Jahren vorbeugen könne. Genetische Faktoren hingegen spielten eine geringere Rolle als bislang angenommen.

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