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Was tun bei Scheidenpilz? Symptome, Hausmittel, Behandlung

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Behandlung und Hausmittel bei Candida-Infektionen  

Was tun bei Scheidenpilz?

11.11.2015, 09:35 Uhr | ade

Was tun bei Scheidenpilz? Symptome, Hausmittel, Behandlung. Drei von vier Frauen sind mindestens einmal im Leben von einem Scheidenpilz betroffen.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Drei von vier Frauen sind mindestens einmal im Leben von einem Scheidenpilz betroffen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Drei von vier Frauen sind mindestens einmal im Leben von einem Scheidenpilz betroffen. Nicht wenige leiden sogar regelmäßig unter einer Pilzinfektion der Scheide - insbesondere in den Sommermonaten. Oft genügt ein einziger Schwimmbadbesuch und das lästige Leiden beginnt von neuem.

Ursachen

Wie kommt es zu einem Vaginalpilz?

Grundsätzlich sind Pilze wichtig für eine gesunde Scheidenflora und somit für den Körper ungefährlich. Unter bestimmten Bedingungen vermehren diese sich allerdings unverhältnismäßig und lösen eine Infektion aus. Hierbei handelt es sich meist um Arten des Candida-Stammes, die den Hefepilzen zugeordnet werden.

Wie vermehren sich Pilze?

Eine gesunde Scheidenflora braucht einen sauren pH-Wert. Dieser sollte zwischen 4 und 4,5 liegen. Verändert sich der pH-Wert, haben Pilze ein leichtes Spiel - Infektionen sind die Folge. Ursachen für eine Veränderung des pH-Wertes können Hormonschwankungen, Stress, falsche Intimhygiene, luftundurchlässige Kleidung und Slipeinlagen sein. Aber auch Erkrankungen wie Diabetes oder Medikamente wie Antibiotika können die Scheidenflora beeinflussen.

Symptome

Diese Anzeichen deuten auf eine Pilzinfektion hin

Juckreiz, heftiges Brennen und vermehrter, weißlicher oder bröckeliger Ausfluss sind typische Symptome. Rötungen und Schwellungen sprechen ebenfalls für eine Pilzinfektion. In manchen Fällen treten sogar Bläschen und Pusteln auf.

Behandlung und Hausmittel

Scheidenpilz ist lästig, aber gut behandelbar

Die meisten Medikamente gegen Vaginalpilz sind nicht verschreibungspflichtig und in Apotheken oder Drogerien erhältlich. Die sogenannten Antimykotika gibt es als Cremes, Salben oder Zäpfchen und eignen sich zur schnellen und effektiven Candida-Behandlung. Je nach Dosierung der Präparate dauert die Behandlung ungefähr eine Woche. "Dabei ist der Ausheilungsprozess ganz wichtig", erklärt der Wiesbadener Gynäkologe Dr. Klaus J. Doubek." Ein großer Teil der Rückfälle basiert darauf, dass die Therapie nach ein, zwei Tagen beendet wird. Viele Frauen haben noch Reste dieser Arznei zuhause anstatt sie aufzubrauchen." Doch schon einfache Hausmittel helfen bei der Behandlung eines Vaginalpilzes oder beugen Neuinfektionen vor.

Joghurt mit Honig hilft

Studie belegt Wirksamkeit gegen Scheidenpilz

Eine natürliche Behandlung gegen Scheidenpilz ist eine Mischung aus Naturjoghurt und Honig. Forscher einer Studie aus dem Jahr 2012 empfehlen die Mixtur zusätzlich oder alternativ zu den herkömmlichen Antimykotika. Neben den positiven Eigenschaften der Milchsäurebakterien aus dem Joghurt wirkt der Honig entzündungshemmend und begünstigt die Heilung. Erfahren Sie mehr über Studie
So geht’s: Mischen Sie eine Tasse Naturjoghurt mit drei Teelöffel Honig. Betupfen Sie die betroffene Stelle mit einem Wattestäbchen und lassen Sie die Mischung 15 Minuten wirken. Danach waschen Sie sich sorgfältig mit klarem Wasser. Wiederholen Sie diesen Vorgang drei bis vier Mal pro Woche.

Joghurt-Tampons beugen Pilzinfektionen vor

Zur Vorbeugung oder Vermeidung von Neuinfektionen lässt sich das gesunde Gleichgewicht in der Scheide stärken. Dies kann mithilfe von Tampons geschehen, die in Naturjoghurt getaucht werden. Die Milchsäurebakterien aus dem Joghurt helfen, den gesunden pH-Wert der Scheide wieder herzustellen.

So geht’s: Halten Sie einen Tampon für circa zwei Minuten in Naturjogurt, so dass er sich vollsaugen kann. Führen Sie den Tampon ein und lassen sie das Ganze drei – vier Stunden, am besten aber über Nacht einwirken.
Wem das zu umständlich ist, der kann auch Zäpfchen mit Milchsäurebakterien aus der Apotheke verwenden. Diese helfen ebenfalls, das saure Scheidenmilieu wieder herzustellen.

Tipps
Behandlung und Vorbeugung einer Pilzinfektion

Keine Synthetik-Wäsche tragen

Wer zu Pilzinfektionen neigt, sollte auf Unterwäsche aus Synthetik genauso verzichten wie auf kunststoffbeschichtete Slipeinlagen. Sie schaffen ein feuchtes Klima, in dem Pilze gedeihen. Auch auf das Tragen sehr enger Hosen sollten Sie besser verzichten.

Keine übertriebene Intimpflege

Wer sich im Intimbereich ständig mit Seife oder speziellen Intimlotionen wäscht, stört die empfindliche Flora. Achten Sie bei der Körperhygiene darauf, pH-neutrale Seife zu verwenden.

Auf Hygiene achten

Wer eine Infektion hat, sollte seine Handtücher täglich wechseln und im Kochwaschgang waschen. Auch die Unterwäsche sollte bei 60 Grad gewaschen werden.

Vorsicht bei Whirlpools und Schwimmbädern

Wer gerne Schwimmen geht, sollte die nasse Kleidung nicht am Körper trocknen lassen. Wer mehrere Stunden im feuchten Badeanzug herumläuft, muss sich nicht wundern, wenn die Haut aufweicht und, zusätzlich gereizt vom Chlor, ihren natürlichen Schutzfilm verliert. "Der Scheideneingang wird dann zur Eintrittspforte für Infektionen" erklärt Dr. Doubek. Besonders Whirlpools gelten als Infektionsquelle für Scheidenpilze.

Entspannung nicht vergessen

Experten gehen davon aus, dass Stress die Infektion mit Pilzen begünstigt - denn Stress schwächt das Immunsystem. Unter solchen Bedingungen vermehren sich Hefepilze leichter und können Infektionen auslösen.

Ansteckungsgefahr für den Mann?
Scheidenpilz ist keine Geschlechtskrankheit

Die Gefahr einer Ansteckung durch Sex ist sehr selten. Pilze vermehren sich in feuchtwarmer Umgebung. Das männliche Glied ist eher trocken und somit kein optimaler Nährboden. Gefährdet sind Männer mit einer Vorhautverengung. Die empfindliche Haut am Penis kann, beispielsweise durch starkes Schwitzen im Sommer, anfällig für Pilze und Bakterien werden.

Leidet die Frau unter wiederkehrenden Pilzinfektionen, sollte sich der Partner vorsichtshalber untersuchen lassen. Aus seiner Beratungspraxis weiß Doubek, dass das heikle Thema für viele Paare nicht einfach anzusprechen ist. "Solche Infektionen sind noch immer stark tabuisiert." Dabei steht fest: Ein Scheidenpilz ist weder ein Anzeichen für Untreue noch für mangelnde Hygiene.

In der Heilungsphase sollten Sie auf Sex verzichten. Kleinste Verletzungen der Haut oder Schleimhaut erleichten Erregern das Einwandern und verzögern die Behandlung.

Ausführlich: Scheidenpilz - für den Partner ansteckend?

Scheidenpilz in der Schwangerschaft
Gefahr fürs Baby?

Durch den veränderten Hormonhaushalt sind schwangere Frauen besonders anfällig für Pilzinfektionen. Doch keine Angst: Ein Vaginalpilz stellt weder für die werdende Mutter, noch für das Kind ein Risiko da. Die Infektion sollte allerdings vor der Entbindung behandelt werden. Das ist wichtig, um eine Ansteckung des Babys während der Geburt zu vermeiden. Mit einem einfachen Abstrich kann der Gynäkologe feststellen, ob tatsächlich eine Infektion vorliegt.

Ausführlich: Pilzinfektionen - häufig in der Schwangerschaft

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