Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome > Demenz >

Alzheimer Symptome: Demenz beginnt nicht immer mit Vergesslichkeit

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Symptome im Frühstadium  

Alzheimer beginnt nicht immer mit Vergesslichkeit

25.04.2017, 09:58 Uhr | cme, dpa-tmn

Alzheimer Symptome: Demenz beginnt nicht immer mit Vergesslichkeit. Illustration eines Gehirns (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/alex-mit)

Demenz: Vergesslichkeit ist nicht immer ein Anzeichen (Quelle: alex-mit/Thinkstock by Getty-Images)

Nicht immer ist Vergesslichkeit das zentrale Anzeichen für eine Alzheimer-Erkrankung. Viel öfter zeigen sich bei Demenz-Patienten im Frühstadium andere Symptome. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Hinter Vergesslichkeit steckt oft eine Depression

Zu Beginn ist eine Demenz nicht leicht zu erkennen. Gedächtnisstörungen können auch durch psychische oder körperliche Erkrankungen verursacht werden – zum Beispiel durch eine Depression. "Depressive Episoden führen vorübergehend auch zu Gedächtnisproblemen sowie zu Handlungs- und Orientierungsproblemen", sagt Prof. Wolfgang Maier, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik Bonn.

Sprach- und Konzentrationsschwierigkeiten

Auch Prof. Alexander Kurz, Leiter des Zentrums für Kognitive Störungen in München, warnt vor vorschnellen Diagnosen bei Gedächtnisproblemen. Alarmiert müsse man erst sein, wenn die Symptome zunehmen, wenn zusätzlich zur Vergesslichkeit weitere Probleme auftreten – wie Sprachschwierigkeiten oder Unsicherheit bei der zeitlichen Orientierung. Auch wenn Alltagstätigkeiten wie Einkaufen, Kochen oder Banküberweisungen nicht mehr so gut funktionieren wie vorher, ist das ein Warnzeichen.

UMFRAGE
Haben Sie Angst, an Demenz zu erkranken?

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. weist ebenfalls daraufhin, dass Vergesslichkeit allein noch kein Warnsignal für eine Demenz ist. Studien haben gezeigt, dass fast jeder zweite Patient zunächst keine Gedächtnisprobleme hat, sondern anders auffällt.

So kommt es häufig vor, dass Betroffene im Anfangsstadium zunehmend Probleme bei der Arbeit haben, da sie sich nicht richtig konzentrieren können. Zudem fällt es vielen schwer, eine normale Unterhaltung zu führen, da sie plötzlich nicht mehr die richtigen Worte finden oder die Bedeutung von Worten einfach vergessen. Diese Störungen machen die Bewältigung des normalen Alltagslebens immer schwieriger.

Persönlichkeitsstörungen als Hinweis

Meist kommen noch weitere Symptome hinzu, zum Beispiel auffällige Verhaltensänderungen wie Streitlust, Feindseligkeit und Misstrauen bei ehemals ausgeglichenen Menschen. Auch Reizbarkeit, Unruhe und Nervosität treten bereits im Frühstadium der Krankheit auf. Viele Demenz-Patienten verlieren zudem allmählich ihr Interesse an Hobbys und Aktivitäten.

Alltägliches wird zum Problem

Im mittleren Stadium der Erkrankung fallen Betroffenen viele einfache Alltagsverrichtungen zunehmend schwer. An Tätigkeiten wie Autofahren ist nicht mehr zu denken. Auch die Orientierungsfähigkeit nimmt rapide ab. Zudem können Alzheimer-Patienten eine große innere Unruhe verspüren und die Wahrnehmung, dass sie krank sind, geht verloren.

Bei Alzheimer im fortgeschrittenem Stadium kommt es bei Betroffenen laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zu einem hochgradigen geistigen Abbau. Die Sprache beschränkt sich nur noch auf wenige Wörter. Demenz-Kranke sind nun bei allen Verrichtungen des täglichen Lebens auf Hilfe angewiesen.

Medikamente bremsen Fortschreiten der Krankheit

Psychologische Tests, die bei Hausärzten, Fachärzten und in Gedächtnissprechstunden an Kliniken, durchgeführt werden können, geben ersten Aufschluss darüber, ob eine Demenz vorliegt. Mit Hilfe von MRT- beziehungsweise CT-Aufnahmen des Gehirns oder durch eine Untersuchung des Nervenwassers kann eine Alzheimer-Erkrankung diagnostiziert werden.

Alzheimer ist nicht heilbar. Seit einigen Jahren gibt es aber zumindest Medikamente, die das Fortschreiten der Krankheit im Anfangsstadium um etwa ein Jahr verzögern können. Trotz der begrenzten Therapiemöglichkeiten raten Experten zu einer möglichst frühen Diagnose. "Das eine Jahr, in dem die Krankheit gebremst wird, würde ich mir nicht nehmen lassen", sagt Alexander Kurz. Außerdem könnten Betroffene bei einer frühen Diagnose rechtzeitig mit ihrer Familie die Zukunft planen und verfügen, wie sie versorgt werden wollen, wenn sie nicht mehr urteilsfähig sind.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Shopping
Neu: NIVEA PURE SKIN Gesichtsreinigungsbürste
jetzt versandkostenfrei bestellen auf NIVEA.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.


shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017