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Blähungen: Ursachen, Symptome und warum besser nicht unterdrücken

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Der Pups muss raus  

Warum man Blähungen nicht unterdrücken sollte

10.09.2017, 14:46 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel, t-online.de

Blähungen: Ursachen, Symptome und warum besser nicht unterdrücken. Kohlenhydrate vergären im Darm und sorgen so für dicke Luft. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Symbolbild/spukkato)

Kohlenhydrate vergären im Darm und sorgen so für dicke Luft. (Quelle: Symbolbild/spukkato/Thinkstock by Getty-Images)

Ein Blubbern im Darm kündigt es an, wenn Winde entweichen möchten. Doch wir kneifen die Pobacken meist peinlich berührt zusammen – Blähungen gehören zu den Tabuthemen. Dabei sind sie ganz natürlich. "Lassen Sie den Pups raus", rät ein Darmspezialist und erklärt, was es mit der Luft im Darm auf sich hat.

Wie oft am Tag Darmgase entweichen, ist nur schwer zu sagen. Und das nicht nur, weil jeder Mensch ein ganz individuelles Verdauungssystem hat. "Wir pupsen viele Male am Tag, ohne dass wir selbst etwas davon mitbekommen", erklärt Dr. Peter Norbert Meier, Chefarzt der Medizinischen Klinik II am Diakoniekrankenhaus Henriettenstiftung in Hannover und Experte der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). "Und da die Luft in der Regel geruchsfrei ist, wird es für uns auch nicht peinlich."

Kohlenhydrate sorgen für Luft, Eiweiße für den Geruch

Doch warum haben wir überhaupt Luft im Darm? Es gibt zwei Quellen, weiß Meier. Zum einen schlucken wir Luft. Beim Aufstoßen wird diese in der Regel zwar wieder ausgeschieden, in seltenen Fällen kann sie aber in den Darm gelangen. Zum anderen sind es Kohlenhydrate, also Stärke und Zucker, die zur Luftbildung führen.

"Unverdauliche Kohlenhydrate werden von den Darmbakterien vergoren und es entstehen Gase", erklärt der Darmspezialist. "Das ist wie in einer Brauerei." Der unangenehme, schwefelartige Geruch kommt übrigens von den Eiweißen in unserer Nahrung.

Auf den Darm hören und bei Bedarf Kohlenhydrate reduzieren

Da jeder Mensch anders verdaut, eine ganz eigene Zusammensetzung der Darmbakterien hat und bestimmte Nahrungsmittel weniger gut verträgt, unterscheiden sich bei jedem auch die Intensität der Blähungen sowie die Geruchsbildung. "Wer Probleme mit Darmgasen hat, sollte herausfinden, welche Kohlenhydrate ihm nicht gut bekommen und diese reduzieren", rät Meier.

Bei empfindlichem Darm Kohlsorten meiden

Besonders häufig bereiten beispielsweise Kohl, Zwiebeln, Spargel, Pilze, Hülsenfrüchte sowie Vollkornprodukte dem Darm Probleme. Dann sammeln sich die Gase im Dünn- und Dickdarm an. Besonders der Dickdarm ist ein großer Speicher. Mehrere Liter kann er aufnehmen.

"Lassen Sie die Gase raus"

Neben einem festen, runden Blähbauch leiden die Betroffenen häufig unter starken Krämpfen. "Die Luft zwanghaft zurückzuhalten ist generell falsch", warnt Meier. "Je mehr Luft sich sammelt, desto größer wird der Dehnungsreiz im Darm und desto mehr Schmerzen hat der Patient. Lassen Sie die Gase raus. Gehen Sie vor die Tür oder auf Toilette."

Vom Winde verweht

Erst wenn die Gase draußen sind, verschwinden auch die Beschwerden. Besonders Frauen könnten davon profitieren, wenn sie ihre Scham überwinden und in unbeobachteten Momenten die Winde freilassen würden, ist sich Meier sicher. So blieben viele von Rumoren, Darmzwicken und Blähbauch verschont.

Abends pupsen wir mehr

"Besonders abends haben viele Menschen mit Blähungen zu kämpfen und das Gefühl, einen Ballon in sich zu tragen", sagt der Experte. Die genaue Ursache für dieses Phänomen konnte bisher nicht geklärt werden. Ärzte gehen aber davon aus, dass es eine bestimmte Zusammensetzung der Darmbakterien ist, die zu den Abend-Gasen führt. Meier empfiehlt, im Akutfall drei Tropfen Pfefferminzöl mit etwas Wasser einzunehmen.

Stinker sind kein Warnsignal

Treten die Blähungen ohne Begleiterscheinungen wie Krämpfe, Unwohlsein oder Veränderungen im Stuhl auf, muss man sich keine Sorgen machen: "Weder häufige Blähungen noch ein strenger Geruch allein sind ein Warnsignal für Erkrankungen", beruhigt der Gastroenterologe. "Darmwinde sind natürlich, man sollte sich nicht gegen sie wehren."

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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