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Cholesterin: Hohe Werte lassen sich am Auge ablesen.

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Ringe und Knötchen  

Was Augen über hohe Cholesterinwerte verraten

24.03.2017, 13:34 Uhr | ag/akl

Cholesterin: Hohe Werte lassen sich am Auge ablesen.. Weißliche Ringe auf der Hornhaut können auf einen erhöhten Cholesterinspiegel hinweisen und sollten vom Arzt abgeklärt werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Weißliche Ringe auf der Hornhaut können auf einen erhöhten Cholesterinspiegel hinweisen und sollten vom Arzt abgeklärt werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Weißliche Ringe rund um die Iris sind bei Menschen unter 50 meist ein Hinweis auf zu hohe Blutfettwerte. Hellhörig sollte man auch werden, wenn sich kleine, gelbliche Knötchen am Augenlid bilden. Diese sind ebenso wie die Cholesterinringe mit Fett gefüllt und ein Zeichen für einen gestörten Fettstoffwechsel.

Wenn sich ein weißlicher Ring (Arcus lipiodes) auf der Hornhaut vor dem 50. Lebensjahr bildet, liegt meist eine Hypercholesterinämie vor. Hierbei handelt es sich um eine Fettstoffwechselstörung, die mit hohem Cholesterinwerten einher geht.

Cholesterinringe erhöhen das Herzinfarktrisiko 

Bei dieser oft erblich bedingten Erkrankung sind die Cholesterin- und Blutfettwerte stark erhöht, wodurch das Risiko für Gefäßerkrankungen und Herzinfarkt erheblich steigt. Wer solche Cholesterinringe auf der Hornhaut entdeckt, sollte daher unverzüglich einen Arzt aufsuchen und die Ursachen abklären lassen. 

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Bei Menschen im Rentenalter sind weißliche Ringe im Randbereich der Hornhaut jedoch nicht weiter beunruhigend. Es handelt sich dabei meist um Kalk- und Fettablagerungen. Die Ursache dieser "Greisenringe" ist unklar, das Phänomen gilt jedoch nicht als krankhaft. Auch die Sehkraft wird nicht weiter eingeschränkt.

Hoher Cholesterinspiegel kann Knötchen sprießen lassen

Xanthelasmen nennen Mediziner die gelblichen Knötchen, die sich am Ober- und Unterlid bilden können. Schätzungen zufolge sind rund fünf Prozent der erwachsenen Deutschen davon betroffen. Häufig finden sich die kleinen Wucherungen zeitgleich an beiden Augen.

Warum sich Xanthelasmen bevorzugt am Lid bilden, konnte von Seiten der Wissenschaft bisher nicht geklärt werden. Meist treten sie um das 50. Lebensjahr auf. Die Knötchen selbst sind zwar harmlos, können aber wertvolle Hinweise geben, was den eigenen Cholesterinhaushalt angeht.

Auch schlanke Menschen betroffen

Experten zufolge liegt bei etwa der Hälfte der Betroffenen eine Fettstoffwechselstörung beziehungsweise ein zu hoher Cholesterinspiegel vor.  Auch zu hohe Werte des "bösen“ LDL-Cholesterins können der Auslöser sein. In Folge sammeln sich mikroskopisch kleine Fetttröpfchen in der Haut an.

Dabei haben die Knötchen nicht zwangsläufig etwas mit Übergewicht zu tun. Auch bei schlanken Menschen kann die Veränderung an den Lidern auftreten.

Ursache der Xanthelasmen immer untersuchen lassen

Bei der anderen Hälfte der Patienten lässt sich nicht immer eine klare Ursache finden. Teilweise spielen genetische Faktoren eine Rolle. Manchmal entwickeln sich die Xanthelasmen aufgrund anderer Erkrankungen, darunter Diabetes, Pankreatitis oder Lebererkrankungen wie eine alkoholische Fettleber oder Leberzirrhose.

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Wer die Knötchen bei sich feststellt, sollte daher zuerst zu einem Arzt gehen, um herauszufinden, warum sich die Knötchen gebildet haben und erst dann über eine Entfernung aus ästhetischen Gründen nachdenken.

Hohe Cholesterinwerte können nicht nur aufs Herz gehen

Erhöhte Cholesterinwerte schädigen auf Dauer die Gefäße: Das Cholesterin lagert sich dann an den Gefäßwänden ab, die sich daraufhin verdicken und an Elastizität verlieren. Zudem kommt es durch die Ablagerungen zu einer Gefäßverengung, die den Blutfluss erheblich stören kann. Mediziner sprechen dann von Arteriosklerose.

Lösen sich Ablagerungen oder bilden sich aufgrund der Verengung Blutgerinnsel, kann das zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Auch das Thromboserisiko steigt.

Gesunde Ernährung fördert häufig die Rückbildung

Sind die Cholesterinwerte erhöht, können in vielen Fällen bereits eine Anpassung der Ernährungsgewohnheiten sowie die Gabe geeigneter Medikamente dazu führen, dass sich mit Verbesserung der Blutfettwerte auch die Xanthelasmen zurückbilden. Am besten lässt man sich von seinem Arzt beraten.

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