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Blasenentzündung: Dahinter steckt bei Männern meist die Prostata

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Harnweginfekte bei Männern  

Hinter einer Blasenentzündung steckt meist die Prostata

22.01.2016, 12:55 Uhr | Andrea Goesch

Blasenentzündung: Dahinter steckt bei Männern meist die Prostata. Eine Blasenentzündung bei Männern ist seltener als bei Frauen, dafür aber langwieriger und schmerzhafter. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine Blasenentzündung bei Männern ist seltener als bei Frauen, dafür aber langwieriger und schmerzhafter. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Männer sind deutlich seltener von einer Blasenentzündung betroffen als Frauen. Erwischt es sie trotzdem, sind ihre Beschwerden aber stärker. Was viele nicht wissen: Ein Harnweginfekt wird bei Männern meistens durch ein Prostataleiden ausgelöst.

Symptome wie starker Harndrang, wenig Urin sowie Schmerzen beim Wasserlassen oder Blut im Urin können darauf hinweisen und sollten dringend vom Arzt abgeklärt werden. Grundsätzlich erleiden Frauen etwa zehnmal häufiger eine Blasenentzündung als Männer. Denn die weibliche Harnröhre ist relativ kurz, so dass eindringende Keime schneller die Blase erreichen können.

"Eingangspforte für Bakterien"

Anders sieht die Sache bei Männern aus: "Bei ihnen entzündet sich so gut wie nie die Blase, sondern fast immer die Prostata als der Blase vorgeschaltetes Organ", erklärt Dr. Wolfgang Bühmann, Pressesprecher des Berufsverbands der Deutschen Urologen e.V. Die Vorsteherdrüse sei eine ideale "Eingangspforte für Bakterien".

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Kälte im Beckenbereich ist Gift

Faktoren, die eine solche Entzündung begünstigen, sind unter anderem Kälte im Beckenbereich, ausgelöst durch eine nasse Badehose, oder langes Sitzen auf einer kalten Bank. Sie führen zu einer mangelhaften Durchblutung des kleinen Beckens, so dass sich Keime schneller vermehren können.

Aber auch eine allgemeine Schwäche des Immunsystems in Folge einer Erkrankung oder manchmal auch ein Blasenkatheter können die Ursache dafür sein, dass Bakterien in die Vorsteherdrüse dringen und eine Entzündung hervorrufen.

Vergrößerte Prostata stört den Harnabfluss

Bei älteren Männern, so Bühmann, komme ein weiteres Risiko hinzu: Mit zunehmendem Alter vergrößert sich die Prostata, jeder zweite Mann über 50 Jahren ist davon betroffen. Wird aufgrund der vergrößerten Prostata die Blase aber nicht vollständig entleert, kann es zu Harnweginfektionen kommen, Der Restharn, der in der Blase zurückbleibt, ist ein idealer Nährboden für Bakterien, durch die eine Blasenentzündung entstehen kann.

Die Prostatavergrößerung an sich sei nicht gefährlich, sondern gehöre zum normalen Alterungsprozess wie "graue Haare" und "Falten", sagt Bühmann. Ein Zusammenhang zwischen einer gutartigen Prostatavergrößerung und Prostatakrebs ist nicht nachgewiesen.

Schmerzen, Fieber und Schüttelfrost

Harnweginfekte bei Männern sind sehr viel unangenehmer als bei Frauen und oft mit heftigen Schmerzen verbunden. Neben starkem Brennen beim Urinieren kommt häufig noch Fieber dazu. Auch Fieber, Schüttelfrost und ein allgemeines Krankheitsgefühl treten beim "starken" Geschlecht dabei häufig auf.

"Das liegt daran, dass nicht die Blase als 'Hohlorgan', sondern die Prostata als 'Gewebeorgan' entzündet ist". erklärt Bühmann. "Daher findet die Entzündung eher Anschluss an den Blutkreislauf und führt neben den Schmerzen beim Wasserlassen zur Keimeinschwemmung im ganzen Körper."

Kompliziert und langwieriger als bei Frauen

Gefährlich kann es werden, wenn eine Prostataentzündung (Prostatitis) nicht auskuriert wird und sich auf die Nieren ausbreitet. Bei schweren Verläufen ist sogar eine Blutvergiftung möglich. Daher ist es ratsam, bei Beschwerden wie schmerzhaftem Wasserlassen und verstärktem Harndrang schnell einen Urologen aufzusuchen.

Wird die Prostataentzündung behandelt, dauert es in der Regel sieben bis zehn Tage, bis sie ausgeheilt ist. Zum Vergleich: Eine Blasenentzündung bei Frauen hält im Durchschnitt ein bis fünf Tage an.

So sieht die Behandlung aus

Wenn der Arzt als Ursache der Blasenentzündung eine Prostatitis ausgemacht haben, ist eine medikamentöse Therapie angesagt. "Eine Prostataentzündung bei Männern erfordert praktisch immer eine Antibiotika-Therapie, weil sie häufig nicht nur das Organ Prostata krank macht,  sondern den ganzen Körper", sagt Bühmann. Eine einfache Blasenentzündung dagegen könne auch ohne Antibiotika unter der Anwendung wirksamer pflanzlicher Substanzen ausheilen.

Dabei haben sich spezielle Blasen- und Nierentees bewährt. Sie unterstützen nicht nur das Ausspülen der Erreger aus dem Körper, sondern bekämpfen auch die Entzündung und den Schmerz. Wichtig bei einer Blasenentzündung ist grundsätzlich: Viel trinken und darauf achten, den Unterleib warm zu halten!

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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