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Grauer Star: Kurzsichtigkeit ist ein Warnzeichen

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Auf diese drei Warnzeichen achten  

Hinter Kurzsichtigkeit kann Grauer Star stecken

06.10.2017, 10:34 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Drei Symptome können Hinweise auf eine Erkrankung geben.
Was Sie über den Grauen Star wissen sollten

Warnzeichen für Grauer Star Viele alternde Menschen sind von der Augenkrankheit Grauer Star betroffen. Diese drei typischen Symptome können Hinweise auf eine Erkrankung geben

Was Sie über den Grauen Star wissen sollten. (Quelle: t-online.de)


"Der Graue Star trifft im Alter jeden von uns", sagt Augenarzt Dr. Georg Eckert. Dann kristallisieren die in der Augenlinse befindlichen Eiweiße aus und trüben den Blick des Betroffenen. Welche Warnzeichen auf Grauen Star hindeuten und wie man ihn behandeln kann.

Meist macht sich die Augenerkrankung ab dem 60. Lebensjahr langsam bemerkbar. Mit 70 oder 80 Jahren ist das Sehvermögen dann deutlich eingeschränkt, so Eckert. Ohne Behandlung erblindet der Patient irgendwann. Doch auch junge Menschen können betroffen sein.

Eiweiße sind schuld an der Linsentrübung

"Sie können sich das wie bei einem rohen Spiegelei vorstellen, das gebraten wird. Zuerst ist das Eiweiß noch klar. Dann wird es trüb und schließlich können Sie überhaupt nicht mehr durchsehen", erklärt der Experte die Entwicklung des Grauen Stars. "Ich sehe wie durch Milchglas", beschreiben Patienten ihr Sehvermögen, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist.

Drei Warnzeichen weisen auf die Erkrankung hin

"Es gibt drei typische Symptome für die Entwicklung von Grauem Star", erklärt Eckert. "Das sind Lichtempfindlichkeit, ein verstärktes Blendungsempfinden sowie eine Veränderung der Sehstärke." Aber auch unscharfes Sehen, verminderte Kontraste und ein Nachlassen der Farbintensität sind mögliche Hinweise auf die Erkrankung.

Verstärkte Kurzsichtigkeit kann auf Grauen Star hindeuten

Eine Verschlechterung der Kurzsichtigkeit macht sich beim Altersstar besonders häufig bemerkbar. Immer wieder kommen betroffene Patienten in Eckerts Praxis und fragen nach einer stärkeren Brille. "Doch eine Anpassung der Gläser bringt nur bedingt etwas, da es die Trübung ist, die den Blick einschränkt", erklärt der Augenarzt.

Fortgeschrittene Trübung lässt sich im Auge erkennen

Im fortgeschrittenen Stadium kann man die Erkrankung deutlich am Auge sehen. In der Pupille zeigt sich eine auffällige Weißfärbung. "Dann beträgt die Sehfähigkeit noch 20 bis 30 Prozent", sagt der Experte. "Wenn der Patient die Symptome der Erkrankung zum ersten Mal bemerkt, beträgt sein Sehvermögen etwa 50 bis 60 Prozent."

UV-Licht kann dem Auge schaden

Zu den Risikofaktoren, welche die Entwicklung des Grauen Stars beschleunigen können, gehören neben der erblichen Veranlagung und dem Alter auch verschiedene Erkrankungen, darunter Diabetes. Äußere Einflüsse spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle: "UV-Strahlen und Kortison wirken sich beispielsweise stark schädigend auf die Augen aus“, erklärt Eckert.  

Operation dauert zehn Minuten

Doch wie sieht die Therapie aus? Medikamente gibt es nicht. Zu Beginn der Erkrankung kann mit guten Brillengläsern ein Teil der Sehverschlechterung abgefangen werden. Im fortgeschrittenen Stadium aber hilft nur noch eine Operation.

Dabei wird die trübe Linse entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Der Eingriff sei schmerzlos und unkompliziert. Etwa zehn Minuten müsse der Patient geradeaus schauen, dann hätte er es überstanden, so Eckert. Zudem habe der Eingriff den Vorteil, dass auch weitere Fehlsichtigkeiten behoben werden können. "Im Idealfall sieht der Patient danach wieder so gut wie in jungen Jahren", sagt der Augenarzt.

Krankenkassen übernehmen die Kosten

Die Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für die Standardbehandlung. Kommen weitere Korrekturen hinzu, muss der Betroffene allerdings selbst zahlen. Schätzungen zufolge werden in Deutschland jedes Jahr etwa 700.000 Eingriffe vorgenommen.

Eckert rät, ab 40 Jahren ein Mal im Jahr zum Augenarzt zu gehen, um krankhafte Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Doch auch wer plötzlich unter Schmerzen am Auge leidet, Lichtblitze wahrnimmt, einen Schleier vor den Augen sieht, starke Rötungen am Auge hat oder merkt, dass sich das Sehvermögen verschlechtert, sollte schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.

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