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Nackenschmerzen: Das sind die häufigsten Auslöser

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Experte gibt Tipps  

Nackenschmerzen lassen sich oft selbst behandeln

31.03.2015, 15:59 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Nackenschmerzen: Das sind die häufigsten Auslöser. Nackenschmerzen können harmlos sein, doch bei Lähmungserscheinungen und deutlichen Bewegungseinschränkungen ist Vorsicht geboten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nackenschmerzen können harmlos sein, doch bei Lähmungserscheinungen und deutlichen Bewegungseinschränkungen ist Vorsicht geboten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Es zieht, es schmerzt und die Beweglichkeit ist eingeschränkt: Rund 70 Prozent der Deutschen werden gelegentlich von Nackenschmerzen geplagt. Die Auslöser sind häufig banal, doch nicht immer lässt sich das Ziehen selbst behandeln. Wir haben Professor Bernd Kladny, Chefarzt der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie der m&i-Fachklinik Herzogenaurach und Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) gefragt, was die häufigsten Auslöser sind und wie man am besten vorbeugt.

"In den meisten Fällen sind Verspannungen und Überlastungen schuld an den Schmerzen im Nacken", erklärt Kladny. "Ausgelöst werden sie durch eine andauernde Zwangshaltung, wenn sich der Nacken- und Schulterbereich nicht in seiner natürlichen und entspannten Position befindet." Dauerhaftes Sitzen am Schreibtisch ist hierfür nur ein Beispiel.

In selteneren Fällen können auch Entzündungen, kaputte Bandscheiben, verschlissene Gelenke, rheumatische Erkrankungen oder Tumoren hinter den Nackenschmerzen stecken.

Wann muss man mit Nackenschmerzen zum Arzt?

Bis zu einem gewissen Grad kann man sich selbst helfen. Dauern die Beschwerden aber an, ist ein Arzt gefragt. "Auch wenn zu den Schmerzen weitere Symptome wie etwa Lähmungserscheinungen, starke Bewegungseinschränkungen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle hinzukommen, sollten Sie nicht länger zögern", warnt der Rückenexperte.

Nackenschmerzen selbst behandeln

Treten die Nackenschmerzen akut auf, gibt es verschiedene Hilfsmittel, die Linderung verschaffen können. "Um verspannte Muskeln zu lockern, kann Wärme, etwa in Form eines Kirschkernkissens oder Umschlags, gut tun", weiß Kladny.

Verspannte Muskeln mögen Wärme

Dank der Wärme weiten sich die Gefäße, die Blutzirkulation wird angeregt und der Muskel mit wichtigen Nährstoffen versorgt.  Auch Wärmepflaster oder Wärmelampen können dafür sorgen, dass sich der Betroffene entspannt und die Muskulatur entkrampft. Massagen helfen der Muskulatur ebenfalls dabei, sich zu lockern.

Gegen akute Entzündungen helfen Entzündungshemmer wie Ibuprofen

Bestimmt der Schmerz jede Bewegung, können Schmerzmittel kurzzeitig Abhilfe schaffen. "Rezeptfreie Medikamente mit dem Wirkstoff Paracetamol können den akuten Schmerz lindern", sagt Kladny. Gegen Entzündungen helfen entzündungshemmende Medikamente mit dem Wirkstoff Ibuprofen.

Der Schmerz im Nacken hat einen Grund

Über einen längeren Zeitraum sollten die Schmerzmittel allerdings nicht eingenommen werden. Zum einen kann es zu Nebenwirkungen kommen, zum anderen ist wichtig, dass man der Ursache der Schmerzen auf den Grund geht. Denn: Haben die Nackenschmerzen im Gelenk ihren Ursprung und nicht im Muskel, macht die eingeschränkte Bewegungsfreiheit durchaus Sinn.

Schutzfunktion des Körpers blockiert Bewegungen

"Ist das natürliche Gelenkspiel aus irgendwelchen Gründen gestört, weil man sich beispielsweise ruckartig bewegt oder in einer für das Gelenk ungünstigen Position geschlafen hat, sorgt der Körper dafür, dass die Nackenmuskulatur verkrampft. Dabei handelt es sich um eine natürliche Schutzvorrichtung", erklärt der Rückenexperte.

Woher der steife Nacken kommt

Durch die Verkrampfung wird die normale Bewegungsfreiheit eingeschränkt und so Gelenkschäden vorgebeugt, da die kritische Bewegung nicht weiter fortgeführt wird. So entsteht übrigens auch der bekannte "steife" Hals. Typisch hierfür: Der Kopf lässt sich meist nur noch in eine Richtung drehen.

"Knacken" löst Gelenkblockaden

Um die Schutzvorrichtung des Körpers aufzulösen und das Gelenk wieder "einzurasten", kann etwa die Chirotherapie helfen. So werden mit gezielten Bewegungen die Blockaden gelöst. "Dabei ist meist ein deutliches Knacken im Gelenk zu vernehmen", erklärt Kladny.

Kommt es immer wieder zu Gelenkblockaden im Nacken, kann der Auslöser auch im unteren Körperbereich zu finden sein. Verkürzte Muskeln können ebenso Probleme bereiten wie Fehlstellungen der Füße oder gar der Hüfte.

Nackenschmerzen und Kopfschmerzen gehören oft zusammen

Betroffene berichten häufig auch von stechenden Kopfschmerzen, welche die Nackenschmerzen begleiten. Die Erklärung ist einfach: "Die Nackenmuskulatur und die Nervenstränge, die das Hinterhaupt versorgen, liegen eng beieinander. Verkrampfen die Muskeln, drücken sie auf die Nerven und der Schmerz im Kopf entsteht", erklärt der Experte den Vorgang.

Vorbeugen ist besser als behandeln

Die beste Vorbeugemaßnahme ist es, sich regelmäßig zu bewegen. "Wichtig ist, dass der Nacken nicht dauerhaft starr und angespannt in einer Position verharren muss. Bewegen Sie sich – und zwar regelmäßig", empfiehlt Kladny. So bleibt der Nacken flexibel und die Stützkraft der Muskeln wird gestärkt.

Nackenschonenden Sport wählen

Allerdings sollte man bei der Wahl der Sportart darauf achten, dass der Nacken möglichst in seiner natürlichen Position verbleibt. Wer oft schwimmen geht, den Kopf aber immer starr über Wasser hält oder viele Stunden auf dem Rennrad sitzt und dabei haltungsbedingt seinen Kopf weit nach vorne strecken muss, muss mit Nackenbeschwerden rechnen.

Dehnübungen im Büro

Neben dem Feierabend-Sport helfen auch kleine Übungseinheiten im Alltag. Wer viel Zeit vorm Computer verbringt, kann immer wieder seinen Kopf drehen, die Schultern kreisen lassen und die Muskulatur dehnen. Nicht selten ist dabei ein leises Knacken im Nackenbereich zu vernehmen, wenn sich die Halswirbel lockern. Ergonomisch geformte Nackenkissen können positionsbedingte Verspannungen im Schlaf verhindern.

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