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Nachtschweiß: Schwitzen in der Nacht ist nicht immer harmlos

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Nachtschweiß  

Nächtliches Schwitzen ist nicht immer harmlos

11.07.2015, 12:57 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Nachtschweiß: Schwitzen in der Nacht ist nicht immer harmlos. Wer stets zur Schlafenszeit schwitzt, sollte der Sache nachgehen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer stets zur Schlafenszeit schwitzt, sollte der Sache nachgehen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Schlafanzug klebt am Körper, die Matratze ist feucht: Fast jeder ist nachts schon einmal aufgewacht und war total verschwitzt. Meist sind es dicke Decken, hohe Raumtemperaturen und harmlose Erkältungen, die zu den unangenehmen Schweißattacken führen. Treten diese allerdings gehäuft auf, sollte man einen Arzt aufsuchen. Denn es kann auch eine ernste Erkrankung hinter dem Symptom stecken.

"Wer nachts ohne ersichtlichen Grund immer wieder stark schwitzt, sollte der Ursache auf den Grund gehen", rät Dr. Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI).

Drei häufige Ursachen für starkes Schwitzen in der Nacht sind laut dem Experten seelische Probleme, Stoffwechselerkrankungen und Tumoren.

Zu viel Stress fördert nächtliches Schwitzen

"Nicht bewältigte Probleme, Stress und Ängste äußern sich oft durch Schweißattacken", erklärt Wesiack. Der Grund: Nachts fehlen die Ablenkungen des Alltags. Die Sorgen drängen sich in den Vordergrund und das Unterbewusstsein arbeitet auf Hochtouren. "Es ist vergleichbar mit Albträumen: Stress lässt das Herz schneller schlagen, beschleunigt die Atmung und in Folge beginnen wir zu schwitzen." 

Bei starkem Schwitzen Stoffwechsel untersuchen lassen

Auch Stoffwechselerkrankungen können dazu führen, dass der Schlafanzug immer wieder feucht auf der Haut klebt. Dazu gehören unter anderem Über- und Unterfunktionen der Schilddrüse, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen und Gicht. Viele Frauen leiden zudem in den Wechseljahren unter Schweißausbrüchen. "Dann sollte der Hormonstatus überprüft werden", empfiehlt der Experte.

Auch Tumoren kommen in Frage

Tumorerkrankungen sind laut dem Hamburger Internisten eine dritte mögliche Ursache: "Auch wenn diese verhältnismäßig selten der Auslöser von Nachtschweiß sind, müssen sie in Betracht gezogen werden." In diesem Zusammenhang geben weitere Warnzeichen wie Fieberschübe, eine plötzliche Gewichtsabnahme, Magen-Darm-Beschwerden sowie Appetitlosigkeit wichtige Hinweise auf ein mögliches Krebsleiden.

Nachtschweiß: Manchmal ist das Herz schuld

Herzrasen und Atembeschwerden im Zusammenhang mit Nachtschweiß sind ebenfalls ein Warnsignal: "Da starkes Schwitzen auch auf ein krankes Herz hinweisen kann, zum Beispiel auf eine Herzinnenhautentzündung, wird der behandelnde Arzt auch dieses Organ in die Untersuchung mit einbeziehen", erklärt Wesiack.

Bei Älteren an eine Lungenentzündung denken

Auch eine Lungenentzündung kann die Ursache sein – vor allem bei älteren Menschen. "Bei Älteren bleibt Fieber als typisches Warnsymptom für eine Lungenentzündung oft aus. Das nächtliche Schwitzen kann dann ein wichtiger Wegweiser sein", weiß der Experte. Kommen  Husten, Auswurf, Abgeschlagenheit sowie Schmerzen beim Atmen hinzu, sollten Erkrankte schnellstmöglich zum Arzt.

"Starkes Schwitzen immer untersuchen lassen"

Der Internist rät, bei vermehrtes Schwitzen nicht zu ignorieren. Besonders, wenn man vorher damit noch keine Probleme hatte. "Starkes und plötzlich auftretendes Schwitzen ist ein Symptom, das immer untersucht werden sollte."

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