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Krankhaft gesund: 5 Fakten zur Essstörung Orthorexie

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Krankhaft gesund: 5 Fakten zur Essstörung Orthorexie

21.07.2015, 11:25 Uhr | tl (CF), anni

Krankhaft gesund: 5 Fakten zur Essstörung Orthorexie. Immer mehr Menschen achten strikt auf gesunde Ernährung oder ernähren sich vegan. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Immer mehr Menschen achten strikt auf gesunde Ernährung oder ernähren sich vegan. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Immer mehr Menschen ernähren sich nach strengen Regeln vegan, low carb oder laktosefrei. Experten zufolge artet eine übertrieben gesunde Ernährung schnell in einen Zwang aus, Orthorexie genannt. Lesen Sie hier, wie sich die umstrittene Essstörung äußert, wie sie behandelt wird und welche Folgen drohen.

1. Definition: Was ist Orthorexie?

Orthorexie, auch als Orthorexia nervosa bezeichnet, beschreibt ein Essverhalten, bei dem gesunde Ernährung nicht nur ein erstrebenswertes Ziel ist, sondern zum Zwang ausartet. Betroffene richten ihren gesamten Speiseplan darauf aus, vermeintlich ungesunde Lebensmittel zu vermeiden. Der Begriff Orthorexie ist dabei relativ neu: Im Jahr 1997 wurde er vom amerikanischen Mediziner Steven Bratman erstmals verwendet. Der Zwang, unter dem tendenziell eher junge Menschen leiden, ist umstritten und wird von der Schulmedizin nicht als Krankheit anerkannt.

2. Typische Symptome der Orthorexie

Orthorexie macht sich üblicherweise dadurch bemerkbar, dass Betroffene in ihrem Speiseplan auf alles verzichten, was sie als ungesund ansehen – neben Zucker sind dies häufig auch Weizenprodukte oder Lebensmittel, die viele Kalorien enthalten.

Im Extremfall ernähren sich Erkrankte nur noch von Gemüse und Obst. Deshalb stehen oft Vegetarier oder Veganer unter dem Verdacht der Orthorexie. Selbst hier jedoch gibt es häufig weitere Restriktionen – so verzichten viele aufgrund eventueller Schadstoffe auf Produkte aus konventionellem Anbau. Aufgrund dieser restriktiven Ernährung sind Gewichtsverlust und Mangelerscheinungen häufige Symptome.

3. Mögliche Ursachen des Ernährungszwangs

Die Ursache der Orthorexie liegt meist in der Sorge, durch vermeintlich ungesunde Ernährung dem Körper zu schaden. Oft basieren diese Bedenken gegenüber einzelnen Lebensmitteln jedoch nicht auf Fakten – die Vermeidung von Gluten ist beispielsweise nur bei einer Glutenunverträglichkeit sinnvoll.

Häufig verbinden sich diese Sorgen bei Betroffenen mit dem Wunsch, schlank zu sein. In Einzelfällen können auch Unverträglichkeiten oder Lebensmittelskandale die Ursache von Orthorexie sein.

4. Behandlung der Essstörung

In der Regel wird Orthorexie als Essstörung behandelt, obwohl sie auch Parallelen zu Zwangsstörungen hat. In der Behandlung wird Orthorexie selten als eigenständige Krankheit angesehen. Da sie oft ein ähnliches Krankheitsbild wie Anorexie, also Magersucht, aufweist, erfolgt eine Therapie häufig als Gruppentherapie gemeinsam mit Magersüchtigen.

5. Verschiedene Folgen der Orthorexie

Wer an Orthorexie leidet, verliert häufig stark an Gewicht. Regelmäßig leiden auch soziale Kontakte unter der Erkrankung: Für Betroffene ist gesundes Essen meist der einzige Lebensmittelpunkt, Hobbys oder Interessen bleiben oft auf der Strecke. Die AOK macht darauf aufmerksam, dass auch Freunde und Angehörige sich häufig zurückziehen, weil Erkrankte oft versuchen, ihr Umfeld von ihrer Vorstellung einer gesunden Ernährung zu überzeugen. Die Folge ist eine soziale Isolation, die Betroffene wiederum anfälliger für weitere psychische Krankheiten machen kann, beispielsweise Depressionen.

Zu den körperlichen Folgen zählen laut dem Magazin "Fit for Fun" Mangelernährung, Abmagerung und bei schweren Erkrankungen sogar niedriger Blutdruck und verlangsamter Puls.

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