Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome >

Lungenerkrankung COPD: Rauchen ist Hauptursache

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

COPD  

Lungenerkrankung COPD: Rauchen ist Hauptursache

24.11.2015, 13:14 Uhr | tl (CF)

Lungenerkrankung COPD: Rauchen ist Hauptursache. Sport kann ein wichtiger Bestandteil der Therapie einer Lungenerkrankung sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sport kann ein wichtiger Bestandteil der Therapie einer Lungenerkrankung sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

"COPD", kurz für chronisch obstruktive Lungenerkrankung, ist ein Sammelbegriff für verschiedene chronische Erkrankungen der Atemwege. Ihre Gemeinsamkeit: Sie blockieren den Luftstrom in der Lunge. Wie eine COPD entsteht, sich bemerkbar macht und behandeln lässt.

COPD: Husten als typisches Symptom 

Husten gehört zu den besonders verbreiteten Symptomen der Krankheit COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung). Der Husten ist häufig sehr lang anhaltend und von der Tageszeit abhängig: Bei vielen Patienten tritt er überwiegend morgens auf. Auch ein regelmäßiger Reizhusten ist typisch für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Dieser kommt ebenfalls meist morgens und abends vor und wird durch verschiedene äußere Reize begünstigt – zum Beispiel durch Parfümgeruch oder Tabakrauch. Der Husten kann sich im Laufe der Zeit verschlimmern.

Atemnot als COPD-Symptom

Auch Atemnot gehört zu den typischen COPD-Symptomen. Wann diese auftritt, hängt davon ab, wie weit die Erkrankung der Lunge bereits fortgeschritten ist. In einem früheren Stadium leiden Patienten üblicherweise nur bei körperlicher Betätigung unter Atemnot. In einem späteren Stadium kann es in fast jeder Lebenssituation dazu kommen.

Foto-Serie mit 7 Bildern

Auswurf beim Husten

Wenn bei der Lungenerkrankung Husten auftritt, wird dieser häufig von Auswurf begleitet. Die Ausscheidung tritt vor allem morgens auf und ist üblicherweise weiß. Leidet der Patient zusätzlich unter Infekten, die durch Bakterien ausgelöst wurden, kann der Auswurf auch eine gelbliche oder grünliche Farbe annehmen. Im Verlauf der Krankheit wird das Sekret häufig zäher und dem Patienten fällt es immer schwerer, ihn abzuhusten.

Die genannten Symptome sind eher unspezifisch. Viele Patienten und auch Ärzte verbinden sie deshalb zunächst nicht mit einer COPD. Deshalb wird eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung oft spät diagnostiziert.

Rauchen als Hauptrisikofaktor

Die häufigste COPD-Ursache ist das Rauchen, aktiv wie passiv. Rund 80 Prozent der Fälle lassen sich laut "Apotheken Umschau" auf das Rauchen zurückführen. Tabakrauch kann die Atemwege auf unterschiedliche Weise schädigen. Er begünstigt zum Beispiel, dass sich verstärkt Schleim in den Bronchien bildet. Die Folge kann Husten mit Auswurf sein – ein typisches Symptom für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung.

In der Schleimhaut der Bronchien kann Tabakrauch außerdem die sogenannten Flimmerhärchen zerstören, die sonst verschiedene Schadstoffe aus dem Körper transportieren. Zusätzlich schädigt Tabakrauch das Immunsystem und begünstigt Krankheiten und Beschwerden. Gerade zu Beginn der Erkrankung werden die Symptome oft als Raucherhusten abgetan. Gehen Sie daher rechtzeitig zum Arzt.

Weitere Risikofaktoren der Lungenerkrankung

Zusätzlich zum Rauchen und Passivrauchen gibt es weitere Risikofaktoren, die eine Entstehung von COPD begünstigen können. Dazu zählen verschiedene Gase, Dämpfe und Stäube. Dem Gesundheitsportal "Onmeda" zufolge sind Bergarbeiter in Steinkohlegruben so häufig von der Lungenerkrankung betroffen, dass COPD hier eine anerkannte Berufskrankheit ist. Weiterhin leiden Menschen, die als Kind regelmäßige Atemwegsinfektionen hatten, später häufiger an COPD.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass eine Veranlagung für die Krankheit erblich ist. Dies zeigt sich beispielsweise daran, dass COPD in manchen Familien besonders häufig vorkommt.

COPD-Diagnose: So geht der Arzt vor

Da die COPD-Symptome unspezifisch sind, ist es wichtig, dass Sie einen Arzt aufsuchen, sobald Sie Beschwerden feststellen. Dieser wird zunächst in einem Gespräch versuchen, sich einer Diagnose anzunähern beziehungsweise andere Krankheiten auszuschließen. So fragt er beispielsweise, ob Sie rauchen oder häufig Tabakrauch ausgesetzt sind. Ärzte erkundigen sich in der Regel auch danach, ob Sie beruflich bedingt regelmäßig Schadstoffe einatmen.

Körperliche Untersuchungen bei der Diagnose

Anschließend folgt im Allgemeinen die körperliche Untersuchung durch den Arzt. Die sogenannte Spirometrie (Lungenfunktionsprüfung) ist hier gängig. Das Verfahren liefert wichtige Informationen darüber, wie funktionstüchtig und leistungsfähig die Atemwege sind. Auch kann der Arzt über diese Methode bestimmen, wie schwer die chronisch obstruktive Lungenerkrankung ist.

COPD lässt sich in vier verschiedene Stadien einteilen, nach dem sogenannten GOLD-Standard der internationalen Initative (Global Initative for Chronic Obstructive Lung Disease). Das Stadium Gold 3 bedeutet eine schwere und Gold 1 eine leichte Erkrankungen.

Möglicherweise schließen sich weitere medizinische Untersuchungen an. Der sogenannte Reversibilitätstest hilft dem Mediziner etwa dabei, zu unterscheiden, ob es sich um COPD oder um Asthma handelt – beide Lungenerkrankungen haben ähnliche Symptome. Auch Verfahren wie Computertomografie kommen im Rahmen der COPD-Diagnose zum Einsatz.

COPD-Therapie: Tabakkonsum einstellen

Rauchen ist, wie bereits erwähnt, die häufigste Ursache für eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Entsprechend ist es besonders wichtig, dass sich Betroffene das Rauchen abgewöhnen. Viele Patienten können so die Funktion ihrer Lunge stabilisieren und anschließend sogar verbessern. Auch der Husten mit Auswurf lässt sich so reduzieren oder ganz heilen.

Darüber hinaus können weitere nicht-medikamentöse Verfahren die Symptome lindern. Ein Beispiel ist eine Form der Krankengymnastik, die Betroffenen bestimmte Atemtechniken oder Körperpositionen zur Erleichterung des Atmens vermittelt. Auch Sport, der eng mit den behandelnden Ärzten abgesprochen ist, kann ein Teil der Therapie sein.

Eine angepasste Ernährung kann die Prognose ebenfalls verbessern, da sich gerade Untergewicht negativ auf die Heilungschancen auswirkt.

Behandlung mit Medikamenten

Verschiedene Medikamente kommen bei der Behandlung der COPD bei Bedarf zum Einsatz: Bronchodilatatoren etwa helfen, die Atemwege zu erweitern, indem sie die Muskelspannung der Bronchien verringern.

Auch Kortison kann ein Teil der COPD-Therapie sein. Es kann im fortgeschrittenen Stadium der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung helfen, indem es entzündungshemmend wirkt.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Shopping
Shopping
Bis zu 1,5 GB Datenvolumen - ab 2,95 €* pro 4 Wochen
die neuen Prepaid-Tarife der Telekom
Shopping
Haarausfall? Dünnes Haar? Jetzt aktiv werden!
mit dem Coffein Set von asambeauty
Shopping
Exklusiv: 15,- € Gutschein und gratis Versand
nur bis zum 30.08. bei MADELEINE
KlingelBabistabonprix.deLidl.deStreet OneCECILMADELEINEdouglas.deBAUR

 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Meistgesuchte Themen A bis Z

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Prepaid-Aufladung
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • MagentaCLOUD
  • Homepages & Shops
  • De-Mail
  • Freemail
  • Mail & Cloud M
  • Sicherheitspaket
  • Hotspot
  • Telekom Fotoservice
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017