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Tourette-Syndrom: 5 Fragen und Antworten

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Unkontrollierbare Tics  

Tourette-Syndrom: 5 Fragen und Antworten

26.02.2016, 14:39 Uhr | rk (CF)

Unkontrollierte obszöne Gesten und unflätiges Fluchen: Diese Symptome gelten als typisch für das Tourette-Syndrom. Doch die Tics, die die Erkrankung begleiten, gestalten sich nicht immer so extrem. Hier finden Sie fünf Fragen und Antworten zu der Erkrankung.

1. Was ist das Tourette-Syndrom?

Das Tourette-Syndrom ist eine Nervenkrankheit. Menschen, bei denen ein Tourette-Syndrom diagnostiziert wurde, leiden unter mehreren motorischen und mindestens einem vokalen Tic, die sich in unterschiedlichen Abständen wiederholen. Von einem motorischen Tic wird gesprochen, wenn es zu spontanen, unkontrollierten und schnellen Muskelbewegungen kommt. Auch die vokale Lautäußerung entzieht sich dem Willen der Betroffenen.

Meist treten bei Erkrankten zunächst nur motorische Störungen auf, bevor auch das Sprachzentrum betroffen ist. Doch nach Angaben des Gesundheitsportals "Onmeda" wird erst von einem Tourette-Syndrom gesprochen, wenn die Symptome über ein Jahr auftreten. Männer sind dabei häufiger betroffen als Frauen.

2. Wie äußern sich die Tics?

Die Tics, durch die das Tourette-Syndrom geprägt ist, müssen nicht gemeinsam auftreten. Auch ist zwischen einfachen und komplexen Tics zu unterscheiden. Bei den einfachen motorischen Tics ist nur eine Muskelgruppe betroffen. Am häufigsten treten sie im Bereich von Gesicht und Kopf auf. Sie äußern sich beispielsweise durch ein Schulterzucken, Stirnrunzeln und Augenrollen.

Komplexe motorische Tics können sich durch das In-die-Hocke-gehen, Fußstampfen und das Schlagen des eigenen Körpers bemerkbar machen.

Vokale Ticks drücken sich häufig durch Räuspern, Spucken und Hüsteln aus. Nicht in allen Fällen tritt ein komplexer vokaler Tic auf, der sich zum Beispiel durch Fluchen Luft machen kann.

3. Ist das Syndrom immer gleich schlimm?

Das Tourette-Syndrom tritt bei jedem Betroffenen in verschieden starken Ausprägungen auf. In seiner extremsten Form können Erkrankte obszöne Gesten mit Beschimpfungen von sich geben, die das Umfeld befremden. Doch gerade wenn das Tourette-Syndrom in der Kindheit oder Jugend ausbricht, stehen die Chancen relativ gut, dass sich die Symptome bessern, wenn nicht sogar ganz verschwinden. Leider ist das Tourette-Syndrom bisher jedoch nicht heilbar. Je nach Einzelfall können aber Medikamente oder eine Verhaltenstherapie den Umgang mit der Krankheit erleichtern.

4. Welche Ursachen hat die Störung?

Den Ursachen des Tourette-Syndroms konnte bisher noch nicht zur Gänze auf den Grund gegangen werden. Doch es wird angenommen, dass bei Erkrankten Vorgänge im Gehirnstoffwechsel gestört sind. Das legen Untersuchungen nahe, die zeigen, dass die Hirnströme von Menschen mit Tourette-Syndrom sich von denen gesunder Menschen unterscheiden.

Eine erbliche Vorbelastung ist sehr wahrscheinlich, da Betroffene oft einen Angehörigen haben, der ebenso an der Störung leidet. Als Risikofaktoren für die Ausbildung der krankhaften Tics gilt zudem das Rauchen in der Schwangerschaft. In seltenen Fällen können die Tics auch auf andere Krankheiten hinweisen.

 5. Wieso ist Tourette oft bei Kindern zu finden?

Beim Tourette-Syndrom können sich verschiedene Bereiche des Gehirns nicht optimal abstimmen. Die Krankheit tritt besonders bei Kindern auf, da sich ihr ganzer Körper noch in der Entwicklung befindet. Kommt es zur Reifung der Bahnsysteme verschwinden bei der Hälfte der Betroffenen die Beschwerden wieder. Übrigens bilden nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Spiegel" 10 bis 15 Prozent der Kinder zwischen 6 und 14 Jahren Tics aus.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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