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Aufschieben als Krankheit  

Was ist Prokrastination? Definition und Ursachen

13.07.2016, 14:47 Uhr | uc (CF)

Was ist Prokrastination? Definition und Ursachen. Das ständige Aufschieben von Aufgaben kann zur Krankheit werden und die Lebensqualität verringern. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das ständige Aufschieben von Aufgaben kann zur Krankheit werden und die Lebensqualität verringern. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Jeder dürfte schon einmal eine unangenehme Aufgabe verschoben haben. Von Prokrastination sprechen Mediziner, wenn solches Verhalten krankhaft wird. Eine Definition und Ursachen finden Sie hier.

Krankhaftes Aufschiebeverhalten: Definition

"Aufschieberitis" heißt es im Volksmund. Wissenschaftler dagegen verwenden den Begriff Prokrastination, wenn Sie krankhaftem Aufschiebeverhalten eine Definition geben möchten. Viele Menschen verschieben Pflichten und Unangenehmes gerne erst einmal auf morgen. Das gilt oft dann, wenn es sich um komplexe Aufgaben handelt, die ein hohes Maß an Konzentration und abstraktem Denken erfordern. Arbeitsintensive Hausarbeiten an Universitäten gelten als klassisches Beispiel.

Bei den meisten eher eine schlechte Gewohnheit, kann Prokrastination auch krankhafte, also pathologische Ausmaße annehmen. Das Aufschiebeverhalten kann in solchen Fällen schwerwiegende Negativfolgen haben, beispielsweise das Scheitern im Beruf. An der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster gibt es für solche Extremfälle eine eigene Prokrastinations-Ambulanz. Einer Studie der Universität Münster zufolge liegen die Prokrastinationswerte bei sieben Prozent der Studierenden so hoch, dass eine Behandlung dort nötig wäre.

Was ist Prokrastination? Mögliche Ursachen

Oft wird fälschlicherweise angenommen, übermäßige Prokrastination habe etwas mit Faulheit zu tun. Laut der Universität Münster entspricht diese Auffassung aber nicht den Tatsachen. Es handele sich bei krankhaftem Aufschieben nicht um eine Willensschwäche. Vielmehr liegen die Ursachen in Schwierigkeiten der Selbststeuerung begründet. Menschen, die an Prokrastination leiden, setzen Prioritäten oft falsch, planen unvorteilhaft, können sich nicht gut konzentrieren.

Grundsätzliche Ursachen für die Prokrastination können beispielsweise auch andere psychische Krankheiten sein, wie eine Depression oder eine Angststörung. Der amerikanische Psychologieprofessor Joseph R. Ferrari von der DePaul University, Chicago, vermutet laut "Spiegel Online", dass die Ursachen der Prokrastination bis in die Kindheit zurückreichen könnten. Wer als Kind ständig von den Eltern zu mehr Leistung getrieben wurde, rebelliere jetzt sozusagen durch das Aufschieben gegen sie. Professor Fred Rist, Leiter der Prokrastinations-Ambulanz in Münster, sieht andere Ursachen. Zu "Spiegel Online" sagt er, es gehe eher um gesellschaftliche Muster und Vorgaben. Rist zufolge sind empfindliche, leicht erregbare Menschen zudem besonders anfällig für das Prokrastinieren.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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