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Demenz: Das sind die vier häufigsten Demenz-Formen

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Demenz  

Die vier häufigsten Formen der Vergesslichkeit

25.04.2017, 09:40 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Demenz: Das sind die vier häufigsten Demenz-Formen. Eiweißablagerungen im Gehirn verursachen Demenz. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eiweißablagerungen im Gehirn verursachen Demenz. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Alzheimer-Krankheit ist die bekannteste Form von Demenz. Doch neben ihr gibt es noch eine Reihe weiterer Erkrankungen, die mit dem Abbau der geistigen Fähigkeiten einhergehen. Die vier häufigsten Gesichter der Demenz.

Alle Demenzerkrankungen gehen mit dem Verlust der geistigen Fähigkeiten einher. So gehören Vergesslichkeit, Sprach- und Denkstörungen, Orientierungsprobleme sowie Veränderungen in der Wahrnehmung und der Persönlichkeit zu den typischen Symptomen.

Experten unterscheiden zwischen primärer und sekundärer Demenz

Die Auslöser einer Demenz sind unterschiedlich. So sprechen Ärzte von einer primären Demenz, wenn die Erkrankung durch das Absterben von Zellen direkt im Gehirn entsteht. Rund 90 Prozent der Demenzen sind primäre Formen. Heilbar sind sie nicht, da die verlorenen Zellen nicht wieder hergestellt werden können. Allerdings kann der Verlauf der Erkrankung in vielen Fällen hinausgezögert werden.

Sekundäre Demenzen hingegen haben ihren Ursprung in einer anderen Grunderkrankung, etwa in einem Tumor, einer Alkoholsucht oder Medikamentenmissbrauch. Auch Hirnverletzungen können zu einer sekundären Demenz führen. Entgegen der primären Demenz ist die sekundäre Demenz bei rechtzeitiger Behandlung in einigen Fällen heilbar.

Die vier häufigsten Gesichter einer Demenz

Die primäre Demenz zeigt sich besonders in Form von vier Gesichtern. Die Alzheimer-Erkrankung ist dabei das bekannteste. Daneben zählen die vaskuläre Demenz, die Lewy-Körperchen-Krankheit sowie die frontotemporale Demenz zu den Erkrankungen, bei denen das Gehirn Schaden nimmt.

Alzheimer-Krankheit: Zwei Eiweiße legen das Gehirn lahm

In Deutschland leben nach Angaben der Alzheimer Initiative Forschung e.V. rund 1,2 Millionen Menschen mit der Alzheimer-Krankheit. Charakteristisch sind Eiweißablagerungen zwischen und in den Nervenzellen im Gehirn, die schließlich zum Absterben führen.

Zum einen sind das die sogenannten Beta-Amyloid-Proteine, die vom Körper nicht abgebaut werden können. Sie verklumpen und lagern sich zwischen den Nervenzellen ab. Zum anderen gibt es das Tau-Protein. Es befindet sich im Inneren der Nervenzellen. Bei einem gesunden Gehirn sorgt es für Stabilität und ist für den Informationsaustauch zuständig. Bei Alzheimer hingegen ist das Eiweiß fehlerhaft und bildet kleine Faserbündel (Tau-Fibrillen). Den Zellen fehlt nun der nötige Halt. Sie sterben ab. 

Vaskuläre Demenz: Durchblutungsstörungen beeinflussen das Gehirn

Bei der vaskulären Demenz hingegen sind es Durchblutungsstörungen, welche die Gehirntätigkeit beeinträchtigen. Das Gehirn bekommt nicht mehr ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe. Die Nervenzellen nehmen Schaden. So kann beispielsweise ein Schlaganfall eine vaskuläre Demenz auslösen. Verkalkte Arterien und Bluthochdruck gehören ebenfalls zu den Risikofaktoren.

Schätzungen der Alzheimer Forschung Initiative e.V. zufolge sind etwa 15 Prozent aller Demenzen zumindest teilweise gefäßbedingt. Die vaskuläre Demenz ist somit die zweithäufigste Form der Demenz. Mischformen sind ebenfalls möglich.

Lewy-Körperchen-Demenz: Kommunikation zwischen Nervenzellen unterbrochen

Bei der Lewy-Körperchen-Krankheit spielen, wie bei Alzheimer auch, Eiweiße eine bedeutende Rolle: die sogenannten Lewy-Körperchen. Sie behindern im Groß- und Stammhirn die Kommunikation zwischen den Nervenzellen. In Folge sterben diese ab. Optische, aber auch akustische Halluzinationen gehören bereits im frühen Stadium der Erkrankung zu den typischen Symptomen. Muskelzittern sowie eine instabile Körperhaltung zählen ebenfalls zum Krankheitsbild. Etwa fünf bis zehn Prozent der Demenzen gehen auf diese Erkrankungsform zurück.

Frontotemporale Demenz: Hirnregion hinter der Stirn betroffen

Bei der frontotemporalen Demenz (FTD) sind die Hirnregionen hinter der Stirn und den Schläfen betroffen. Die degenerativen Veränderungen finden somit im Bereich des Schläfenlappens und des Stirnlappens statt, von wo aus die Emotionen und das Sozialverhalten gesteuert werden. Auch hier spielen krankhafte Eiweiße in den Nervenzellen eine Rolle, sogenannte „Picksche Körper“.

Weniger als zehn Prozent der Demenz-Patienten sind von der FTD betroffen. Das Erkrankungsalter liegt meist zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. Anders als bei Alzheimer leiden die Betroffenen in der Anfangsphase nicht unter Vergesslichkeit, sondern unter starken Persönlichkeitsveränderungen und Verhaltensauffälligkeiten.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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