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Grippewelle: Schon mehr als 37.000 Grippe-Infizierte 2018

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Grippewelle 2017/2018  

Schon mehr als 37.000 Grippe-Infizierte

18.02.2018, 17:43 Uhr | dpa, cch, t-online.de

Grippewelle: Schon mehr als 37.000 Grippe-Infizierte 2018. Krank im Bett: Grippe tritt meist plötzlich auf. Derzeit haben sich viele Menschen in Deutschland  mit einer Grippe infiziert. (Quelle: dpa)

Krank im Bett: Grippe tritt meist plötzlich auf. Derzeit haben sich viele Menschen in Deutschland mit einer Grippe infiziert. (Quelle: dpa)

Fieber, trockener Husten, Kopfschmerzen und starkes Krankheitsgefühl: Unter den Menschen in Deutschland breitet sich derzeit vermehrt die Grippe aus.

In der fünften Kalenderwoche 2018 wurden dem Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin bislang 15.846 labordiagnostisch bestätigte Grippefälle gemeldet, wie aus dem aktuellen Wochenbericht des Instituts hervorgeht. Damit wurde mit Abstand der höchste Wert pro Woche seit Beginn der Grippewelle 2017/2018 im Dezember registriert. In zwölf Prozent der Fälle waren Patienten im Krankenhaus. Laut Bericht wurden auch mehrere Ausbrüche in Schulen und Kindergärten gemeldet.

Die Zahl der Arztbesuche, die der Influenza zugeschrieben werden, liege bislang unter dem Niveau der schweren Grippewelle 2016/17, erklärt Grippe-Expertin Silke Buda vom RKI. Zur Schwere der aktuellen Grippe-Welle insgesamt gab es allerdings noch keine Angaben – diese bewertet das Institut immer erst nach Saisonende.

Die am häufigsten identifizierten Influenzaviren

Die aktuelle Grippewelle hat in der 52. Woche 2017 begonnen. Influenza-B-Viren sind seit Anfang Oktober 2017 mit 74 Prozent die am häufigsten identifizierten Influenzaviren, gefolgt von Influenza A(H1N1)pdm09-Viren (22 Prozent) und Influenza A(H3N2)-Viren (4 Prozent).

Die Gesamtzahl der im Labor bestätigten Erkrankungsfälle seit Oktober 2017 liegt bei rund 37.000 – es werden zwar längst nicht alle Erkrankten getestet, ein Nachweis von Influenza wird aber gemeldet.

Grippeimpfung: Dreifachimpfung nicht optimal

Der aktuelle Dreifachimpfstoff gegen Grippe zeigt Schwächen. Er bietet keinen Schutz gegen die derzeit am häufigsten zirkulierende Gruppe von Influenza-Viren. "Mehr als die Hälfte der bisher nachgewiesenen Influenzafälle wurde durch Influenza-B-Viren der Yamagata-Linie verursacht, die nicht in dem Dreierimpfstoff enthalten sind", sagte eine Sprecherin des Robert-Koch-Instituts (RKI) der "Neuen Osnabrücker Zeitung". In dem ebenfalls zur Verfügung stehenden Vierfachimpfstoff gibt es hingegen eine solche Komponente.

Ausbrüche treffen vor allem Einrichtungen, wo viele Menschen zusammenkommen und sich leicht gegenseitig anstecken können – neben

  • Schulen auch
  • Kindertagesstätten,
  • Alten- und Pflegeheime,
  • Seniorentagesstätten,
  • Krankenhäuser und
  • Reha-Kliniken.

Deshalb wird Menschen, die in diesen Einrichtungen arbeiten, eine Grippeschutzimpfung empfohlen. Für wen diese darüber hinaus sinnvoll ist, lesen Sie hier.

Grippewelle 2017/2018: Risiko Karneval?

Ob Karneval Anfang/Mitte Februar noch Einfluss auf den weiteren Verlauf der Welle in vielen Bundesländern haben wird, ist unklar. Silke Buda vom RKI empfiehlt, sich des Ansteckungsrisikos in Menschenansammlungen bewusst zu sein und zum Beispiel mit gründlichem Händewaschen vorzusorgen.

Verlauf der aktuellen Grippewelle

Zu Beginn dieses Jahres haben die Grippefälle in Deutschland immer weiter zugenommen. Die Übersichtskarten zeigen die regionale Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen auf Bevölkerungsebene der Kalenderwochen 4 und 5.

Die Karte zeigte die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen in der KW 4 2018 in Deutschland. (Quelle: Robert-Koch-Institut)Die Karte zeigte die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen in der KW 4 2018 in Deutschland. (Quelle: Robert-Koch-Institut)

Die Karte zeigte die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen in der KW 5 2018 in Deutschland. (Quelle: Robert-Koch-Institut)Die Karte zeigte die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen in der KW 5 2018 in Deutschland. (Quelle: Robert-Koch-Institut)

Dauer einer Grippewelle

Die jährliche Grippewelle hat laut Angaben des Robert-Koch-Instituts in den vergangenen Jahren meistens im Januar begonnen. In der Regel dauert sie demnach drei bis vier Monate. Außer­halb dieser Zeit werden nur wenige Fälle beobachtet. 

Schätzungen zufolge erkranken in Deutschland in jeder Saison zwischen zwei und zehn Millionen Menschen. Bei einer schweren Grippewelle wie in der Saison 2014/2015 wurden mehr als 21.000 Todesfälle geschätzt. Allerdings sterben selbst bei moderaten Grippewellen mutmaßlich mehrere hundert Menschen an den Folgen der Infektion.

Grippe ist ansteckend

Zu einer Infektion mit Influenzaviren kann generell jeder enge persönliche Kontakt mit einem bereits Erkrankten führen. Erkrankte können schon am Tag vor dem Auftreten der Symptome ansteckend sein – und dann etwa eine Woche lang.

Grippe: Das sind die Symptome

Die Grippe beginnt – anders als ein grippaler Infekt – plötzlich.

  • Hohes Fieber über 38,5 Grad Celsius ist meist der Vorbote der Infektion.

Die Influenzaviren gelangen per Tröpfcheninfektion über die Atemwege in die Körperzellen und vermehren sich dort. Es folgen

Bei älteren Menschen und chronisch Kranken kann eine Infektion zu ernsthaften Komplikationen wie einer Lungenentzündung führen.

Mit den genannten Symptomen erkrankt laut RKI etwa ein Drittel der Infizierten. Ein weiteres Drittel zeigt eine mildere Symptomatik, eher wie bei Erkältungs­krank­hei­ten. Das letzte Drittel entwickelt gar keine Symptome. Vor allem ältere Erkrankte bekommen häufig kein Fieber.

Dauer einer Grippeerkrankung

Eine Grippeerkrankung dauert in der Regel fünf bis sieben Tage. Bei manchen Menschen hält sie allerdings auch mehrere Wochen an. Für Erkrankte mit einem schwachen Immunsystem kann eine Grippe zu einer Lungenentzündung führen und lebensbedrohlich werden.

Hausmittel gegen Grippe und Erkältung

Wer an einer Grippe erkrankt ist, kann unangenehme Symptome zum Beispiel mit folgenden Tipps lindern:

  • Gegen Halsschmerzen hilft Gurgeln mit Kamillen- oder Salbeitee oder auch ein warmer Kartoffelwickel um den Hals.
  • Gegen Schnupfen kann warme Milch mit Honig helfen, aber auch eine Nasendusche. Eine Mischung aus Wasser und Salz befeuchtet die Schleimhäute, lässt diese abschwellen und wirkt zudem leicht desinfizierend. Auch Inhalieren kann helfen.
  • Gegen Ohrenschmerzen: Zwiebeln wirken entzündungshemmend und desinfizierend. Einfach eine halbe Zwiebel in Würfel schneide, in ein Küchentuch wickeln und dieses zwei Mal täglich für eine halbe Stunde aufs Ohr legen.
  • Gegen Fieber können Wadenwickel helfen. Diese sollten aber nur angewendet werden, wenn dem Erkrankten warm ist.

Fünf sanfte Helfer gegen Husten und Schnupfen finden Sie auch hier.

Unterschied: Grippe und Erkältung

Grippe und Erkältung werden jeweils durch andere Erreger ausgelöst. Auch wenn die Erkältung häufig auch "grippaler Infekt" genannt wird, hat sie mit einer Grippe also eigentlich nichts zu tun. Eine Grippe beginnt meistens plötzlich mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und/oder einem starken Krankheitsgefühl; eine Erkältung hingegen eher schleichend. Weitere Unterschiede zwischen Grippe und Erkältung lesen Sie hier.


Verwendete Quellen:

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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