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Grauer-Star: Wann eine OP angeraten ist und wie sie abläuft

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Grauer Star trifft fast jeden  

Trübe Linse wird abgesaugt: So funktioniert die OP am Auge

04.09.2017, 09:57 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Grauer-Star: Wann eine OP angeraten ist und wie sie abläuft. Vor Grauem Star ist keiner im Alter gefeit. Eine OP kann die Sehkraft retten.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vor Grauem Star ist keiner im Alter gefeit. Eine OP kann die Sehkraft retten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mit zunehmendem Alter bilden sich kleine Eiweißkristalle im Auge, die mit den Jahren die Sicht trüben. Die Betroffenen sehen dann wie durch eine "Milchglasscheibe". Eine Operation kann das Sehvermögen erhalten. Dabei wird die trübe Linse abgesaugt und durch eine Kunststofflinse ersetzt.

Lichtempfindlichkeit, ein verstärktes Blendungsempfinden sowie eine Veränderung der Sehstärke sind erste Hinweise auf Grauen Star, auch Katarakt genannt. Später kommen unscharfes Sehen, eine verminderte Kontrastwahrnehmung sowie ein Nachlassen der Farbintensität hinzu.

Grauer Star trifft im Alter fast jedes Auge

"Der Graue Star trifft im höheren Alter die allermeisten von uns", weiß Dr. Georg Eckert, Augenarzt und Pressereferent des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands (BVA). "Meist macht sich die Erkrankung ab dem 60. Lebensjahr bemerkbar. Mit 70 oder 80 Jahren ist das Sehvermögen dann deutlich eingeschränkt." Unbehandelt kann Grauer Star zur Erblindung führen.  

Operation des Altersstars zählt zu den häufigsten Eingriffen am Auge

Jährlich wird bei etwa 700.000 Deutschen die trübe Linse gegen eine Kunstlinse ausgetauscht. Die Operation des Grauen Stars gehört somit zu den häufigsten Eingriffen am Auge. Das Durchschnittsalter der Patienten liegt bei 70 Jahren.

"Wenn der Patient die Symptome der Erkrankung zum ersten Mal bemerkt, beträgt sein Sehvermögen etwa 50 bis 60 Prozent", sagt der Augenarzt. "Im fortgeschrittenen Stadium kann man die Erkrankung deutlich am Auge sehen. In der Pupille zeigt sich eine auffällige Weißfärbung. Dann beträgt die Sehfähigkeit oft nur noch 20 bis 30 Prozent."

Je später operiert wird, desto schwieriger ist der Eingriff

Zu lange sollte man Experten zufolge mit dem Eingriff aber nicht warten. Nicht nur, dass das Sehvermögen irgendwann stark eingeschränkt ist. "Bei längerem Zuwarten muss zudem mehr Energie aufgebracht werden, um die trübe Linse zu entfernen und damit steigt die Komplikationsrate", erklärt Eckert. Auch die Vermessung des Auges ist im fortgeschrittenen Stadium schwieriger.

Die trübe Linse wird abgesaugt

Vor dem Eingriff wird das Auge betäubt. Meist kommen hierfür Augentropfen zum Einsatz, seltener Spritzen. Um dem Patienten die Angst zu nehmen, wird ergänzend oft ein Beruhigungsmittel verabreicht. Bei dem Eingriff selbst, der meist ambulant erfolgt, wird die trübe Linse mittels Ultraschall oder mit Hilfe eines Lasers zerkleinert und anschließend abgesaugt.

In die verbleibende Linsenkapsel wird dann die Kunstlinse eingesetzt. Mit der neuen Linse können zudem Sehschwächen wie Kurz- oder Weitsichtigkeit ausgeglichen werden. Die Operation dauert nicht länger als 20 bis 30 Minuten. Manche Patienten berichten von einem leichten Ziehen im Auge. Schmerzhaft ist der Eingriff nicht. "Die Wunde muss auch nicht genäht werden", nimmt Eckert Patienten die Angst. "Sie verschließt sich von selbst wieder."

Juckreiz und Tränen nach dem Eingriff normal

Komplikationen, wie Verletzungen am Auge, sind laut dem Augenarzt selten und werden vor dem Eingriff mit dem Patienten besprochen. Möglich ist, dass es nach dem Eingriff zu Rötungen, Juckreiz und vermehrtem Tränen kommt. Um einer Entzündung vorzubeugen, werden entsprechende Augentropfen verabreicht. Zudem ist nach dem Eingriff ein Fremdkörpergefühl möglich, das aber rasch nachlässt.

"Nach wenigen Tagen ist der Patient in der Regel wieder einsatzfähig", erklärt Eckert. Um das operierte Auge zu schonen, wird ein Verband angebracht, der einige Tage das Auge schützt. Bei Schmerzen oder einer Sehverschlechterung nach Abnahme des Verbandes sollte sofort ein Augenarzt aufgesucht werden.

Nach dem Eingriff nur vorsichtig bücken

Damit die Kunstlinse Zeit hat einzuwachsen und das Auge in den ersten Wochen nicht unnötig gereizt wird, sollte man die Augen vor Staub und Schweiß schützen, körperliche Anstrengungen vermeiden und sich nur vorsichtig bücken. Bis die bestmögliche Sehkraft erreicht ist, können mehrere Wochen vergehen.

Medikamente gegen Grauen Star gibt es nicht

Übrigens: Medikamente gegen den Grauen Star gibt es nicht. Auch mit einer Brille kann in aller Regel keine volle Sehschärfe mehr erreicht werden. Im fortgeschrittenen Stadium hilft nur noch eine Operation. Die Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für die Standardbehandlung. Kommen weitere Korrekturen hinzu, muss der Betroffene hierfür selbst in den Geldbeutel greifen.

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