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Zahl der Grippefälle in Deutschland stark angestiegen

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Wie Sie sich schützen können  

Zahl der Grippefälle in Deutschland stark angestiegen

09.02.2018, 08:35 Uhr | dpa, AFP

Zahl der Grippefälle in Deutschland stark angestiegen. Kranker Mann auf der Couch (Quelle: Getty Images/Jelena Danilovic)

Grippe: In Deutschland breitet sich die Grippe aktuell vermehrt aus. (Quelle: Jelena Danilovic/Getty Images)

Fieber, trockener Husten, Kopfschmerzen und starkes Krankheitsgefühl: Unter den Menschen in Deutschland breitet sich derzeit vermehrt die Grippe aus.

In der vergangenen Woche wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin bislang 15.188 labordiagnostisch bestätigte Fälle gemeldet, wie aus dem aktuellen Wochenbericht des Instituts hervorgeht. Damit wurde mit Abstand der höchste Wert pro Woche seit Beginn der Grippewelle im Dezember registriert. In zwölf Prozent der Fälle waren Patienten im Krankenhaus. Laut Bericht wurden auch mehrere Ausbrüche in Schulen und Kindergärten gemeldet.

Die Zahl der Arztbesuche, die der Influenza zugeschrieben werden, liege bislang unter dem Niveau der schweren Grippewelle 2016/17, erklärte Grippeexpertin Silke Buda vom RKI. Zur Schwere der aktuellen Grippewelle insgesamt gab es allerdings noch keine Angaben – diese bewertet das Institut immer erst nach Saisonende.

Unterschiede zwischen Grippe und Erkältung

Ein grippaler Infekt, wie eine Erkältung auch genannt wird, hat mit der echten Grippe nichts zu tun. Beide werden durch verschiedene Erreger verursacht. Eine Grippe wird durch Influenzaviren ausgelöst, Erkältungen werden von verschiedenen Erregern hervorgerufen wie zum Beispiel Rhino- und Coronaviren.

Symptome einer Erkältung

Zu den Erkältungssymptomen zählen

  • Halsschmerzen,
  • Schnupfen und
  • Husten,
  • seltener auch erhöhte Temperatur oder Fieber.

In Einzelfällen, etwa bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, kann jedoch auch eine Erkältung zu schweren Komplikationen führen.

Symptome der Grippe

Im Gegensatz zu einer normalen Atemwegserkrankung, die meist nach wenigen Tagen überstanden ist, schlägt die Virusgrippe schnell und heftig zu. Symptome sind in der Regel

  • plötzlich auftretendes hohes Fieber über 39 Grad Celsius,
  • Schüttelfrost,
  • Muskelschmerzen,
  • Schweißausbrüche,
  • allgemeine Schwäche,
  • Kopf- und Halsschmerzen,
  • Schnupfen und
  • trockener Reizhusten.

Nicht jeder Infizierte erkrankt allerdings auch. Zudem sind eine echte Grippe und eine Erkältung nicht immer anhand der Symptome zu unterscheiden. In Zweifelsfällen lässt sich eine Grippe durch einen Rachen- und Nasenabstrich im Labor nachweisen.

So können Sie sich schützen

Vor allem Ältere und chronisch Kranke sollten sich gegen Influenza impfen lassen. Ein einfacher und effektiver Schutz gegen Infektionen ist aber auch das Händewaschen. Mehrmals am Tag sollten die Hände für 20 bis 30 Sekunden mit Wasser und Seife gewaschen werden. In einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) von 2016 gab allerdings nur knapp jeder Zweite an, sich in der kalten Jahreszeit beim Nachhausekommen regelmäßig die Hände zu waschen.

Es ist in jedem Fall ratsam, die Hände vom Gesicht fernzuhalten und aufs Händeschütteln zu verzichten, um die Ansteckungsgefahr zu mindern. Wenn viele Menschen zusammenkommen, wie zum Beispiel im Karneval, ist das Übertragungsrisiko besonders hoch. Wechselduschen und Saunagänge härten den Körper ab und machen ihn weniger anfällig für Infekte. Zudem befeuchten nasse Tücher auf der Heizung und regelmäßiges Lüften die Raumluft, denn Heizungsluft trocknet die Schleimhäute aus und macht sie anfälliger für Viren.

Welche Erkältungs- und Grippemittel Linderung verschaffen können

Gegen Grippeviren gibt es Medikamente, die allenfalls die Dauer der Erkrankung leicht verkürzen können. Sie können aber zu Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen führen. In der Regel hilft es nur, auszuruhen und abzuwarten. Es gibt freilich eine Reihe von Mitteln, die Beschwerden lindern, darunter Schmerzmittel wie Ibuprofen und Paracetamol sowie abschwellende Nasensprays.

Antibiotika helfen nicht gegen Erkältungensviren, sondern sind höchstens sinnvoll, wenn eine bakterielle Infektion der Atemwege hinzukommt und mögliche Komplikationen drohen. Auch Präparate mit Zink, Vitamin C oder Echinaceaextrakten werden oft bei Erkältungen empfohlen, zuverlässige Nachweise über die Wirksamkeit gibt es aber nicht.

Wer sich rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke holt, der sollte besser jedes Symptom einzeln bekämpfen, rät die Stiftung Warentest. Die viel beworbenen Kombipräparate, die gleich mehrere Wirkstoffe enthalten, sind nach Ansicht der Verbraucherexperten gegen Erkältung wenig geeignet.

Schnupfensprays nicht leichtfertig verwenden

Werden bestimmte abschwellende Nasentropfen oder -sprays länger als fünf bis sieben Tage nacheinander angewendet, kommt es zu einem dauerhaft starken Anschwellen der Nasenschleimhaut. Es entsteht ein sogenannter medikamentenbedingter Schnupfen, der dann eine oft monate- oder jahrelange Verwendung der Mittel nach sich zieht. Patienten werden regelrecht süchtig. Auf Dauer wird die Funktion der Nasenschleimhaut dadurch zerstört.


Wie Sie erkennen, ob Sie an einer Grippe erkrankt sind oder unter einer starken Erkältung leiden, erfahren Sie hier.

Verwendete Quellen:
  • dpa
  • afp

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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