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Weißer Hautkrebs wird in Deutschland immer häufiger

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Unscheinbar im Anfangsstadium  

Schuppige Stellen können auf weißen Hautkrebs hindeuten

12.10.2015, 14:32 Uhr | cme, dpa-tmn

Weißer Hautkrebs wird in Deutschland immer häufiger. Krebs: Schlecht heilende Wunden können auf Hautkrebs hindeuten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Immer mehr Menschen erkranken an weißem Hautkrebs. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Weißer Hautkrebs ist im Anfangsstadium für Laien schwer zu erkennen. Oft zeigt er sich zunächst durch raue, schuppige Hautstellen, darauf weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hin. Umso wichtiger sei es, die Haut regelmäßig auf Anzeichen abzusuchen.

Rund 210.000 Deutsche erhalten jährlich die Diagnose. Wird der Tumor früh erkannt, seien die Heilungschancen hoch, so die Patienteninformationsseite des IQWiG (www.gesundheitsinformation.de).

Basaliom kann wie ein Pickel aussehen

Ärzte unterscheiden zwei Arten von weißem Hautkrebs: das Basalzellkarzinom - auch Basaliom genannt - und das Plattenepithelkarzinom, das auch unter dem Namen Stachelzellkrebs bekannt ist. Beide Tumorarten werden hauptsächlich durch UV-Strahlung ausgelöst und finden sich daher häufig im Gesicht oder an den Händen. Das Basalzellkarzinom entsteht meist in den Hautbereichen, die viel Sonne abbekommen, zum Beispiel im Gesicht und im Nacken. . Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen. Zuerst bildet sich ein kleiner, hautfarbener Knoten. Auch schuppige, raue Stellen, die nicht abheilen, immer wieder bluten oder jucken, sollten ernst genommen werden.    

Heilen die Hautveränderungen nicht ab oder vergrößern sie sich, sollte man zum Arzt gehen. Nur dieser kann erkennen, ob hinter den Pickeln und Rötungen weißer Hautkrebs steckt.   

Das Plattenepithelkarzinom ist bei Männern häufiger

Das Plattenepithelkarzinom tritt bei Männern häufiger auf als bei Frauen. Meist entwickelt sich der Krebs aus einer Krebsvorstufe, der sogenannten "aktinischen Keratose". Er findet sich häufig auf der Ohrenkante oder im Gesicht und ist schwer zu erkennen: Eine schuppige verfärbte Stelle oder eine schorfige Wunde, die manchmal blutet, können Warnsignale sein.

Behandlung: Weißer Hautkrebs im Frühstadium gut heilbar

Wird weißer Hautkrebs frühzeitig entdeckt, ist die Prognose sehr gut. Oft wird er mit Salben erfolgreich behandelt. Dafür trägt der Arzt die oberste Hautschicht ab und eine Salbe auf. Sie muss mehrere Stunden einwirken. Anschließend wird die Hautstelle mit speziellem Rotlicht bestrahlt, das die Krebszellen zerstört. Oberflächliche Tumore können seit rund zehn Jahren auch mit einer Creme behandelt werden, die der Patient über mehrere Wochen selbst aufträgt.

Für eine Behandlung mit Creme ist es zu spät, wenn größere Hautpartien betroffen sind und der Krebs in tiefere Hautschichten vorgedrungen ist. Dann muss operiert werden. Dabei kann nicht immer das gesamte betroffene Gewebe entfernt werden und häufig bleiben unschöne Narben zurück. Auch Bestrahlungen und Medikamente können bei der Therapie zum Einsatz kommen.

Nach Hautkrebs-OP bleiben große Narben

Im Gegensatz zum aggressiven schwarzen Hautkrebs bildet der weiße Hautkrebs nur selten Metastasen. Von 1000 Betroffenen, die einen Basalzellkrebs haben, stirbt laut Angaben des IQWiG eine Person. Das Plattenepithelkarzinom dagegen ist aggressiver. An dieser Krebsart sterben von 1000 Erkrankten etwa 40 bis 50 Menschen.

Doch auch wenn der Krebs in vielen Fällen heilbar ist, können die Folgen dennoch verheerend sein: Da die Krebszellen in das benachbarte Gewebe hineinwachsen, müssen bei der Operation manchmal große Bereiche entfernt werden. Der Krebs frisst sich förmlich in die Haut, es kann zu großen und unschönen Narben kommen.

Regelmäßiges Hautscreening ist wichtig

Laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg ist die Zahl der Betroffenen in den vergangenen 20 Jahren stark gestiegen. Besonders wichtig sind deshalb die Früherkennung und das regelmäßige Hautscreening beim Dermatologen. Besonders bei unklaren Hautveränderungen sollten Sie sich an einen Spezialisten wenden. Ein Ganzkörper-Hautscreening zahlen die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten ab 35 Jahren alle zwei Jahre.

Vorsicht mit Sonnenbädern

Die beste Vorsorge gegen Hautkrebs ist aber, die Haut vor der Sonne zu schützen und Solariumsbesuche zu vermeiden. Das gilt vor allem für Menschen mit einem hellen Hauttyp. Zudem steigt mit zunehmendem Alter das Risiko. Während Stachelzellkrebs häufig bei über 60-Jährigen diagnostiziert wird, tritt Basalzellkrebs laut IQWiG bereits häufig im Alter von 40 bis 50 Jahren auf.

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