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Blasenkrebs ist heimtückisch: Das sind die Symptome

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Vorsicht bei Blut im Urin!  

Warum Blasenkrebs so lange unbemerkt bleibt

10.03.2017, 11:12 Uhr | nho

Blasenkrebs ist heimtückisch: Das sind die Symptome. Grafische Darstellung eines weiblichen Unterleibs. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Grafische Darstellung eines weiblichen Unterleibs. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Blasenkrebs ist eine der heimtückischsten Krebsarten. Jahrelang kann eine bösartiges Geschwür unbemerkt in der Blase wachsen. Rund 29.000 Mal pro Jahr erhalten Menschen hierzulande eine entsprechende Diagnose. Wir erklären Risiken und Warnzeichen. 

Warum Geschwülste in der Harnblase und den Harnwegen entstehen, ist noch unklar. Männer sind mehr als doppelt so oft betroffen wie Frauen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben einige Faktoren nachweisen können, die das Erkrankungsrisiko für Blasenkrebs erhöhen. Der Urologe Professor Dr. Stephan Peter erklärt, welche Risiken es gibt und wie man Blasenkrebs erkennen kann.

Rauchen ist Risikofaktor Nummer eins

"Rauchen ist ein ganz wichtiger Risikofaktor für ein Blasenkarzinom", erklärt Prof. Dr. Stephan Peter, Urologe in Darmstadt. Exzessiver Kaffegenuss könne diesen zusätzlich verstärken. Auch Passivrauchen erhöht das Risiko, denn die krebserregende Substanzen des Zigarettenrauches werden von der Niere aus dem Blut gefiltert und gelangen mit dem Urin in die Blase, wo sie die Schleimhaut schädigen. Experten schätzen, dass etwa 30 bis 70 Prozent aller Blasenkrebs-Erkrankungen auf das Rauchen zurückzuführen sind.

Schädliche Chemie in Haarfarben

Ein weiterer Risikofaktor sind bestimmte Chemikalien – aromatische Amine. In Branchen wie der Chemie-, Stahl- und Lederindustrie, Zahntechnik und im Friseurhandwerk ist Blasenkrebs eine anerkannte Berufskrankheit. "Deshalb ist Blasenkrebs auch eine Erkrankung der Industrieländer", erklärt der Urologe. Heutzutage gibt es verbesserte Sicherheitsvorkehrungen für den Umgang mit aromatischen Aminen am Arbeitsplatz.

Aber auch im privaten Alltag kommen zahlreiche Menschen mit den krebserregenden Substanzen in Kontakt. So stehen chemische Haarfärbemittel unter Verdacht, das Blasenkrebsrisiko zu erhöhen. Eine Untersuchung von "Öko-Test" ergab, dass viele dauerhaft haltbaren Oxidationshaarfarben in Braun- und Rottönen die krebserregenden aromatischen Amine enthalten. Die Mittel wurden deshalb vom Markt genommen.

Männer trifft es häufiger

Männer erkranken mehr als doppelt so oft an Blasenkrebs als Frauen. Das liege daran, dass Männer einfach mehr geraucht haben, erklärt Peter. "Doch die Frauen holen da schon auf". Ein weiterer Grund für die häufigere Erkrankung von Männern sei aber auch die vergrößerte Prostata. "Blasenkrebs ist ein Krebs des Alters. Je länger die krebsverursachenden Substanzen in der Harnblase verbleiben, desto mehr Schaden können sie anrichten". In der vergrößerten Prostata bei älteren Männern bleibe zudem mehr Restharn, der auch nach dem Wasserlassen besteht. "Frauen entleeren ihre Blase auch im Alter besser", erklärt der Experte.

Bei Blut im Urin sofort zum Arzt

Tückisch ist, dass Blasenkrebs im Frühstadium kaum Beschwerden verursacht. Am häufigsten werden Betroffene durch Blut im Urin alarmiert, das schmerzfrei ausgeschieden wird. "Das ist in 100 Prozent der Fälle das erste Anzeichen", sagt Peter und rät allen Betroffenen sofort einen Arzt aufzusuchen. Wird der Blasenkrebs nicht rechtzeitig erkannt, kann dieser das Muskel- und Lymphgewebe befallen, warnt Professor Dr. Peter. Ist dies der Fall kann auch eine Blasenentfernung nicht mehr helfen und der Krebs endet tödlich.

Wie der Arzt Blasenkrebs diagnostiziert

Ob ein Verdacht auf Blasenkrebs begründet ist, kann ein Arzt durch Analyse des Urins, Tast- und Ultraschalluntersuchungen, Blasenspiegelung und eine Röntgenkontrastdarstellung der Nieren und Harnwege feststellen. Zirka 70 Prozent aller Blasentumoren werden in einem Stadium erkannt, in dem sie noch oberflächlich wachsen und operativ entfernt werden können.

Auch mit einer Chemotherapie in der Harnblase kann der Krebs gut geheilt werden. Ist das Stadium schon fortgeschrittener, muss die Harnblase entfernt werden. "Dann bekommen die Patienten einen Blasenersatz und es wird ein sogenanntes Urostoma gelegt", erklärt der Professor. Das Urostoma ist eine künstliche Harnausleitung durch die Bauchdecke, durch das der Urin dann ausgeschieden wird. 

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