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Mastercard kündigt NFC-Zwang für neu aufgestellte Kassensysteme an

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Kontaktloses Bezahlen  

Mastercard kündigt NFC-Zwang an

16.07.2014, 06:58 Uhr | dpa

Mastercard kündigt NFC-Zwang für neu aufgestellte Kassensysteme an. MasterCard-Logo (Quelle: imago/Revierfoto)

Wer MasterCard unterstützt, muss auch bargeldloses Bezahlen per NFC anbieten. (Quelle: Revierfoto/imago)

Ab dem 1. Januar 2015 müssen neu aufgestellte Kassensysteme, die Mastercard unterstützen, auch mit der Nahfunktechnik NFC ausgestattet sein. Das hat die Kreditkartengesellschaft am Dienstag bekanntgegeben. Mit dem NFC-Zwang will Mastercard das kontaktlose Bezahlen vorantreiben – in Deutschland stieß diese Form der digitalen Bezahlung bisher auf wenig Gegenliebe.

Die Branche versucht schon länger, den Nahfunk als Standard für künftige Bezahldienste zu etablieren, auch weil er die Tür zu digitalen Portemonnaies in Smartphones öffnet. In Deutschland kam sie aber bisher nicht weit. Nach Schätzungen sind hierzulande nur etwa fünf Prozent der 700.000 Mastercard-Akzeptanzstellen für das kontaktlose Bezahlen ausgerüstet. In Polen ist es hingegen rund jedes vierte Terminal.

Der jetzt angekündigte NFC-Zwang dürfte die Entwicklung hierzulande beschleunigen. "Deutschland zählt zu den strategisch wichtigen Märkten für uns", betonte Mastercard-Landeschef Pawel Rychlinski am Dienstag.

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Alte Terminals werden ausgetauscht oder mit einem Update versehen. Auf diese Weise sollen in Deutschland spätestens ab 2018 alle für Mastercard zertifizierte Terminals für die kontaktlose NFC-Technologie bereit sein.

Apple als Nachzügler bei NFC

Einmal installiert, wären die Kassen auch für andere Kartenanbieter und Handy-Bezahlsysteme offen. Während fast alle modernen Android-Smartphones längst NFC-Chips haben, verweigerte sich Apple in seinen iPhones lange dieser Technik. Erst mit dem iPhone 6 und iPhone 6 Plus legte Apple nach und führte neben dem NFC-Funkchip sogar gleich ein eigenes Bezahlsystem namens Apple Pay ein.

Die NFC-Technologie wurde bisher oft skeptisch beäugt. Kritiker verwiesen auf zu geringe Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Verfahren beim Bezahlen mit Bankkarten.

Bargeldloses Bezahlen wird attraktiver

Inzwischen kommen aber auch aus dem Lager bisheriger Gegner sanftere Töne. So wetterte beim Bezahldienst PayPal der bisherige Chef David Marcus, der die Firma vor kurzem verließ, stets gegen NFC als "eine Technologie auf der Suche nach einem Problem".

Jetzt schließt Produktchef Hill Ferguson nicht aus, dass auch PayPal die Technik integrieren könnte. "Dinge in diesem Ökosystem ändern sich, und NFC scheint heute attraktiver als vor einem halben Jahr." Außerdem sei die Situation in einzelnen Märkten unterschiedlich: In Australien sei NFC zum Beispiel deutlich mehr verbreitet als in Deutschland. "Dort, wo diese Technologie akzeptiert wird, werden auch wir sie nutzen", sagte Ferguson.

PayPal setzt auf Bluetooth

Zugleich treibt PayPal aber auch sein eigenes Verfahren voran, bei dem das Einchecken per Smartphone Bankkarten und Bargeld ersetzen soll. Am Dienstag wurde eine Kooperation mit dem Anbieter von Gastronomie-Kassensystemen Orderbird bekanntgegeben. Zurzeit sei das Bezahlen mit dem Smartphone in 75 Gaststätten möglich, darunter in Hamburg, Köln, Frankfurt und München. Bis Ende des Jahres will PayPal das Verfahren in 2000 Restaurants in Deutschland anbieten.

Geplant ist außerdem eine Erweiterung mit der Beacon-Technologie: So könnten Kunden automatisch die Signale eines Bluetooth-Senders im Restaurant empfangen und mit ihrem PayPal-Konto "einchecken", ohne das Handy aus der Tasche zu ziehen. Erst am Montag hatte PayPal die Verbindung des Systems mit dem Mobil-Bezahldienst Payleven angekündigt.

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