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Nokia präsentiert neue Windows-8-Lumia-Smartphones

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Nokia zeigt neue Windows-8-Smartphones

14.10.2012, 23:19 Uhr | Christian Fenselau

Der angeschlagene Handy-Hersteller Nokia hat zusammen mit Microsoft am Donnerstag seine neuen Lumia-Smartphones mit dem Betriebssystem Windows Phone 8 präsentiert. In einer Show, die in der US-Metropole New York stattfand, stellten die Finnen zwei neue Modelle vor, das Lumia 820 und das Lumia 920. Beide sind technisch in der Oberklasse angesiedelt, haben einen großen Bildschirm und einen flinken Prozessor. Das Lumia 920 sei das "innovativste Handy der Welt".

Die neu vorgestellten Modelle heißen Nokia Lumia 820 und Lumia 920 und unterscheiden sich in Größe sowie Ausstattung. Beide laufen mit dem ebenfalls neu vorgestellten Windows Phone 8. Das Lumia 920 löst das bisherige Topmodell Lumia 900 mit Windows Phone 7.5 ab. Es sieht dem Vorgänger zum Verwechseln ähnlich, hat ebenfalls ein Unibody-Gehäuse aus Polykarbonat, ist aber mit 4,5-Zoll-Display etwas größer. Zum Vergleich: Der Bildschirm des Lumia 900 misst 4,3 Zoll, der vom Samsung Galaxy S3 hat eine 4,8-Diagonale.

Nokia Lumia 920 mit abgespeckter PureView-Kamera

Das Nokia Lumia 920 sei das "innovativste Handy der Welt", erklärte Microsoft-Manager Joe Belfiore, der das Smartphone ausgiebig vorstellte. In der Tat bietet das neue Top-Modell einige Raffinessen in Sachen Software und Hardware. So kann zum Beispiel das Display auch mit Handschuhen oder Fingernägeln bedient werden, auch die Kamera bietet einige Neuerungen.

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Das Lumia 920 wird es in fünf verschiedenen Farben geben. Wem die Knallfarben Rot und Gelb nicht gefallen, dem bleiben Schwarz, Weiß oder Grau. Die eingebaute Kamera bietet "PureView"-Technik. Nokia hat diese Technologie entwickelt und erstmals im Nokia 808 verbaut. Dabei werden extrem viele Pixel aufgenommen und für das Bild heruntergerechnet, das Ergebnis ist eine für eine Handykamera unerreichte Bildqualität. Das Lumia 920 wird jedoch nur eine abgespeckte PureView-Kamera bekommen. Der Grund dafür dürfte in der Gehäusedicke liegen; das Lumia 920 ist deutlich dünner und hat für die Fototechnik weniger Platz als das Nokia 808. Ein Pluspunkt ist die lichtstarke Linse des Lumia 920, die auch bei nicht optimalen Lichtverhältnissen ohne Blitzlicht auskommt.

Die weiteren Zutaten des Lumia 920 wie 1,5-Gigahertz-Doppelkernprozessor und ein Gigabyte Arbeitsspeicher Technik übertreffen das Lumia 900 deutlich, das auch schon unter Windows Phone 7.5 sehr flott läuft. Der Bildschirm zeigt mit 1280 × 768 Pixeln mehr Bildpunkte als jedes andere Smartphone – eine deutliche Verbesserung gegenüber den 800 × 480 Pixeln des Vorgänger-Displays.

Lumia 820 in sieben Farben

Das Nokia Lumia 820 ist mit einem 4,3-Zoll-Display etwas kleiner und löst mit 800 × 480 Pixeln deutlich gröber auf. Die verbauten Komponenten sind kaum schwächer als beim Topmodell, Prozessor und Arbeitsspeicher sind identisch. Die Kamera bietet 8 Megapixel ohne PureView-Technik, der Speicher ist mit 8 GB geringer, lässt sich aber via Speicherkarte erweitern. Das Lumia 820 wird sogar in sieben verschiedenen Farben auf den Markt kommen. Preise sind noch nicht bekannt.

Von einstiger Marktdominanz weit entfernt

Mit dem neuen Smartphone-System Windows Phone 8 will Nokia wieder Boden auf die Konkurrenz gutmachen. Das war mit dem Vorgänger Windows Phone 7 weniger gut geglückt. Nokia verkauft zwar mittlerweile mehr Windows-Phones als Samsung oder HTC, das Windows-System spielt aber auf dem Gesamtmarkt der Smartphones neben Android und Apple iOS nur eine untergeordnete Rolle. Von der einstigen Marktdominanz der Symbian-Modelle ist Nokia weit entfernt. Branchenbeobachter machen neben der geringeren Auswahl an Apps auch die unglückliche Update-Politik dafür verantwortlich, dass sich die bisherigen Lumia-Smartphones eher schleppend verkaufen. Denn die aktuell im Handel befindlichen Nokia-Lumias lassen sich nicht auf Windows Phone 8 updaten.

Nokias letzte Chance

Mit den neuen Lumia-Modellen ist diese Verkaufsbremse vom Tisch. Nokia hat auch sonst einiges dafür getan, den Absatz wieder anzukurbeln. Außer der guten technischen Basis, die auch bei den reinen Zahlen mit den besten Android-Smartphones mithalten kann, setzen die Finnen auf ein unverwechselbares Gehäuse, das nicht wie eine beliebige Kopie anderer Smartphones aussieht. Durch die aus einem Block gefräste Bauweise entsteht ein solides Äußeres ohne Spaltmaße und wackelige Rückendeckel – jedoch mit dem Nachteil eines fest verbauten, nicht wechselbaren Akkus. Dazu gibt es eine Vielzahl an Farben. Das bedeutet aber auch, dass es sich hier um Nokias letzte Chance handelt, im Smartphone-Markt eine Rolle zu spielen. Der einstige Marktführer schreibt bereits mehrere Quartale in Folge rote Zahlen und hat keinen echten Ausweichplan.

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