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MWC: Nokia Lumia 520 und 720 kommen zum Kampfpreis

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Nokia bringt Smartphones zum Kampfpreis

26.02.2013, 18:40 Uhr | Christian Fenselau

MWC: Nokia Lumia 520 und 720 kommen zum Kampfpreis. Das Nokia Lumia 520 soll 200 Euro kosten (Quelle: Hersteller)

Das Nokia Lumia 520 soll 200 Euro kosten (Quelle: Hersteller)

Nokia hat auf dem Mobile World Congress 2013 in Barcelona zwei neue Smartphones vorgestellt, die mit hochwertiger Technik zum kleinen Preis punkten sollen: das Nokia Lumia 520 und das Nokia Lumia 720. Mit seinen neuen Windows-8-Smartphones will der finnische Hersteller den Konkurrenzkampf bei Mittelklasse-Smartphones neu definieren. Ein baldiges Ende von Nokias Durststrecke ist allerdings nicht in Sicht.

Mit den beiden Neuvorstellungen wird es insgesamt fünf Modelle vom Lumia 520 bis zum 720 mit dem Betriebssystem Windows Phone 8 geben – zu Preisen von 200 bis zu 600 Euro. Doch Nokia verspricht, auch bei den günstigeren Modellen hochwertige Technik einzubauen, etwa beim Touchscreen, der auch mit Handschuhen bedienbar sein soll, oder bei den lichtstarken Kameralinsen. Nominell lösen die Kameras 6,7 und 5,0 Megapixel auf, die Qualität der Fotos wird sich in ersten Tests zeigen.

Sowohl das Lumia 520 als auch das 720 sind mit einem Zweikern-Prozessor mit 1-Gigahertz-Taktung, 512 Megabyte Arbeitsspeicher und 8 Gigabyte internem Speicher ausgestattet. Das Lumia 520 ist mit einer Displaydiagonalen von 4 Zoll das kleinere der beiden Handys. Ebenso wie das Lumia 720 zeigt das Display 480 × 800 Pixel – das sind eher typische Werte der Mittel- als der Einsteigerklasse. Mit einem Preis von voraussichtlich 199 Euro liegt das Lumia 520 am unteren Ende der Lumia-Serie.

Lumia 720: Gehäuse aus einem Block gefräst

Das Lumia 720 hat vom Topmodell 920 unter anderem die Unibody-Bauweise geerbt. Das Gehäuse ist aus einem Block gefräst, damit entfallen Spaltmaße und wacklige Teile – zum Preis eines fest verbauten Akkus. Ebenfalls vom Lumia 720 stammt die kabellose Ladefunktion, sie setzt jedoch aufpreispflichtiges Zubehör auf das 380 Eure teure Handy voraus. Auch bei der Software sollen die Innovationen aus den Spitzenmodellen in die einfacheren Modelle fließen, etwa bei den Kartendiensten. Allen "kleineren" Modellen kommt zugute, dass das Windows-System auch bei schwacher Prozessorleistung vergleichsweise flüssig läuft und hochgetaktete Mehrkernprozessoren kaum nötig sind.

Wachsende Konkurrenz aus China

Nokias Durststrecke, die mittlerweile zwei Jahre andauert, ist damit jedoch nicht beendet. Zwar verkaufen sich die Lumias besser als die Vorgängermodelle mit Windows Phone 7, doch mit Samsung und Apple kann Nokia nicht annähernd mithalten. Nokia ist beim Kampf um die Marktführerschaft derzeit ein Außenseiter. Beim Kampf um Marktanteile im Billigsegment, das Nokia insbesondere mit dem Lumia 520 anpeilt, kommt wachsende Konkurrenz aus China; Huawei und ZTE sind auf Expansionskurs. Auch von den neuen Firefox-Phones droht Konkurrenz in den unteren Preisregionen.

Symbian, die brennende Plattform

In den letzten beiden Jahren hat Nokia milliardenschwere Verluste eingefahren. Der radikale Kurswechsel vom einstigen Marktführersystem Symbian hin zu Windows wurde nicht von allen Branchenkennern verstanden. Nokia-Boss Elop bezeichnete Symbian als "brennende Plattform" – obwohl sich die Smartphones noch gut verkauften, die Absatzzahlen brachen erst später dramatisch ein. Nach wie vor sind beispielsweise die Symbian-Smartphone Nokia N8 und 808 Pure View erhältlich. Das Nokia N9 mit dem Alternativ-System Meego soll häufiger verkauft worden sein als einzelne Lumias, obwohl es in den absatzstarken Ländern wie USA, Deutschland oder Frankreich gar nicht erst auf den Markt kam.

Die Neuausrichtung auf das Windows-System lief alles andere als glatt. Mit dem ersten Modell, dem Nokia Lumia 800, wurde das Design vom Nokia N9 übernommen – die Technik war alles andere als revolutionär. Displaygröße und -auflösung waren geringer als beim N9, die Frontkamera fehlte, der Einkernprozessor war schwächer als die der Android-Konkurrenz, die bereits mit Mehrkernern protzte. Später musste Nokia bekannt geben, dass die Geräte kein Update auf Windows Phone 8 erhalten werden. Das im Frühjahr 2012 neu eingeführte Topmodell Lumia 900 galt damit schon zum Marktstart als veraltet und wurde kaum verkauft, der Preis ist seitdem von 500 auf zurzeit 275 Euro gefallen. Zum Vergleich: Das Symbian-Smartphone 808 Pure View ist ähnlich lange auf dem Markt und kostete zu Beginn ebenfalls 500 Euro, doch es wird immer noch für über 400 Euro gehandelt.

Nokia in Schwellenländern erfolgreich

Nokia hält das einfache Handygeschäft über Wasser: Die Asha-Modellreihe, einfache, günstige Smartphones für Schwellenländer, ist sehr erfolgreich – 9,3 Millionen Stück wurden allein im letzten Quartal 2012 verkauft. Auch die einfachen Tastenhandys tragen dazu bei, dass Nokia immer noch einen hohen Marktanteil bei mobilen Geräten innehat. Doch die Billig-Handys werfen weniger Profit ab als die hochpreisigen Smartphones. "Nokia muss auch bei den lukrativeren Smartphones Fuß fassen", erklärte Gartner-Analystin Annette Zimmermann laut dpa. Für viele Marktbeobachter ist das Überleben des einstigen Weltmarktführers vom Erfolg bei Smartphones abhängig.

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