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Einbruchschutz: Einfache Tipps halten Einbrecher fern

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Bewegungsmelder und Scheinwerfer  

Einfache Tipps halten Einbrecher fern

20.11.2017, 07:04 Uhr | dpa, t-online.de

Sicherheitsvorkehrungen erschweren Einbrechern das Begehen einer Tat (Foto: Imago)
Einfache Tipps halten Einbrecher fern

Vor allem bei Ausflügen und im Urlaub kann die Angst vor Einbrechern ein schlechtes Gefühl auslösen.

Sicherheitsvorkehrungen erschweren Einbrechern das Begehen einer Tat (Quelle: t-online.de)


Im Herbst steigt erfahrungsgemäß die Zahl der Einbrüche. Die Diebe schlagen besonders häufig am späten Nachmittag und abends zu, denn die Dunkelheit bietet Einbrechern einen gewissen Schutz. Um nicht zum leichten Opfer von Einbrecherbanden zu werden, kann man einige vorbeugende Maßnahmen ergreifen.

"Gerade vor dem Beginn der dunklen Jahreszeit empfiehlt es sich, das eigene Zuhause einmal mit den Augen eines potenziellen Einbrechers zu betrachten", empfiehlt Monika Schäfer-Feil, Sprecherin der Brancheninitiative Licht.de in Frankfurt am Main. Wo gibt es dunkle Ecken und Wege? Wie sind Haus-, Neben- und Terrassentüren gesichert und beleuchtet? "Bei großen, schlecht einsehbaren Grundstücken kann zum Beispiel die Beleuchtung von Fassaden und Hecken durch breitstrahlende Scheinwerfer sinnvoll sein." Daneben sollten alle Zugangswege, Treppen und der Eingangsbereich mit Lampen versehen sein.

Auch an die Nachbarn denken

"Schön und sinnvoll ist eine dezente Beleuchtung des Außenbereichs, die Haus und Grundstück gut in Szene setzt", findet Alexander Wiech vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland in Berlin. Auf allzu starke und blendende Leuchten sollte aber lieber verzichtet werden. Sie könnten Nachbarn und Passanten stören und bieten auch nicht mehr Schutz als die sanfte Beleuchtung. "Praktisch sind LED-Strahler mit Dämmerungssensoren, die in den Abendstunden die künstliche Beleuchtung je nach Stand des Tageslichts ein- oder zuschalten", meint Schäfer-Feil.

Zusätzliche Sicherheit bieten Bewegungsmelder. "Bei der Installation ist darauf zu achten, dass sie das gesamte Grundstück und den Zugang zum Haus abdecken", betont Wiech. Der Erfassungswinkel lässt sich entsprechend einstellen. Wichtig ist: Die Geräte sollen empfindlich auf Bewegungen reagieren, aber nicht jedes Mal anspringen, wenn jemand draußen am Zaun vorbeigeht oder eine Katze über das Grundstück läuft. Sonst stellt sich schnell ein Gewöhnungseffekt ein.

Auf Bewegungsmelder mit Tier-Immun-Funktion achten

"Abhilfe können Bewegungsmelder mit einer selektiven Alarmunterdrückung oder Tier-Immun-Funktion schaffen", erklärt Schäfer-Feil. "Sie reagieren erst auf Lebewesen mit einer bestimmten Masse. Bei kleineren Tieren springen sie nicht an."

So hell sollte die Außenbeleuchtung sein

Die Kriminalpolizei rät zu Halogenscheinwerfern mit mindestens 500 Watt, sicher vor Sabotage in einer Höhe von mindestens dreieinhalb Metern angebracht.

Mit Zeitschaltuhr Anwesenheit vortäuschen

Auch im Innern des Hauses kann man einiges tun, um Einbrecher fernzuhalten. Leerstehende Wohnungen wirken besonders anziehend auf Diebe. Vor allem im Herbst und Winter ist für den aufmerksamen Beobachter leicht zu erkennen, wo die Fenster abends dunkel bleiben. "Mit einer Zeitschaltuhr ist es möglich, Anwesenheit vorzutäuschen, indem zu einem bestimmten Zeitpunkt in verschiedenen Räumen das Licht ein- und später ausgeschaltet wird", erklärt Wiech. Das Gerät wird zwischen Steckdose und Lampe gesteckt und so programmiert, dass das Licht zu einem bestimmten Zeitpunkt angeht.

"Es sollte aber nicht jeden Tag nach dem selben Muster ablaufen. Besser ist es, verschiedene Varianten einzustellen", rät Wiech. Denn bei den Einbrechern handelt es sich oft um professionell organisierte Banden, die die Objekte genau ausspähen. "Die wissen sofort, was los ist, wenn das Licht immer zur gleichen Zeit im selben Raum angeht."

Licht per App an- und ausschalten

Die Alternative sind digitale Lichtmanagementsysteme, die sich per App mit dem Smartphone programmieren und steuern lassen. "Damit kann man im Urlaub das Licht aus der Ferne an- und ausschalten", erklärt Schäfer-Feil. Die Polizei empfiehlt allerdings, beim Einbruchschutz lieber auf bewährte Technik zu setzen. "Besser eine Zeitschaltuhr als eine App", meint Andreas Mayer, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes in Stuttgart. Die Zeitschaltuhr sei einfach zu installieren und kaum störanfällig. Bei einer automatischen Lichtsteuerung per Handy sei dagegen nicht unbedingt ausgeschlossen, dass sie ausfällt oder von Fremden gehackt werden kann.

Beim Einbruchschutz nicht nur auf Licht setzen

"Mit Licht allein hält man ohnehin keine Einbrecher ab", betont Mayer. Mindestens ebenso wichtig wie eine gute Beleuchtung ist der Einbau einbruchhemmender Türen und Fenster.

Türen absichern

Empfehlenswert sind sogenannte Zylinder- oder Einsteckschlösser mit Mehrpunktverriegelung, deren Riegel mindestens 20 Millimeter tief in das Schließblech greifen. Das Schloss soll sich so weder durch Gewalt noch durch falsche Schlüssel öffnen lassen.

Schutz vor nachgemachten Schlüsseln bietet ein Schließzylinder mit Sicherungskarte. Die Experten raten auch zu einer Systemeinheit aus Schloss, Schließzylinder, einbruchhemmendem Schutzbeschlag und Schließblech. Ein zusätzliches Schloss mit Mauerverankerung sowie ein Querriegelschloss können auch sinnvoll sein. Ein Querriegel sollte rund 30 Zentimeter unterhalb des Hauptschlosses installiert sein.

Fenster aufrüsten

Sichere Fenster sollten rundherum angeordnete Pilzkopfzapfen und eine durchwurfhemmende Sicherheitsfolie haben. Zusatzschlösser sind hier auch möglich. Wichtig ist, dass die Bandseiten gesichert sind und dass nicht nur Montageschaum den Rahmen im Mauerwerk hält.

Schlupflöcher verriegeln

Kellerfenster müssen ebenfalls abgesichert sein, selbst wenn diese von außen nicht zu öffnen sind. Zusatzschutz bieten hier mindestens drei Millimeter starke Stahllochblenden, also ein Gitter vor dem Fenster. Verschraubte Bolzen oder Vorhängeschlösser sichern zusätzlich ab. Engmaschige Gitterroste mit - und das ist wichtig - verschweißten oder verdübelten Flacheisen verriegeln Lüftungsschächte. Außerdem nicht zu vernachlässigen: Mülltonnen, Gartenmöbel sowie Gerüste und Bäume in Hausnähe oder an der Fassade können Einbrecher als Kletterhilfen missbrauchen.

Hohe Aufklärungsquote bei der richtigen Warnanlage

Bei Alarmanlagen gibt es zwei Varianten, die Einbruchmeldeanlage und die Gefahrenwarnanlage. Erstere soll den Einbrecher mit einem lauten Alarm abschrecken und einen Notruf absetzen. Möglich ist auch das Auslösen eines stillen Notrufs, was der Polizei die Möglichkeit gibt, den nichtsahnenden Täter noch vor Ort zu schnappen. Die Gefahrenwarnanlage schützt vor Einbrechern und sie löst auch Alarm bei Bränden oder Wasserschäden aus.

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