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Klimaanlagen im Test: Welche taugt für die Wohnung?

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Hitzeschutz  

Die passende Klimaanlage für jede Wohnung

02.09.2016, 11:27 Uhr | sj, Stiftung Warentest, zuhause.de

Klimaanlagen im Test: Welche taugt für die Wohnung?. Klimaanlagen sollten nur vom Fachmann installiert werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Klimaanlagen sollten nur vom Fachmann installiert werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Thermometer braucht nur mehrere Tage hintereinander über die 30-Grad-Marke zu klettern, dann setzt sich die Hitze in jeder Wohnung fest. In Dachgeschosswohnungen und schlecht gedämmten Häusern leiden die Bewohner besonders. Wenn selbst nächtliches Lüften keine Abkühlung mehr bringt, liegt der Wunsch nach einer Klimaanlage auf der Hand. Doch welches System ist am besten geeignet? Man hat die Wahl zwischen fest installierten Geräten und mobilen Monoblock-Lösungen – jedes System hat seine Vor- und Nachteile.

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Die größten Stromfresser sind mobile Monogeräte, allerdings sind sie auch die in der Anschaffung günstigsten. Ihr Vorteil ist: Sie können bequem von Raum zu Raum verschoben werden und sind sofort nach dem Kauf ohne größere Umbauarbeiten einsatzbereit. Allerdings benötigen sie prinzipbedingt einen recht klobigen Abluftschlauch, der nach draußen geführt werden muss. Wer keinen festen Durchlass in der Wand installieren möchte, muss die Luft über das Fenster nach draußen ableiten. Trotz mitunter abenteuerlichen Konstruktionen, die man mit dem mitgelieferten Zubehör bauen soll, gelingt es meist nicht, den Fensterschlitz vollständig abzudichten.

Warme Luft wird angesaugt

Weil die Geräte zusätzlich einen leichten Unterdruck im Raum erzeugen, strömt warme Luft von draußen durch alle verbleibenden Ritzen in den Raum. Die einströmende Luft muss dann zusätzlich herunter gekühlt werden. Das erhöht den Stromverbrauch. Außerdem sind fast alle Geräte derart laut, dass sie zumindest für den nächtlichen Einsatz im Schlafzimmer nicht in Frage kommen. Im Test der Stiftung Warentest erhielten zwei der getesteten Geräte deshalb auch nur ein "ausreichend". Das dritte Gerät von Stiebel Eltron (ACP 24) schaffte es dank seines Zwei-Schlauch-Systems immerhin auf ein befriedigend. Hier ist ein Schlauch für die Zuluft und einer für die Abluft zuständig.

Dadurch wird verhindert, dass wie bei Geräten mit einem Schlauch ein Unterdruck entsteht, der die warme Luft ins Zimmer zieht. Deshalb lassen sich die Fenster laut Stiftung Warentest effizienter abdichten. Allerdings ist das Zweischlauch-Gerät mit einem Listenpreis von 1340 Euro auch gleich doppelt beziehungsweise fünfmal so teuer wie die beiden anderen getesteten Monoblockgeräte von DeLonghi (650 Euro) und Comfee (249 Euro). Die Stiftung Warentest hatte für die Ausgabe 07/2014 ihres Magazins "Test" insgesamt zwölf Klimageräte getestet* – drei Monoblockgeräte und neun Splitgeräte unterschiedlicher Preisklassen.

Splitgeräte kühlen besser, sind aber teurer

Mit sechsmal "Gut" schnitten dabei die Split-Geräte deutlich besser ab. Bei diesem System befindet sich jeweils das Kühlteil im Zimmer - etwa an der Wand oder an der Decke - und der Kompressor draußen. Beide Komponenten sind über eine dünne Kühlmittelleitung miteinander verbunden. Das hat zwei Vorteile: Zum einen ist der laute Kompressor nicht im Raum und zum anderen kann das Fenster geschlossen bleiben. Allerdings muss die Installation von einem Fachmann durchgeführt werden und man ist an diesen Raum gebunden.

Ein weiterer Vorteil der Splitgeräte ist der im Vergleich zu den Monoblockgeräten geringere Stromverbrauch. Nach Berechnungen der Stiftung Warentest liegen die Stromkosten bei Monoblockgeräten mindestens doppelt so hoch wie bei Splitgeräten. Auch bescheinigen die Tester den Splitgeräten eine bessere Kühlleistung. Dafür kosten sie auch deutlich mehr. Die getesteten Geräte lagen zwischen 450 Euro (Klima 1stKlaas Modell 6011) und 3350 Euro (Daikin Ururu Sarara). Hinzu kommt noch der Preis für die Installation. Testsieger mit dem Qualitätsurteil "Gut (2,0)" wurde die Mitsubishi Electric Deluxe MSZ-FH25VE für 2570 Euro (Listenpreis).

Zentrale Klimaanlage beim Neubau sinnvoll

Eine zentrale Klimaanlage ist wohl die bequemste Form des Kühlsystems für ein Haus. Allerdings sind dafür starke bauliche Eingriffe erforderlich, sodass sie sich eigentlich nur bei einem Neubau lohnt. Das Klimagerät steht dabei ausgelagert zum Beispiel in einem Keller oder auf dem Speicher und über eine Leitungs- und Lüftungssystem wird das ganze Haus klimatisiert. Sinnvoll bei einem Neubau ist auch der Einbau einer Wärmepumpe. Eigentlich zum Heizen im Winter gedacht, können viele Systeme im Sommer auch als Klimaanlage wirken. Die Kühlung erfolgt dabei sehr unaufdringlich ohne Zugluft und Lärm. Je nach Größe des Hauses kann man für eine zentrale Klimaanlage durchaus 7000 bis 10.000 Euro veranschlagen. Eine Wärmepumpe kostet je nach System 10.000 bis 25.000 Euro, ersetzt aber auch die Heizung und wird staatlich gefördert.

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Luftkühler bringen wenig

Als vermeintlich günstige Kühllösung sind auch sogenannte Luftkühler für unter 100 Euro erhältlich, die für Abkühlung im Raum sorgen sollen. Die Geräte arbeiten mit dem Prinzip der Verdunstungskälte, korrekt auch als "adiabatische Kühlung" bekannt. Dabei wird Wasser oder Eis verdampft und der kühle Luftstrom mittels Ventilator im Raum verteilt. Den gleichen Effekt erzielt man auch, wenn man ein feuchtes Tuch in der Nähe eines herkömmlichen Ventilators aufhängt. Nachteil der Luftkühler: Bei schwülem Wetter wird die ohnehin schon feuchte Luft noch feuchter. Auch wird die Kühlleistung von Nutzern bei vielen Geräten als schlecht bewertet.

Welche Klimaanlage für wen?

Wer nicht beim Neubau schon die Mehrkosten für eine zentrale Klimaanlage investiert hat, sollte seine Entscheidung für ein Klimagerät von der Nutzungsgewohnheit abhängig machen. Soll ein Raum über einen längeren Zeitraum gekühlt werden, sind Splitgeräte besser geeignet als Monoblockgeräte. Sie verbrauchen weniger Strom, sind nicht so laut und weisen eine bessere Kühlleistung auf. Will man allerdings nur an besonders heißen Tagen mal für etwas Abkühlung in verschiedenen Räumen des Hauses sorgen, kann man dies mit Monoblockgeräten gut erreichen.

Vorteile der Monoblockgeräte

Monoblockgeräte sind portabel und können so je nach Tageszeit den jeweiligen Aufenthaltsort kühlen. Der günstigere Anschaffungspreis rechnet sich dann gegenüber den höheren Stromkosten, die bei seltener Nutzung wenig ins Gewicht fallen. 

Ein Vorteil von Monoblockgeräten ist außerdem, dass die Wartung einfacher und günstiger ist und vor allem selbst erledigt werden kann. Bei fest installierten Geräten sollte der Einbau und die regelmäßige Wartung einem Fachmann überlassen werden. Bei Fehlern drohen Feuer, Stromschläge oder auch Wasseraustritt.

So arbeiten Klimaanlagen am besten

Sowohl bei Splitgeräten als auch bei Monoblockgeräten hat man den Effekt, dass sie beim Kühlen einen starken Luftzug erzeugen – besonders wenn die Raumluft weit herunter gekühlt werden soll. Um die Zugluft zu reduzieren, sollte man die Temperatur höchstens vier bis sechs Grad niedriger wählen als die Außentemperatur. Meist kann man die Stärke des Luftstroms auch am Gerät regeln. Wichtig insbesondere bei Monoblockgeräten ist, dass die Lüftungsschlitze frei bleiben. Um den Geräten nicht zu viel abzuverlangen, ist es ratsam, etwaige Wärmequellen im Raum abzuschalten und Vorhänge oder Rollläden zu schließen.

Beim Anbringen eines Splitgerätes sollte man darauf achten, dass das Innengerät nicht in der Nähe eines Sitzplatzes befestigt wird, wo der Luftzug stören könnte. Der Kompressor an der Außenseite sollte möglichst an einer Wand montiert werden, an der er nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.

Wartung und Pflege

Zu den regelmäßigen Wartungsarbeiten bei einer Klimaanlage gehört das Säubern des Luftfilters. Ein verschmutzter Luftfilter setzt die Kühlleistung herab. Schmutz im Filter kann oftmals mit dem Staubsauger entfernt werden. Fest sitzende Ablagerungen werden mit warmem Wasser abgespült und der Filter anschließend getrocknet. Wichtig bei mobilen Geräten ist das Leeren des Auffangbehälters für das Kondenswasser. Spätestens nach dem Ende der Kühlsaison muss der Behälter vollständig entleert werden.

Kleine Splitgeräte mit weniger als drei Kilogramm Kühlmittel sollten alle zwei bis drei Jahre gewartet werden, bei größeren Geräten ist eine jährliche Prüfung ratsam – schon aus hygienischen Gründen. Klimaanlagen können schnell zu Keimschleudern werden.

*Den kompletten Klimagerätetest samt aller Teilergebnisse finden Sie im Magazin "test" (7/2014). Er kann auch kostenpflichtig auf den Internetseiten der Stiftung Warentest als pdf-Datei heruntergeladen werden.

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