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Nistkästen selber bauen und aufhängen: Tipps für den Nistkasten

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Brutstätte für Vögel  

Nistkästen locken natürliche Schädlingsbekämpfer in den Garten

12.04.2017, 12:00 Uhr | dpa-tmn, t-online.de

Nistkästen selber bauen und aufhängen: Tipps für den Nistkasten. Nistkästen kommen ab Februar in den Garten. (Quelle: imago/Westend61)

Nistkästen kommen ab Februar in den Garten. (Quelle: Westend61/imago)

Nistkästen können in Gärten und auf Balkonen untergebracht werden. Sie bieten Ausweichmöglichkeiten für brütende Tiere, die kaum noch alte oder morsche Bäume zum Nestbau finden. Positiver Nebeneffekt: Die Vögel vertilgen reichlich Schädlinge im Garten. Wie man Nistkästen selber baut und was man beim Aufhängen beachten sollte.

Zahlen belegen die Nützlichkeit der gefiederten Gesellen im eigenen Garten: So vertilgt beispielsweise ein Meisen-Pärchen mit Nachkommen im Jahr rund 70.000 Raupen und 20 Millionen Taginsekten. Bei milder Witterung beginnen die ersten Vögel, wie etwa die Meisen, bereits im Februar mit dem Nestbau. 

Den richtigen Nistkasten auswählen

Natürlich und atmungsaktiv sollte der Vogel-Unterschlupf sein. Nisthöhlen aus Holz, Holzbeton oder Bimsbeton haben sich besonders bewährt, sind langlebig und sehr praxistauglich. Am besten sind Kästen, deren Vorderwand leicht abnehmbar ist. Kann man nur das Dach öffnen, gestaltet sich nämlich die Reinigung recht schwierig.

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Nistkästen aus Plastik lieber meiden

Lieber die Finger lassen sollte man von maschinell ausgehöhlten Holzstämmen. Diese lassen sich oft von unten öffnen. Dann besteht die Gefahr, dass das Nest samt Jungvögel herausfällt. Finger weg auch von Nistkästen aus Plastik oder Metall. Auch wenn einige Modelle schön aussehen: Weder Plastik noch Metall sind atmungsaktiv. Das Material hält die Wärme nicht ab und lässt die Luft nicht zirkulieren. Im schlimmsten Fall droht den kleinen Piepmätzen in solchen Nistkästen der Erstickungstod.

Nistkasten selber bauen

Wer gerne selber bastelt, kann Nistkästen gut in Eigenregie bauen. Der Naturschutzbund (Nabu) empfiehlt als Grundmaß eine Fläche von zwölf mal zwölf Zentimetern. Das Dach sollte einen möglichst breiten Überstand haben, denn das schützt die Tiere besser vor Fressfeinden.

Besonders auf das Einflugloch achten

Besonders wichtig ist bei allen Häusern die Größe des Einfluglochs: 28 Millimeter Durchmesser sind etwa gut für Blau- und Tannenmeisen, 30 Millimeter für Feldsperlinge und 32 Millimeter für Kohlmeise, Haussperling, Kleiber und Trauerschnäpper. Für diese Vögel ist ein rundes Loch besser. Für den Gartenrotschwanz sollte das Einflugloch aber besser oval sein - mit einer Breite von 30 Millimetern und einer Höhe von 45 Millimetern, erklärt die Aktion Tier.

Die Unterkante des Lochs sollte immer mindestens 17 Zentimeter über dem Kastenboden liegen – auch zum Schutz vor Feinden, betont der Nabu. Ein Extra-Tipp der Tierschützer: Gut sind vier Löcher mit etwa fünf Millimeter Durchmesser zur Belüftung und Entfeuchtung im Boden.

Welches Material sich für Bastler eignet

Der Nabu rät zu 20 Millimeter dicken und ungehobelten Hölzern, etwa aus Eiche, Robinie oder Lärche. Diese sind gut haltbar. Auf Holzschutzmittel sollten Bastler verzichten, es könnte die Gesundheit der Tiere beeinträchtigen. Lösungsmittelfreie Farben auf Wasserbasis und Leinöl schützen die Außenwände vor Feuchtigkeit. Die Experten raten zum Anbringen an einen Baum zu rostfreien Alu-Nägeln, die den Schaden im Holz in Grenzen halten. Oder man nimmt feste Drahtbügel.

Nistkasten nicht auf Astgabel platzieren

Das typische Meisenhaus hängt in etwa zwei Metern Höhe an einem Baum, erklärt die Deutsche Wildtier Stiftung. Dort können auch der Feldsperling, der Spatz (Haussperling), Kleiber und Trauerschnäpper brüten. Freie Sicht – also mindestens ein paar Meter Abstand zu einer Hausmauer – sollte gegeben sein, damit die Tiere Feinde erspähen können. Das Häuschen sollte auch nicht in einer Astgabel sitzen - sonst können Katzen und Marder die Vögel leicht erreichen.

Nistkasten an der Hauswand

Grundsätzlich sind Haus- und Schuppenwände ebenfalls günstige Orte für Nisthilfen, vor allem geschützt unter dem Dach und mit einer Mindesthöhe von etwa zweieinhalb Metern. Gerade Nistkästen in Halbhöhlenform kommen an Hauswände – sie eignen sich für Bachstelze, Grauschnäpper, Haus- und Gartenrotschwanz, Rotkehlchen und Zaunkönig.

Nistkästen richtig ausrichten

Das Nisthäuschen darf nicht längere Zeit der prallen Sonne ausgeliefert sein. Das Einflugloch zeigt möglichst nicht zur Wetterseite Richtung Westen – sonst kann Wind und Regen eindringen. Die Ausrichtung Osten oder Südosten ist dagegen gut.

Den Nistkasten reinigen

Einmal im Jahr sollte man die Nistkästen reinigen, am besten in den Monaten nach der Brutzeit im September oder Oktober. So werden auch in der Nisthilfe lebende Parasiten beseitigt. Wird das Ungeziefer nicht entfernt, kann dies zu einer erhöhten Sterblichkeit der Jungvögel führen.

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