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Mücken: So bekämpfen Sie Stechmücken in Haus und Garten

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Welche Mittel helfen wirklich?  

Stechmücken in Haus und Garten bekämpfen

10.04.2017, 08:35 Uhr | sj, dpa-tmn, t-online.de

Mücken: So bekämpfen Sie Stechmücken in Haus und Garten. Eine Mücke sitzt auf einer Hand (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Vitakot)

Mücken sind nicht nur lästig, sondern auch gefährlich (Quelle: Vitakot/Thinkstock by Getty-Images)

An lauen Sommerabenden weiß man Garten, Balkon und Terrasse besonders zu schätzen. Umso ärgerlicher ist es, wenn Stechmücken das Idyll stören. Nach Regenfällen finden Mücken genügend Wasserflächen, die bei warmen Temperaturen ideale Bedingungen für ihre Brut bieten. Doch was hilft gegen Mücken? Mit diesen Tipps und Hilfsmitteln bekämpfen Sie Mücken erfolgreich.

Wie können Sie vorsorgen?

Damit möglichst wenige Mücken in das Haus oder den Garten gelangen, ist es ratsam, ihnen wenig Gelegenheiten zum Brüten in der Nähe zu geben. Stechmücken legen ihre Eier in stehende Gewässer – sogar in eine gefüllte Gießkanne. Daher sollten Wasserreste immer ausgeleert werden, rät Thomas Wagner vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde in Berlin. Auch das Wasser im Planschbecken und in der Vogeltränke gehört nach seiner Ansicht im Hochsommer täglich ausgetauscht.

Ab Juli schlüpfen die Mücken verstärkt. Deshalb sollten Sie vorsorgen und die Eiblage verhindern. Um die Plage einzudämmen, sollte die Regentonne trockengelegt werden. Wer das kostbare Gießwasser nicht einfach ausleeren will, könne die Larven aber auch mit einem Kescher entfernen. Sind noch keine Larven in der Tonne zu entdecken, sei es unbedingt ratsam, den Speicher abzudecken, empfiehlt Wagner.

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Biologische Mückenbekämpfung mit Bti

Zusätzlich lassen sich die Stechmücken-Larven in Regentonnen oder Gartenteichen sehr wirkungsvoll mit Tabletten bekämpfen. Auch wenn Tabletten nach chemischer Keule klingen, ist die Methode doch rein biologisch. Als Wirkstoff kommt der Bacillus thuringensis israelensis (Bti) zum Einsatz. Das mikrobiologische Mittel wird sowohl in Tablettenform als auch flüssig in Baumärkten oder dem Gartenfachhandel angeboten und kommt sogar zur großflächigen Mückenbekämpfung in Naturschutzgebieten zum Einsatz. Da ausschließlich bestimmte Mückenarten auf das Mittel reagieren, werden keine anderen Tiere oder gar Menschen geschädigt. Das Wasser kann anschließend auch bedenkenlos zum Gießen verwendet werden.

Fische und Vögel als natürliche Feinde

Im Gartenteich ist die Brut ohnehin weniger ein Problem: "Karpfenartige Fische wie Goldfische oder Kois stehen auf Larven", erklärt der Gartenexperte. Dazu kann man mit ein bis zwei Nistkästen in der Nähe des Teichs hungrige Vögel anlocken, für die Mückenlarven eine Delikatesse sind. Auch ein Springbrunnen ist hilfreich: Er hält die Wasseroberfläche in Bewegung und macht damit den Larven das Leben schwer.

Wenn die Mücken dann doch durch den Garten schwirren, hilft nur: Blößen bedecken und eine Geruchsattacke mit Insektenschutzmittel. "Das wichtigste Mittel zum Selbstschutz sind helle Kleider und Repellents", rät Thomas Wagner. Die chemischen Insektenvertreiber verbreiten einen Duft, der die Blutsauger abstößt. Es gibt sie als Stifte, Cremes, Sprays oder auf Pflaster. Natürliche Alternativen sind Zitronenmelisse, Lorbeeröl und Lavendel. Allerdings konnten sich die meisten natürlichen Alternativen im Praxistest nur bedingt überzeugen.

Pflanzen helfen im Kampf gegen Mücken

Auf dem Balkon und der Terrasse kann Lillibet die Mücken abwehren. Die Duftpelargonie soll laut Gartenbauverband Nord in Hamburg mit ihrem Zitrusduft Mücken und Wespen vertreiben. Dabei ist die Balkonpflanze sehr pflegeleicht und robust. Mit ihren zartrosa bis burgunderroten Blütenblättern, die aussehen wie ein gespitzter Kussmund, ist Lillibet auch optisch eine Bereicherung für jeden Balkon. Kein Wunder, dass sie von den norddeutschen Gärtnern und Fachberatern 2013 zur "Pflanze des Jahres im Norden" gekürt wurde.

Auch andere Pflanzen wirken gegen die kleinen Biester. Den Geruch von Tomatenpflanzen mögen Mücken gar nicht. Tomas Brückmann, Experte für Pestizide und Biodiversität beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Berlin, rät daher, möglichst Tomaten vor die Fenster zu setzen. Katzenminze hat die gleiche Wirkung. Wer Platz hat, kann auch einen Walnussbaum pflanzen. Denn seine ätherischen Öle vertreiben Mücken. "Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, man kann mit einem Walnussbaum vor dem Haus sogar in Mückengebieten bei offenem Fenster schlafen", versichert Brückmann.

Fliegengitter und Insektenschutz für das Haus

Um die Mücken erst gar nicht ins Haus zu lassen, sind Insektenschutzgitter die wohl wirksamste Lösung. Schon einfache Netze für wenige Euro, die per Klettband am Fensterrahmen befestigt werden, halten Insekten zuverlässig aus dem Haus fern. Komfortabler sind allerdings Fliegengitter und Rollos mit Rahmen, die es trotz Insektenschutz erlauben, das Fenster oder die Tür uneingeschränkt zu nutzen.

Ob man sich allerdings für eine maßgefertigte Lösung entscheidet, die mehrere Hundert Euro kosten kann, oder einen günstigen Bausatz erwirbt, der allerdings ein wenig handwerkliches Geschick erfordert, muss jeder selbst entscheiden. Wir stellen Ihnen die verschiedenen Insektenschutz-Lösungen vor.

Mückenstecker gefährlich oder unwirksam

Zur bequemen Mückenabwehr im Haus werden verschiedenen Mückenstecker angeboten, die zum Teil mit Ultraschall und zum Teil durch Verdampfen von Biozid funktionieren. Verschiedene Tests – unter anderem von Stiftung Warentest aus dem Jahr 2004 – sowie Nutzerberichte im Internet belegen, dass sich Mücken von Ultraschallgeräten nicht dauerhaft abhalten lassen.

Wirksamer sind die so genannten Biozidverdampfer. Dabei verdampft ein kleines Gerät, das direkt an die Steckdose angeschlossen wird, eine Flüssigkeit, die mit einem Insektengift versetzt ist. Allerdings ist der Wirkstoff auch für Menschen nicht ganz ungefährlich. Bei empfindlichen Mitmenschen und Kindern können die Dämpfe Kopfschmerzen und Schwindel auslösen oder die Atemwege reizen.

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