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Stiefmütterchen: Tipps zum Kaufen, Pflanzen und Pflegen

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Die Primaballerina der Frühlingspflanzen  

Stiefmütterchen sind robuste Frühblüher

21.07.2017, 15:26 Uhr | rw, t-online.de

Stiefmütterchen: Tipps zum Kaufen, Pflanzen und Pflegen. Stiefmütterchen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/_Vilor)

Stiefmütterchen sind schöne kleine Farbtupfer im Garten (Quelle: _Vilor/Thinkstock by Getty-Images)

Stiefmütterchen zählen zu den beliebtesten Zierpflanzen überhaupt. Als robuste und farbprächtige Frühblüher bereichern Stiefmütterchen den Garten im Frühling und werden auch für die Grabbepflanzung sehr gerne eingesetzt. Doch auch wenn sie insgesamt nicht sonderlich anspruchsvoll sind, sollte man wissen, worauf man bei Auswahl, Pflanzen und Pflegen von Stiefmütterchen achten sollte. Zu viel Gießwasser beispielsweise ist bei Stiefmütterchen tabu.

Erste warme Sonnenstrahlen, steigende Temperaturen und morgendliches Vogelgezwitscher: Keine Frage, die Zeichen stehen eindeutig auf Frühling – endlich! Nun erwachen auch Garten, Balkon und Terrasse aus ihrem langen Winterschlaf. Ein farbenfrohes und vielseitiges Highlight unter den Frühblühern sind Stiefmütterchen. In leuchtendem Gelb, Rot oder Violett setzen sie Akzente im Frühlingsgarten.

Das Stiefmütterchen als "die Primaballerina der Frühlingspflanzen"

"Mit nur wenigen Handgriffen sind vorgetriebene, kälteunempfindliche Frühblüher schnell eingetopft und haben ihren ersten großen Auftritt in der Draußen-Saison", wirbt das Blumenbüro Holland und hat an dieser Stelle vor allem eine in Deutschland äußerst beliebte Frühlingsblume im Blick: "Die Primaballerina der Frühlingspflanzen ist eindeutig das Stiefmütterchen."

Diese Umschreibung ist allerdings missverständlich, denn anders als eine Primaballerina ist das Stiefmütterchen äußerst robust und langlebig. Die Frühblüher künden als eine der ersten Pflanzen vom einsetzenden Frühling und blühen dann bis weit in den Sommer hinein. An Standort, Boden und Witterung stellen die Pflanzen nur wenig Ansprüche, was wohl ein Grund dafür ist, dass Stiefmütterchen in Deutschland laut Statistischem Bundesamt zu den meist verkauften Zierpflanzen überhaupt gehören und auch für die Grabbepflanzung gern genommen werden.

Stiefmütterchen richtig pflegen

Am besten gedeiht das zur Familien der Veilchen (Viola) gehörende Gewächs in nährstoffreichem Boden. Ins Beet gepflanzt sollte man ihm also eine kleine Extraportion Humus oder Kompost gönnen. Pflanzt man sie im Topf, ist der Nährstoffanteil gewöhnlicher Blumenerde absolut ausreichend. Eine oft teurere Spezialerde braucht man für Stiefmütterchen dann nicht.

Während der Blühperiode sollte man hin und wieder verwelkte oder verblühte Pflanzenteile entfernen, damit immer wieder neue Blätter und Blüten ausgebildet werden. Das Substrat sollte man stets leicht feucht halten. Zu viel Wasser vertragen Stiefmütterchen allerdings nicht gut. Staunässe lässt die Wurzeln faulen. Weniger empfindlich reagieren Stiefmütterchen auf Sonnenlicht. Sonnige Standorte sind für die ebenso geeignet wie Halbschatten.

Stiefmütterchen kaufen

Beim Kauf von vorgezogenen Stiefmütterchen kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Man sollte lediglich darauf achten, dass die Pflänzchen einen vitalen Eindruck machen. Gewissheit verschafft ein Blick auf den Ballen: dieser sollte möglichst stark mit Wurzelwerk durchdrungen sein. Doch auch gesunde vorgezogene Stiefmütterchen sind in den meisten Fällen nicht ganz so robust, als wenn man sich die Pflanzen selbst heranzieht.

Stiefmütterchen selber aussäen

Wer seine Stiefmütterchen selber ziehen will, muss sie im Sommer des Vorjahres im Beet aussäen, damit sie dann im folgenden Frühling das erste Mal blühen. Bei einer frühen Aussaat schon im Juli blühen die neuen Pflanzen manchmal sogar schon im Herbst desselben Jahres zum ersten Mal. Während der Wintermonate sollte man die Aussaat schützen, indem man das Beet zum Beispiel mit Fichtenreisig abdeckt und so vor dem schlimmsten Frost schützt.

Stiefmütterchen sind nur bedingt winterhart

Die Pflanzen selbst sind im Beet gepflanzt zwar weitgehend winterhart, jedoch sind längere Frostperioden problematisch. Die Stiefmütterchen verlieren durch Verdunstung Wasser. Wegen des bei Frost gefrorenen Wurzelballens können sie dann aber kein neues Wasser aufnehmen. "Häufig meint man dann, dass die Stiefmütterchen erfroren sind. Tatsächlich sind sie aber vertrocknet", erklärt Rüdiger Walz vom Bundesverband Zierpflanzen in Bonn.

Walz rät daher zu einem Winterschutz in Form von Reisig, Laub oder einem Flies. Zudem gibt es verschiedenste Züchtungen von Stiefmütterchen, die alle unterschiedlich kälteempfindlich sind. Gartenbauingenieurin Eva-Maria Geiger rät daher zur gezielten Nachfrage: "Man sollte sich beim Gärtner erkundigen, welche Sorten eine gute Winterhärte haben." Wählt man eine robuste Sorte und schützt diese angemessen gegen Kälte, werden Stiefmütterchen den Winter in aller Regel gut überstehen und treiben dann im Frühling wie gewünscht aus.

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