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Krokusse pflanzen für Frühling und Herbst

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Krokus pflanzen: Blüten in Frühling und Herbst

09.02.2016, 08:55 Uhr | zuhause.de, dpa-tmn

Krokusse pflanzen für Frühling und Herbst. Krokus: Zarte Blüten für Frühling und Herbst.  (Quelle: imago/blickwinkel)

Krokus: Zarte Blüten für Frühling und Herbst. (Quelle: blickwinkel/imago)

Krokusse zählen zu den klassischen Frühjahrsblühern. Nach den tristen Wintermonaten kündigt die Krokusblüte in vielen Gärten den Jahreszeitenwechsel an. Zusammen mit Tulpen und Narzissen bringen Krokusse Frühlingsfrische in den Garten. Der Frühlingskrokus blüht ab Februar beziehungsweise März. Daneben gibt es auch herbstblühende Krokusse, die ab Oktober ihre Blüten zeigen. Pflege- und Standorttipps für Krokusse.

Der Krokus wird je nach Art bis zu 15 Zentimeter groß. Der Wildkrokus besitzt kleinere Blüten als die Züchtungen des Frühlingskrokusses (Crocus vernus). Seine Blütezeit beginnt auch früher als die der Crocus-vernus-Hybriden. Krokusse eignen sich sowohl für Balkonkästen und Terrasse wie auch für den Garten.

Krokusse vermehren sich selbst

Die Knolle der im Frühling blühenden Krokusse kommen zwischen September und Oktober in die Erde. Aus den kleinen, zwiebelartigen Knollen entwachsen zunächst schlanke, grüne Blätter mit weißen Streifen, die sich dann zu trichterförmigen Blüten entwickeln. Einmal aufgeblüht, sichert die Sprossenknolle des Krokus die Verbreitung von Tochterzwiebeln im Garten und somit die Blüte im nachfolgenden Frühjahr. Ohne weiteren Pflegeaufwand lässt der Krokus sich daher gut selbst vermehren und verwildern.

Richtige Bedingungen für den Krokus

Im Frühjahr brauchen Krokusse einen Standort mit viel Sonne und einem durchlässigen und feuchten Boden. Im Sommer und Herbst mögen Krokusse es eher trocken. Staunässe ist zu vermeiden. Gegebenenfalls kann der Gärtner den Boden mit Sand auflockern. Nach der Blüte sollten man Krokusse unbedingt stehen lassen, damit sie Kraft fürs nächste Jahr sammeln können. Erst wenn die Blätter vergilbt sind, werden sie entfernt.

Krokusse versetzen

Krokusse können im nächsten Jahr an einem anderen Standort blühen. Der beste Zeitpunkt zum Umsetzen ist nach der Blüte, erläutert das Blumenbüro Holland in Düsseldorf. Zunächst werden nur die welken und eingetrockneten Blätter abgeschnitten. Das restliche Grün bleibt aber noch stehen. Ziehen sich diese Blätter in die Zwiebel zurück, kann sie aus der Erde geholt werden.

Die Erdreste werden dann entfernt und die Krokus-Knolle kühl und trocken gelagert. Im Herbst kommen die Krokuszwiebeln an ihren neuen Standort. Dort setzt man sie sechs bis acht Zentimeter tief in frische, handelsübliche Blumenerde. Gewässert werden muss nicht extra, weil die Zwiebel an sich sowie der Herbstboden viel Feuchtigkeit besitzen. Gerade für Terrassenbeete und Balkonkästen bietet sich das Umpflanzen an. So ist im Sommer Platz für eine neue Bepflanzung, während die Krokusse pausieren.

Herbstkrokusse blühen im Oktober

Herbstblühende Krokusse gibt es vor allem in Weiß-, Blau- und Violett-Tönen. Ihre Hauptblütezeit ist im Herbst ab Oktober und dauert je nach Witterung bis in den November. Die Zwiebeln der Herbstkrokusse werden im August oder September je nach Größe etwa zehn Zentimeter tief in den Rasen oder ins Beet gesetzt. Bei den herbstblühenden Krokussen ist aber generell Vorsicht geboten: Sie werden von Laien oft mit Herbstzeitlosen verwechselt. Diese sind aber sehr giftig. Herbstzeitlose bergen eine große Gefahr, da sie oft wiederum mit dem beliebten Bärlauch verwechselt werden. Auch für Hunde, Katzen, Kaninchen oder Hasen ist die Herbstzeitlose giftig.

Krokus vor Wühlmäusen schützen

Wer häufiger mit Wühlmäusen Probleme hat, sollte eine Pflanzschale aus Kunststoff verwenden. Ein solches Gefäß hat einen weiteren Vorteil: Gefällt der Standort nicht, kann man im kommenden Jahr alle Zwiebeln mit einem Handgriff umsetzen.

Safran-Krokus in hohen Dosen giftig

Wie Schwertlilien und Gladiolen gehören Krokusse zur Familie der Schwertliliengewächse. Eine sehr berühmte herbstblühende Krokus-Art ist der Safran (Crocus sativus). Aus seinen Blütenstempeln wird das teure gelbe Gewürz hergestellt. In großen Mengen wirkt übrigens auch der Safran-Krokus giftig – dies ist bei der Verwendung als Gewürz allerdings nicht zu befürchten.

Hierzulande am häufigsten vertreten ist aber der Frühlingskrokus, vor allem die Sorten des Crocus vernus, zudem der Crocus chrysanthus (Balkan-Krokus) und Crocus tommasinianus (Elfen-Krokus). Gerade letzterer eignet sich ganz hervorragend zum Verwildern und bildet dichte große Blütenteppiche, die sehr gut mit Schneeglöckchen harmonisieren.

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