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Blütenzauber auch für Ungeübte  

Historische Rosen: Die Königinnen im Rosengarten

22.06.2017, 11:06 Uhr | uc (CF),Juliane Matthey, dpa

Historische Rosen: Die Königinnen im Rosengarten. Rosen gelten als Königin im Garten (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/OlyaSolodenko)

Rosen gelten als Königin im Garten. (Quelle: OlyaSolodenko/Thinkstock by Getty-Images)

Die Bezeichnung "Historische Rosen" fasst viele unterschiedliche Sorten zusammen. Einige Vertreter der Alten Rosen, wie die Ziergewächse auch genannt werden, haben schon vor Jahrhunderten viele Gärten verschönert. Lesen Sie hier mehr über die duftenden Pflanzen.

Die Eigenschaften von Historischen Rosen

Die unterschiedlichen Sorten der Alten Rosen teilen sich oft äußere Merkmale. Man kann an ihnen beispielsweise eine charakteristische ballonartige Blütenform erkennen – damit unterscheiden sich die Ziergewächse deutlich von modernen Edelrosen. Historische Rosen wachsen zudem oft zu Sträuchern heran.

Obwohl es Ausnahmen gibt, blühen die alten Sorten meistens nur einmal – in Pastellfarben, Rosarot bis Purpur oder Weiß. Typisch ist auch der üppige Duft, den viele Rosenzüchter auch in modernen Rosen kultivieren wollen. Insgesamt gelten Alte Rosen als robust und gedeihen auch in heimischen Gärten ohne große Probleme.

Was sind berühmte historische Rosen?

Gallica bringt mehr Farbtöne hervor als jede andere alte Klasse, wie Eilike Vemmer von der Gesellschaft deutscher Rosenfreunde erklärt. Die weiß bis zartrosa blühende Alba existiert seit der Antike, im Mittelalter wurde sie mit Reinheit assoziiert. Die ähnlich alte Damaszener hat einen lieblichen Duft und wurde für Rosenöl gezüchtet. Die rund 500 Jahre alten Centifolien haben oft mehrere hundert Blütenblätter. Die ab 1800 aus einer Herbst-Damaszener entstandene Portland-Rose war eine der ersten öfter blühenden Rosen. Die auch als alte Rosen geltenden Bourbon-, Noisette-, Tee- und Remontant-Rosen entstanden im 19. Jahrhundert mithilfe chinesischer Gartenrosen und haben schon Merkmale moderner Rosen.

Worin unterscheiden sich alte und moderne Rosen?

Während manch moderne Sorte bis zum ersten Frost blüht, ist bei vielen alten nach drei bis sechs Wochen Schluss. "Sie blühen nur einmal, aber dann richtig", sagt Hawel. Das Farbspektrum alter Rosen ist auch eingeschränkt. "Signalrot, Gelb, Orange und Lachsfarben gibt es nur bei modernen Rosen." Auch die Blütenform ist anders: "Historische Rosen haben eher eine Tellerform." Die Blütenblätter alter Rosen sind meist weicher, wodurch der Duft besser verströmt, erklärt der Gartenbuchautor Andreas Barlage aus Karlsruhe.

Warum sollten Hobbygärtner alte Rosen wählen?

Sie sind gering Anfällig für Krankheiten. "Die meisten Anfälligkeiten entstanden durch Einkreuzung der Chinarosen", sagt Vemmer. "Moderne Züchtungen der letzten 20 bis 30 Jahre sind aber in der Regel noch robuster als alte Sorten." Aber er ergänzt einen weiteren Vorzug: "Vor allem viele Gallicas und Albas sind unschlagbar frosthart." In diesem Punkt könnten die modernen Rosen nicht mit den alten Sorten mithalten. Doch ob alte Sorten besser oder schlechter sind als moderne, wollen die Experten nicht allgemein bewerten. Es komme auf die Sorte an.

Welche besonderen Sorten gibt es?

Unter den vielen hundert Sorten alter Rosen haben die Experten einige Favoriten. Die karminrote Apothekerrose ("Officinalis") existiert seit Anfang des 14. Jahrhunderts und duftet intensiv. Eine schöne Mutation ist für Hawel die Sorte "Versicolor" mit rot-weiß gestreiften Blütenblättern. Die meisten heute erhältlichen Sorten stammen laut Vemmer aber aus dem 19. Jahrhundert. Ein Beispiel ist 'Madame Boll', die wie alle Portland-Rosen gut für den Einsteiger ist. "Die sind sehr pflegeleicht und blühen dauernd", sagt Vemmer.

Was ist bei der Pflege zu beachten?

Für alte und für neue Rosen gilt: Sie brauchen mindestens vier Stunden Sonne am Tag, einen luftigen Standort und vertragen bis auf Gallicas und Albas karge Böden nicht gut. Aber man braucht bei alten Rosen Geduld, sagt Barlage. Sie erblühen erst in zwei bis drei Jahren richtig. Zu oft sollte man sie deshalb nicht schneiden, mahnt Vemmer. Es reiche, alle fünf bis sechs Jahre das alte Holz zu entfernen.

Eine kurze Geschichte der Alten Rosen

Wer die Geschichte der Historischen Rosen kennenlernen möchte, muss sich mit einem großen Stück Vergangenheit auseinandersetzen. Denn laut der offiziellen Definition fallen alle Sorten, die vor dem Jahr 1867 in Kultur waren, unter die Bezeichnung Alte Rosen. Diese Einordnung markiert zugleich einen Wendepunkt in der Kultivierung der Pflanzen: Im besagten Jahr wurde wahrscheinlich die erste Edelrose mit Namen La France gezüchtet.

Schließlich wird die Kategorisierung wieder schwammig, denn auch nach 1867 wurden einige historische Rosen neu gezüchtet. Dann allerdings als Kreuzung verschiedener alter Sorten.

Dennoch sollten Sie Ihre Rosen gut pflegen und sorgsam mit ihnen umgehen. Denn Schädlinge und Pilze können ihnen stark zusetzen.

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