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Junikäfer als Plage: Käfer greifen in der Dämmerung an

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Torkelkäfer torpediert Menschen  

Die Junikäfer sind unterwegs

04.07.2017, 07:52 Uhr | dpa, t-online.de

Junikäfer als Plage: Käfer greifen in der Dämmerung an. Von Juni bis August sind Junikäfer unterwegs – oft in großen Schwärmen von hunderten Tieren. (Quelle: imago/Michael Schöne)

Von Juni bis August sind Junikäfer unterwegs – oft in großen Schwärmen von hunderten Tieren. (Quelle: Michael Schöne/imago)

Wie angenehm ist es doch, an einem warmen Sommerabend gemütlich auf der Terrasse zu sitzen und die Ruhe zu genießen. Vielerorts wird die Stille jedoch allabendlich von einem lauten Brummen gestört, mit dem sich heranfliegende Insekten ankündigen. Grund für das irritierende Schauspiel sind Junikäfer, die für Menschen zwar harmlos sind, im Garten jedoch Probleme bereiten können.

Die Käfer treten in der Dämmerung oft zu Hunderten auf und fliegen scheinbar unkoordiniert umher. Vor allem in Großstädten sind Menschen irritiert, ängstlich oder laufen den Insekten mit Schmetterlingsnetzen kreischend hinterher. Die sogenannten Junikäfer sind Verwandte der Maikäfer und auf Paarsuche. "Wir sind eine Millionenmetropole, da irritiert manchmal alles, was Natur ist", sagt Derk Ehlert von der Berliner Senatsverwaltung schmunzelnd. 

Torkelkäfer torpediert Menschen nur versehentlich

Bei ihrem Schwarmflug orientierten sich die Insekten am Horizont und flögen auf etwas Hohes wie Bäume oder Häuser zu, sagt Käferspezialist Günter Hofmann aus dem unterfränkischen Stockstadt am Main. Da könne es auch schon mal passieren, dass sie bei einem Erwachsenen in den Haaren landeten. "Junikäfer landen schon mal aus Versehen auf der Fensterscheibe, dem Grill oder im Bier", sagt Rainer Michalski vom Naturschutzbund Nabu Hessen.

Wegen ihres unkoordinierten Flugs würden die behaarten Käfer  auch "Torkelkäfer" genannt. Durch den brummenden Flügelschlag entstünde bei manchem der Eindruck, er werde angegriffen. Allerdings brauchen Menschen sich nicht vor den Käfern zu fürchten. Zumindest beißen und stechen sie nicht.

Der Junikäfer bezeichnet keine bestimmte Käferart, sondern verschiedene Verwandte des Maikäfers. Am häufigsten und bekanntesten ist der Gerippte Brachkäfer. Acht Arten dieses Amphimallon solstitiale seien in Deutschland nachgewiesen, sagt Lutz Behne vom Institut Senckenberg.

Junikäfer bereitet auch Probleme

Die meiste Zeit lebten sie als Larven in der Erde und können Wildschweine in den Garten locken. Denn sie sind die Larven ein Delikatesse. Die Entwicklungsdauer der Käfer betrage im Durchschnitt zwei Jahre, hänge aber von der Bodenart und den Temperaturen ab.

In diesem Stadium können sie großen Schaden im Garten anrichten. Zum einen knabbern die Larven im Boden die Graswurzeln an und lassen so den Rasen absterben. Zum anderen verwüsten Wildschweine auf der Suche nach den schmackhaften Larven den Garten.

"Erst als Rentner werden sie so richtig hübsch und fliegen aus", beschreibt es Ehlert. Von Juni bis August sind die erwachsenen Käfer zu beobachten. "Wenn sie Glück haben, leben sie drei bis vier Wochen. Im Juli werden es schon schlagartig weniger", sagte Michalski vom Nabu. Wie viele Insekten wählten die Junikäfer – aus Schutz vor Vögeln – die Dämmerung für ihre Paarungsflüge.

Aufgabe der Käfer sei es, sich zu paaren und die Eier im Boden abzulegen, bevor sie sterben. Dabei fressen sie vor allem Blätter von Laubbäumen. Wenn Junikäfer in großer Zahl auftreten, können die Bäume dadurch sichtbar Schaden nehmen.

Anders als der Maikäfer finde sich der Gerippte Brachkäfer eher auf Wiesen und im Brachland. Trockener Rasen könne ein Zeichen für die Larven sein. 

Junikäfer loswerden

Damit der Junikäfer nicht zur Plage wird, kann man seine Larven mit Nematoden bekämpfen. Die Fadenwürmer werden mit dem Gießwasser ausgebracht. Sie dringen in die Larven ein und lassen sie absterben. Der Käfer selbst wird von Fledermäusen und Vögeln gerne verspeist. Spätestens ab Ende Juli werden die Junikäfer weniger. Die Männchen sterben nach der Befruchtung, die Weibchen nach der Eiablage.

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